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Brück Schwerkranke Elaine möchte mal wieder schwimmen gehen
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Schwerkranke Elaine möchte mal wieder schwimmen gehen
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17:00 13.12.2019
Die fünfjährige Elaine aus Borkwalde leidet an Blutkrebs. Ihr Körper kämpft nach Stammzellenspende. Quelle: privat
Borkwalde

Aufatmen im Fall der kleinen Elaine: das fünfjährige Mädchen befindet sich nach der lang ersehnten Stammzellentransplantation wieder auf dem Weg der Besserung, berichtet ihre Mutter.

„Die Haut sieht deutlich besser aus und die Blutungen sind schon zurückgegangen. Es geht in kleinen Schritten voran“, sagt Naqya Rathod. Wenige Tage nach der lebensrettenden Maßnahme reagierte der kleine Körper auf die fremden Stammzellen mit hohem Fieber, Schmerzen, Blutungen sowie einem unerträglich juckenden Hautausschlag am ganzen Körper, berichtet die Borkwalderin.

Große Ansteckungsgefahr außerhalb des Isolierzimmers

Nun, knapp vier Wochen nach der Stammzellentransplantation, wurden die Vorsichtsmaßnahmen gelockert und Elaine darf nun auch das Isolationszimmer kurz verlassen. Kontakt zu anderen Kindern sei noch nicht möglich. Zu groß sei die Ansteckungsgefahr, die das Leben des kleinen Mädchens gefährden könnte, erklärt Rathod.

Elaine kämpft bereits zum zweiten Mal gegen den Blutkrebs, der im Mai dieses Jahres, gleich am zweiten Tag der Reha, zurückkam. „Es war klar, dass jetzt nur noch eine Stammzellentransplantation Elaine das Leben retten kann“, berichtet die 25-jährige Mutter.

Kurz nach der lebensrettenden Stammzellentransplantation Mitte November ging es Elaine sehr gut, hatte Kraft und war fröhlich. Dann fing ihr Körper an, gegen die fremden Zellen zu kämpfen. Quelle: privat

Gemeinsam suchten Familienmitglieder und Freunde mit dem Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden (VKS) nach einem passenden Stammzellenspender für das kleine Mädchen, das einfach nur leben möchte. Typisierungsaktionen wurden im Fläming sowie in Potsdam organisiert. Selbst spontane Typisierungen gehörten zum Alltag, sei es beim Volleyballturnier, im Supermarkt oder auf der Straße. Besonders aktiv waren hier Elaines Omas Gabi und Alexandra.

So helfen die Sterntaler

Bei der MAZ-Sterntaler-Aktion unterstützen MAZ-Leser Menschen, die unverschuldet in Not oder eine schlimme Situation geraten sind. Sie sollen ein Weihnachtsfest bekommen, an das sie gern zurückdenken.

Bitte überweisen Sie Ihre Spenden für den Kinder- und Jugendnotdienst und andere Sterntalerhilfen auf das dankenswerterweise vom DRK-Kreisverband Brandenburg bei der Brandenburger Bank geführte Sterntaler-Spendenkonto mit der IBAN DE77 1606 2073 0100 0707 00.

Bitte geben Sie als Spendenzweck „MAZ-Sterntaler“ an und nennen Sie Namen und Adresse, damit das DRK anschließend eine Spendenquittung ausstellen kann.

Bei Spenden bis zu 200 Euro reichen der entsprechende Kontoauszug oder Einzahlungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt.

Wer einen höheren Betrag spendet, dem stellt der DRK-Kreisverband eine Spendenquittung aus. Bitte geben Sie in dem Fall als Spendenzweck „MAZ-Sterntaler“ an und nennen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse.

Dann endlich die erlösende Nachricht Mitte August: ein Lebensretter für Elaine wurde gefunden. Doch die Familie erhielt am Tag der geplanten Transplantation am 11. November eine Hiobsbotschaft: die zwei Beutel mit den lebensrettenden Stammzellen waren beschädigt. Die Transplantation konnte nicht stattfinden. „Ich bin heulend zusammengebrochen“, berichtet die Mutter von der Situation kurz nach der Nachricht.

Kurz nach der lebensrettenden Stammzellentransplantation ging es Elaine sehr gut, hatte Kraft und war fröhlich. Das fünfjährige Mädchen hat eine starke Bindung zu ihren beiden Omas. Hier spielt sie mit Oma Gabi ein Brettspiel Quelle: privat

Da Elaine in Vorbereitung auf die Stammzellentransplantation Chemotherapie und Bestrahlung erhalten hat, musste transplantiert werden. „Ich wurde am nächsten Tag ausgiebig untersucht, da eine Überlegung war, dass ich meine Stammzellen oder Knochenmark spende“, berichtet Naqya Rathod.

Doch dann kam die unglaubliche Nachricht: der gleiche Spender war bereit, nochmals zu spenden. „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen.“ Sobald Elaine genug Kraft habe und ein Bild malen könne, wolle man einen Brief an den Stammzellenspender schreiben, berichtet die Mutter. „Wir wollen uns aus tiefsten Herzen bedanken, dass der Spender im Prinzip zwei Mal hintereinander unserer Tochter das Leben gerettet hat.“

Größer Fan der Schneekönigin Elsa

Weihnachten verbringt Elaine in der Freiburger Klinik auf der Station der Kinderonkologie in ihrem Isolierzimmer, sagt die Mutter. Die Familie habe nur einen Wunsch: dass es weiter so gut läuft, dass Elaine gesund wird und endlich ein ganz normales fünfjähriges Mädchen sein darf.

Elaine, die ein sehr großer Fan der Schneekönigin sei, wünsche sich ein großes Elsa-Schloss mit Zubehör, sagt die Mutter. Aber materiell habe Elaine eigentlich schon ganz viel, erklärt die Borkwalderin. „Elaine liebt Wasser, und darin zu planschen. Selbst mein Badezimmer steht immer unter Wasser. Wir schauen uns immer Orte an, wo wir hinwollen, wenn Sie wieder gesund ist. Dazu gehört für Elaine immer Wasser und viele Rutschen. Das gibt ihr sehr viel Kraft“, berichtet die Borkwalderin.

Größer Wunsch von Elaine: Kurzurlaub mit ihren Liebsten

Noch ist ans Schwimmen nicht zu denken, da Elaine einen Katheter hat, über den das Mädchen die Chemo, aber auch Medikamente und Antibiosen erhält, so die Mutter. „Der Katheter ist in ihren Körper einoperiert. Zwischen ihren Brüsten geht es rein. Festgenäht ist es oben am Hals.“

Wasser sei ihr Element, in dem sie entspannen und ihre vielen schmerzhaften Erfahrungen vergessen kann. Daher ist Elaines größter Herzens-Wunsch ein kleiner Familienurlaub in der Wasserwelt „Rulantica“ im Europapark mit Mama, Papa und den beiden Großmüttern Alex und Gabi, sagt die Mutter. Der Europapark Rust liegt zwischen Freiburg im Breisgau und Offenburg.

„Start in eine wundervolle neue Zeit“

„Sie hat sich ein Video angeschaut und war hellauf begeistert“, berichtet Rathod. „Das wäre für Eliane eine superschöne bleibende Erinnerung, wenn sie wieder gesund ist, und ein Start in eine wundervolle neue Zeit.“

Von Johanna Uminski

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