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Brück Kürzester Tag des Jahres: So besinnlich waren Seelenlichterfest und Lichtwanderung
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Kürzester Tag des Jahres: So besinnlich waren Seelenlichterfest und Lichtwanderung
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15:21 22.12.2019
Das Seelenlichterfest und der Weihnachtsmarkt vor der Kirche in Neuendorf: Lecker Stockbrot für die Kinder. Quelle: Johanna Uminski
Brück/Neuendorf

Sternenklar und kalt präsentiert sich der kürzeste Tag im Jahr, drei Tage vor Weihnachten. Während die Herzen zahlreicher Besucher um die Feuerschale, die festlich beleuchteten Stände und den Vorplatz der zurzeit sanierten Kirche in Neuendorf mit duftendem Glühwein, heißer Bratwurst oder selbst gebackenem Kuchen warm wurden, wandern wenige Kilometer weiter Gäste durch den mit Fackeln in der Erde und Kerzen an Bäumen und Baumstämmen geschmückten Garten der „Alten Post“ in Brück.

So langsam sind alle Türchen des 16. Brücker Adventskalenders geöffnet. Am Wochenende besuchten viele Menschen das Seelenlichterfest und den Weihnachtsmarkt in Neuendorf vor der Kirche und die Lichtwanderung auf dem Gelände der „Alten Brücker Post“.

Bereits zum dritten Mal nimmt Jutta Kracht an der Lichtwanderung der „Alten Brücker Post“ im Rahmen des lebendigen Adventskalenders teil. „Das Umfeld ist sehr nett, man kennt sich und erfährt, was neu hier ist und was erweitert wurde“, sagt die Ur-Brückerin.

Dass die Lichtwanderung in diesem Jahr nicht wie sonst an der Plane, sondern durch den Garten des Seminar-, Kultur- und Gästehauses in Brück führt, hat einen bestimmten Grund. „Wir möchten die Besucher durch das schöne fertiggestellte Erholungsgelände führen, in dem im nächsten Sommer auch wieder ’Kunst und Kuchen’ stattfindet“, erklärt Ricarda Müller, Leiterin des Hauses.

Großräumigkeit des Geländes mehr nutzen

Sie und Annie Tilmant wünschen sich, dass immer mehr Ortsansässige und Gäste die Großräumigkeit des Geländes nutzen, um ein Buch zu lesen, Tischtennis zu spielen, Ausstellungen zu präsentieren oder sich einfach nur zu erholen. „Der Garten soll regelmäßig geöffnet werden, nicht nur zu den Veranstaltungen“, sagt Müller, die sich für den Garten auch noch ein schönes Frei-Schach-Spiel vorstellen kann.

Zum ersten Mal ist Dörte Dombey mit ihrer Familie, die in diesem Sommer von Potsdam nach Brück gezogen ist, zur Lichtwanderung in die Brücker Post gekommen. „Es ist hier sehr gemütlich, entspannt und ruhig. Es ist eine gute Möglichkeit, um in die Weihnachtszeit reinzukommen“, sagt die Mutter.

>>> Mehr zum Thema: Der Brücker Adventskalender ist so prall gefüllt wie nie

Auch Jan Schapp ist mit seiner Familie eigens zur Lichtwanderung gekommen. „Das Besondere hier ist die Atmosphäre und Freundlichkeit – man fühlt sich willkommen“, betont der Brücker.

Am 21. Dezember ist der kürzeste Tag und die längste Nacht im Jahr, erklärt Annie Tilmant. „Unsere Lichtwanderung ist wie ein Lichtblick für das neue Jahr und man kann das alte Jahr intensiver Revue passieren lassen. Traditionell gibt es bei uns Borschtsch und Zwiebelsuppe“, sagt Müller, die an diesem Abend den Gästen sinnliche und herzliche Geschichten vorlas.

Warm und kuschelig ist es in der Bastelwerkstatt im Pfarrhaus (von links): Marlie (8 Jahre), Marina Andert aus Michelsdorf mit ihren beiden Enkelkinder Arne (4 Jahre) und Josefine (6 Jahre) aus Hongkong sowie Angela Haase aus Neuendorf. Quelle: Johanna Uminski

Marina Andert aus Michelsdorf ist eigens mit ihren beiden Enkelkindern Arne (4 Jahre) und Josefine (6 Jahre) aus Hongkong (China) nach Neuendorf gekommen. „In China ist es im Moment sehr unruhig und die Enkelkinder sind bei uns. Aber nach Weihnachten holt die Mama sie wieder ab“, erzählt die Großmutter, die die Gemütlichkeit des Neuendorfer Seelenlichterfestes schätzt. „Diese Geselligkeit und Gemütlichkeit kennen die Kinder aus China nicht. Sie wollen gar nicht mehr nach Hause.“

Ines Lahn, Vorsitzende des Neuendorfer Heimatvereins, lobt den Zusammenhalt des Ortes. „Beim Auf- und Abbau ziehen alle an einem Strang. Fast aus jedem Neuendorfer Haushalt wurde ein Kuchen gesponsert.“ Im Rahmen des lebendigen Adventskalenders fand bereits zum fünften Mal das Seelenlichterfest in Neuendorf statt, das gemeinsam mit der Stadt Brück sowie dem Neuendorfer Heimatverein, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Neuendorfer Angelverein veranstaltet wird.

Kreative und individuelle Idee: Jacqueline Endruhn aus Neuendorf hat für das Seelenlichterfest aus Salzteig weihnachtliche Anhänger gebastelt. Die Spenden fließen in die Sanierung der Kirche. Quelle: Johanna Uminski

Neben dem Stockbrotbacken über offenem Feuer wartete auf die kleinen Besucher eine Bastelwerkstatt sowie eine Märchenerzählerin. „Das ist ein entschleunigter Markt, es gibt hier kaum Händler, nur das gemütliche Beisammensein. Alle machen aus Spaß an der Freude mit. Das sieht man auch an den Preisen“, erklärt Ines Lahn weiter.

Am Stand von Jacqueline Endruhn können Besucher selbst gebackene und beschriftete Herzen, Sterne und andere Formen aus Salzteig durch eine Spende erwerben, die der Renovierung der Kirche zugutekommt. „Ich habe schon mehr Spenden eingenommen, als die Sachen wert sind“, sagt die Neuendorferin, die auch schon eine Idee für die Kreationen aus Teig hat, die keine Abnehmer finden.

Impressionen vom Seelenlichterfest und Weihnachtsmarkt vor der Kirche in Neuendorf: Britta Hölzer und Marita Urban aus Neuendorf sind stolz auf den guten Zusammenhalt im Ort. Quelle: Johanna Uminski

„Wenn die Kirche fertig ist, hängen wir die dann an den Baum dort auf“, sagt die junge Mutter, die nicht nur die Stimmung und Gemütlichkeit des Marktes schätzt. „Es ist Tradition, dass wir hier unsere Freunde aus Mannheim oder Hannover treffen.“

Vom ersten Seelenlichterfest an dabei ist Karin Hilbig. Die gelernte und hauptberuflich tätige Töpferin genießt auch die gemütliche Atmosphäre „Hier kennen sich alle und man trifft sich zum Jahresende“, sagt die Bad Belzigerin. Britta Hölzer und Marita Urban betonen die gute Zusammenarbeit im Ort: „Alle helfen mit, auch wenn sie nicht im Verein organisiert sind. Wir sind sehr stolz darauf.“

16. Lebendiger Adventskalender war ein großer Erfolg

„Extrem gut gelaufen“ ist die 16. Auflage des lebendigen Adventskalenders in diesem Jahr, so lautet die Zusammenfassung von Organisatorin Anke de Koning. “Es waren mehr Kinder und Erwachsene als in den vorherigen Jahren dabei. Es war ein sehr großer Erfolg“, sagt sie und betont, dass es schön ist, dass alle mitmachen, von Gewerbetreibenden über Privatleute bis Kita und Schule, so de Koning.

Von Johanna Uminski

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