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Brück Radweg-Kämpfer üben scharfe Kritik an der Politik
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Radweg-Kämpfer üben scharfe Kritik an der Politik
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11:17 20.06.2018
Zahlreich war die Teilnahme an der Demonstration für den Radweg zwischen Golzow und Brück. Quelle: Andreas Koska
Damelang

Die Bürgerinitiative für einen Radweg an der L 85 lässt nicht locker. Sie hat jetzt einen offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Kreistages Potsdam-Mittelmark gerichtet. Darin wird nicht nur die Forderung nach dem Bau einer Velo-Piste zwischen Brück und Golzow unterstrichen und über die jüngsten Aktionen informiert, sondern durchaus scharf kritisiert.

„Es ist schön von Ihnen bei den Debatten zu hören, dass dem Klimawandel und der negativen demografischen Entwicklung entgegenwirkt werden soll, außerdem die ländlichen Region gefördert und nicht abgekoppelt werden soll“, heißt es. Doch als Ende Mai wieder 200 Teilnehmer aus Golzow, Oberjünne, Cammer, Damelang/Freienthal und Brück für den Bau der Trasse unterwegs waren, hätte die Politik mit Abwesenheit geglänzt.

Zu der Demonstration seien Politiker aller Ebenen eingeladen gewesen: Die Bundestagswahlkreisabgeordnete Dietlind Tiemann (CDU), ihre Kollegin Andrea Domscheit-Berg (Die Linke), dazu die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Landtag sowie die Fraktionen des Kreistages Potsdam-Mittelmark und nicht zuletzt die Ministerialverwaltung und Landrat Wolfgang Blasig (SPD) waren aufgerufen, wenn schon nicht um mitzufahren, dann immerhin die Kundgebung mitzuerleben.

„Aber offenbar sind die Landtags- und Kommunalwahlen noch zu weit weg, denn niemand von Ihnen kam“, heißt es in der Organisator Andreas Koska unterzeichneten Botschaft. Bis auf Günter Baaske (SPD), den Wahlkreisabgeordneten im Landtag Brandenburg, und den Landrat hätte sich nicht einmal jemand entschuldigt oder seine Haltung in der Sache erklärt. „So darf nicht mit engagierten Bürgern umgegangen werden, dieses Verhalten fördert die Politikverdrossenheit“, ist in dem Schreiben zu lesen

Andrea Domscheit-Berg (Die Linke) hat inzwischen geantwortet und die Problematik quasi zuständigkeitshalber an die Landtagsfraktion der Partei weitergeleitet. Auch Dietlind Tiemann und die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen haben ähnlich reagiert.

Das sorgt freilich noch nicht für Entspannung. Denn das märkische Infrastrukturministerium hat den Bedarf für den Radweg mangels Verkehrsaufkommen in Frage gestellt. Gezählt wurde, als Baustellen insbesondere den LKW-Verkehr ausgeschlossen haben. „Deshalb werden wir uns weiterhin für den Radweg stark machen und vor allem sie im kommenden Jahr an ihren Taten messen“, lautet das Versprechen der Anrainer..

Von René Gaffron

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