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Brück Schüsse, Regen und Optimismus
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Schüsse, Regen und Optimismus
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20:16 02.10.2018
CDU-Politiker Ralph Brinkhaus spricht mit Soldaten über die aktuelle Situation bei der Bundeswehr. Quelle: André Großmann
Brück

Schüsse krachen auf dem Truppenübungsplatz Lehnin, der Wind pfeift, Nieselregen setzt ein. Soldaten tragen Gehörschutz und nehmen ihr Ziel mit dem Sturmgewehr G36 ins Visier. Sie trainieren ihre Schussgenauigkeit. Ralph Brinkhaus ist dabei. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag besucht bei seinem ersten öffentlichen Termin die Fläming-Kaserne in Brück.

Bei seinem ersten öffentlichen Termin hat der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion die Fläming-Kaserne Brück und den Truppenübungsplatz Lehnin besucht.

Ein „Herz für die Truppe“

„Mir war es sehr wichtig, dass dieser bei der Bundeswehr stattfindet. Ich habe ein Herz für die Truppe“, sagt der 50-Jährige. Der Unionsfraktionschef erkundigt sich nach der aktuellen Schusskraft der Gewehre und modernen Ausbildungswegen. So werde er auch an seinen Wehrdienst als Panzerjäger erinnert, der fast 30 Jahre zurückliegt. Er habe es allerdings nur bis zum Obergefreiten der Reserve geschafft. Auch Marico Shana Klingler beantwortet Brinkhaus Fragen. Sie ist seit Oktober 2017 deutschlandweit die erste Kommandantin bei der Bundeswehr und zeigte sich überrascht vom Besuch des Politikers. „Offenbar haben wir etwas, dass ihn interessiert“, sagt die 35-Jährige.

Kommandantin lobt die Region

Sie schätzt die lokalen Gegebenheiten der Fläming-Kaserne. So dient das 7258 Hektar große Gelände auch internationalen Einheiten und Spezialkommandos als Trainingsstätte. Unter anderem können Soldaten mithilfe einer simulierten Stadt-Anlage Häuserkämpfe erproben und das Schießen an verschiedenen Bahnen trainieren. 600 Soldaten finden momentan im Truppenlager der Kaserne Platz, weitere 600 Leute können auf Biwakplätzen kampieren. Nato-Truppen, Landes-und Bundespolizei, das Deutsche Rote Kreuz und auch Einheiten des Technischen Hilfswerkes nutzen den Übungsplatz. Klingler lobt die Region. „Besonders angetan hat es mir Werder (Havel), aber auch Lehnin hat viele tolle Seen, an denen es gut möglich ist, zu entspannen.“

Die direkte und offene Art der Brandenburger findet die Kommandantin sympathisch. Hauptmann Johannes Kuserau lobt die märkische Heidelandschaft in Brück und Lehnin, eine Mischung aus Wald- und Freifläche, die Raum für militärische Abwechslung biete. Er ist froh, dass Brinkhaus seine Wertschätzung für die Soldatinnen und Soldaten betont. „Sie leisten einen Dienst, der auch gefährlich ist, was viele vergessen“, sagte Brinkhaus.

Sympathie für Wehrpflicht

Für die Wiedereinführung der Wehrpflicht habe er eine Grundsympathie. Der Verteidigungsauftrag der Bundeswehr und die allgemeine Dienstpflicht seien aber getrennt voneinander zu betrachten. Die Wahlkreis-Abgeordnete Dietlind Tiemann (CDU) sicherte ihre Hilfe bei der Verbesserung und Modernisierung der Ausrüstung für Soldatinnen und Soldaten zu. Für die 63-Jährige sei die Bundeswehr ein wichtiger Standortfaktor für die Region.

Ralph Brinkhaus äußerte sich auch zum Tag der deutschen Einheit. „Wir haben ganz viel geschafft und erreicht“, gab der Abgeordnete zu verstehen. Für ihn sei aber auch wahr, dass die Wertschätzung für die individuellen Biografien der Menschen nach der Wende nicht genügend gezeigt wurde. Dies ist für ihn „ein Fehler der Politik und ein gesamtgesellschaftliches Problem.“ Deshalb sei es umso wichtiger, mehr gegenseitigen Respekt zu zeigen.

Von André Großmann

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