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Brück Chronistin in der neuen Heimat
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Chronistin in der neuen Heimat
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13:41 07.12.2019
Die gebürtige Berlinerin interessiert für Geschichte und Menschen: Anita Voigt ist neue Gesicht in der Ortschronistengruppe in Deutsch Bork. Quelle: Johanna Uminski
Deutsch Bork

Anita Voigt ist das neue Gesicht in der Ortschronistengruppe aus Deutsch Bork. Sie lebt seit sechs Jahren in dem 124-Einwohner-Dorf und fühlt sich dort sehr wohl. Mit ihrer Chronistenarbeit unterstützt die Deutsch- und Englischlehrerin die Arbeit der zwei Ortschronisten.

Sabine Ganzer arbeitet die Zeit bis 1989 auf und ich beschäftige mich mit der Zeit ab der Wende. Mirko Friedrich konzentriert sich auf die Chronik der Feuerwehr“, berichtet die Mutter einer 14-jährigen Tochter. Für Geschichte habe sie sich schon immer interessiert, berichtet die gebürtige Berlinerin. „Es ist sehr interessant alte Dokumente, Chroniken und Tagebücher zu lesen und zu schauen wie die Menschen damals aus ihrer Perspektive die Politik und das Leben wahrgenommen haben.“

Anita Voigt veranstaltet einmal im Monat Bastelnachmittage. Darüber freuen sich Gyda (1 Jahr), Christoph (10 Jahre) und Max (9 Jahre). Quelle: Johanna Uminski

Sie möchte mit ihrer Arbeit vor allem dokumentieren, erklärt die 40-Jährige, die auch gerne mit dem Fotoapparat die Szenen bei Feste und Feiern festhält. „Daran ist mein Vater schuld, er ist zwar kein Profifotograf, aber schon sehr professionell. Er hat mich damit angesteckt“, erklärt sie und betont, dass man als Ortschronistin das Interesse an den Menschen mitbringen und wertfrei sein sollte. „Man muss einfach aufnehmen, was stattfindet, ohne zu beurteilen.“

Neben ihrer Chronistenarbeit ist sie Schriftführerin und Pressesprecherin des Dorfvereins und organisiert einmal im Monat Bastelnachmittage. Anita Voigt und ihre Familie haben im Ort ein großes Grundstück erworben und ein Haus gebaut. Darauf findet nicht nur die dreiköpfige Familie Platz. „Wir haben zwei Hunde, eine Katze, Schildkröten und Kanarienvögel. Außerdem haben wir im Brück eine Stute und ein Fohlen“, sagt Voigt, die schon früh die Liebe zu Tieren entwickelte. „Ich bin im Berliner Plattenbau groß geworden und dufte keine Haustiere haben, aber die Liebe war schon immer da“, berichtet sie.

Sommerferien nutzen, um Chronistenarbeit fortzuführen

Die Familie fühlte sich von den Einwohnern des Ortes sofort sehr gut aufgenommen. „Die Deutsch Borker sind sehr offen, sie sind Dorfmenschen im positiven Sinne. Jeder kennt jeden“, betont Voigt, die vor allem die Sommerferien nutzt, um ihre Chronistenarbeit fortzuführen. Dabei orientiert sie sich am Aufbau der Schulchronik von Deutsch Bork. „Es liest sich sehr nett, weil dort sehr viel Persönliches drinsteht“, erklärt sie.

Eine weitere Quelle sind die gesammelten Artikel, Dokumente und Ankündigungen aus dem Ort, die Ulfa Barleben aufbewahrt hat. Sie habe die Arbeit des damaligen Ortschronisten Alfred Hübner unterstützt, erklärt Voigt. „Ich mache das für den Ort und hoffe, dass meine Ausarbeitungen irgendwann ins Archiv wandern.“

Von Johanna Uminski

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