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Brück DLRG-Einsatzfahrzeug darf noch zwei Jahre bleiben
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück DLRG-Einsatzfahrzeug darf noch zwei Jahre bleiben
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18:53 22.02.2019
Die DLRG-Ortsgruppe Borkheide ist froh, dass ihr Einsatzfahrzeug erstmal in Alt Bork bleiben kann. Quelle: DLRG Borkheide
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Borkheide/Alt Bork

Das Schnelleinsatzgruppen-Fahrzeug der Borkheider Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kann vorerst in der Garage in Alt Bork stehenbleiben. Wie berichtet, wollte die Gemeinde Linthe das Mietverhältnis mit der DLRG ursprünglich zum 31. Dezember 2018 kündigen und die Garage für eigene Zwecke nutzen. Die Linther Gemeindevertreter haben diese Kündigungsfrist jetzt aber um zwei Jahre nach hinten verschoben – auf den 31. Dezember 2020.

„Wir sind mit dieser Lösung sehr zufrieden“, sagte der Vorsitzende der Ortsgruppe, Johannes Keßler, auf MAZ-Nachfrage. Er und sein Kollege Enrico Kaiser, technischer Leiter Einsatz, haben die jüngste Sitzung genutzt, um noch einmal an die Gemeindevertreter zu appellieren.

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Ausrückzeit würde sich verlängern

„Wir waren auf der Suche nach einer adäquaten Unterstellmöglichkeit, sind aber nicht fündig geworden. Die Konsequenz wäre, dass das Einsatzfahrzeug nach Werder kommt und dort in der Halle des Katastrophenschutzes steht – dann hätten wir Ausrückzeiten von bis zu anderthalb Stunden, wenn hier in der Region was passiert“, machten die Männer deutlich.

Auch Brücks Amtsdirektor Marko Köhler mahnte, die Entscheidung zur Kündigung abzuwägen. „Es geht hier um ein nicht unwichtiges Fahrzeug – sicher lässt sich ein Kompromiss finden, der der DLRG mehr Zeit verschafft, eine Lösung zu finden.“

Landkreis mehr in die Pflicht nehmen

In der Alt Borker Garage sollte künftig ein neues Gemeindefahrzeug stehen, das insbesondere für die Erledigung kommunaler Pflegearbeiten in Alt Bork und Deutsch Bork zum Einsatz kommt. Den Kauf des Transporters hat die Gemeinde im September 2018 beschlossen.

„Es würde uns als Gemeinde gut zu Gesicht stehen, der DLRG zu helfen“, sagte Melanie Balzer. „Sicher können wir da eine Tür öffnen und vielleicht eine Variante entwickeln, um beide Autos unterzubringen – zum Beispiel mit dem Bau eines Carports für das Gemeindeauto.“ Sie sprach sich außerdem dafür aus, den Landkreis stärker in die Pflicht zu nehmen und die Problematik an ihre SPD-Kreistagsfraktion heranzutragen. Vielleicht könne die DLRG über das Kreisentwicklungsbudget finanziell unterstützt werden.

DLRG ist auf Grundstückssuche

Johannes Keßler ist froh über den Zuspruch. „Das zeigt, dass die Gemeindevertreter offen sind, unsere Arbeit wahrnehmen und die Notwendigkeit erkennen, dass wir vor Ort aktiv sind“, sagte er. Die DLRG sei nicht nur im Katastrophenschutz tätig, sondern auch in anderen für die Gemeinde wichtigen Bereichen – wie zum Beispiel dem Naturbad in Borkheide, dessen Betrieb die Ortsgruppe mit Rettungsschwimmern absichert.

„Wir müssen auf die Suche gehen nach einem geeigneten Grundstück, auf dem künftig ein eigenes Vereinsgebäude samt Garage für unser Fahrzeug stehen kann“, sagte Keßler weiter. „Das zu finanzieren, ist für kleine Vereine immer schwierig und geht nicht so schnell. Aber wir werden dazu auch das Gespräch mit unserem Bürgermeister Andreas Kreibich suchen, um eine langfristige Lösung zu finden, mit der alle gut leben können.“

Von Josephine Mühln