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Brück Team aus Borkheide fährt Rallye bis nach Gambia
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Team aus Borkheide fährt Rallye bis nach Gambia
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15:33 08.01.2020
Bernd Laufenberg aus Borkheide mit seinem Nissan Interstar, mit dem er die rund 7000 Kilometer bis nach Gambia zurücklegen will. Quelle: Hannah Rüdiger
Borkheide

Rund 7000 Kilometer über europäische Autobahnen, mauretanische Wüstenpisten und schlammige Schleichwege führt die Rallye Dresden-Dakar-Banjul. Seit 2006 schließen sich abenteuerlustige Autoliebhaber zusammen, um sich dieser sogenannten „Diesel and Dust Challenge“ für den guten Zweck zu stellen. Zum zweiten Mal wird im März ein Team aus Borkheide an den Start gehen: „Borkheide is back in Banjul“, kurz BIB.

Dahinter verbergen sich Bernd Laufenberg, Christiane Varrelmann und ein roter Nissan Interstar. Vier Wochen lang werden die Borkheider ab März mit dem Kleinbus unterwegs sein. Wie alle anderen Teilnehmer wollen sie den Nissan am Ziel versteigern. Der Erlös kommt dann verschiedenen Hilfsprojekten vor Ort zugute.

Spaß und spenden gleichzeitig

„Das ist eine super Kombination, von der jeder was hat“, sagt Bernd Laufenberg. Für die Rallye-Fahrer ist es ein Abenteuer, ein Roadtrip der Superlative. Und für die Dresden-Banjul-Organisation ist es eine groß angelegte Wohltätigkeitsaktion, bei der einiges an Spendengeldern für soziale Projekte zusammenkommt.

Schon vor Jahren hatte Bernd Laufenberg eine Dokumentation über die Rallye des Dresdner Vereins Breitengrad im Fernsehen gesehen. Er nahm sich fest vor, eines Tages selbst einmal mitzufahren. Trotzdem geriet die große Challenge erstmal wieder in Vergessenheit – bis im November 2018 das B2B Racig Team an den Start ging.

B2B stand für „Borkheide to Banjul“, für Marcel Mika und Frank Schubert. Die Rallye der beiden verfolgte Laufenberg ganz genau. Spätestens dann stand für ihn fest: Was die da machen, das will er auch.

Dresden-Dakar-Banjul: Zweimal im Jahr organisiert der Verein Breitengrad e.V. Rallyes von Deutschland nach Gambia. Quelle: Hannah Rüdiger

„Jetzt oder nie“

„Ich habe mir gesagt: Jetzt oder nie“, erzählt der 58-Jährige. Die Kinder sind aus dem Haus, gesundheitlich und beruflich ist alles in Ordnung. „Wer weiß, wie das in fünf Jahren aussieht“, habe er sich gedacht.

Seine Lebensgefährtin sagte ohne lange nachzudenken zu. Kopfüber stürzte sich das Paar in Vorbereitungen. Ausrüstung, Visa, Impfungen, Versicherungen: Bei einer einmonatigen Reise durch sieben Länder gibt es viel zu beachten und zu organisieren.

Rallye-Fahrzeug war ein Glücksgriff

Zuerst musste ein günstiger Gebrauchtwagen her, in dem es sich ein paar Wochen lang bequem aushalten lässt. Fündig wurden die beiden in Treuenbrietzen, wo ein roter Kleinbus samt „Zu verkaufen“-Schild am Straßenrand stand. Ein Glücksgriff: Für knapp 2000 Euro und ein paar Gewürze, die sie dem Verkäufer aus Marokko mitbringen sollen, konnten sie den Wagen mitnehmen.

Dann begann die Suche nach einem Hauptsponsor, die bis heute erfolglos blieb. Also sammelten Bernd Laufenberg und Christiane Varrelmann mit kleineren Aktionen Spenden, um zumindest eine der je 850 Euro teuren Startgebühren und die Kosten für den Bus zu decken. Die restlichen Reisekosten – voraussichtlich 2500 Euro pro Person – seien „privates Reisevergnügen“ erklärt Laufenberg. Dafür müsse niemand spenden.

Selbstgemachter Honiglikör gegen Spende

Auf dem Weihnachtsmarkt in Borkheide verkauften sie selbstgemachte Fruchtaufstriche, Honiglikör und Gebäck. Mit bemalten Blechtonnen warben sie auf dem Baum und Borke-Festival und bei einem Fußballspiel des SV90 Borkheide um Spenden.

Gegen fünf Euro durften sich Unterstützer sogar mit einer Unterschrift auf dem Nissan verewigen. Hinzu kamen kleinere Familientage und Feste, bei denen das BIB-Team sein Glück versuchte.

Eine Unterschrift gegen fünf Euro Spende: Auf dem Kleinbus von Bernd Laufenberg haben sich viele Unterstützer verewigt. Quelle: Hannah Rüdiger

Freunde und Nachbarn helfen mit

Viel Unterstützung habe es auch von Freunden und Nachbarn gegeben, erzählt Bernd Laufenberg. „Ich bin selbst nicht der größte Schrauber“, sagt er. Umso dankbarer sei er dem Rallye-Veteranen Marcel Mika, der ihm dabei geholfen hat, das Auto auf Vordermann zu bringen. Viele andere Bekannte hätten mit Sachspenden, Ausrüstung und kleineren Geldsummen dabei geholfen, den Traum von der Afrika-Rallye Stück für Stück zu verwirklichen.

Abenteuer ist das Paar eigentlich gewöhnt, etwa von ihrem 21-tägigen Motorradtrip durch Neuseeland. In Westafrika waren die Borkheider allerdings noch nie. „Das ist für uns beide Neuland“, erzählt Bernd Laufenberg. Sorgen mache er sich trotzdem keine. „Meine einzige Angst ist, dass das Auto nicht durchhält. Aber sicherer und mit mehr Spaß als bei der Rallye würde ich wohl nicht nach Gambia kommen.“

Mehr Infos zur Dresden-Dakar-Banjul-Rallye

Die Rallye für den guten Zweck führt durch sieben Länder über eine Strecke von rund 7000 Kilometern. Alle Autos werden am Ziel zugunsten von Hilfsprojekten versteigert. Der Dresdner Verein Breitengrad e.V. hat die Tour 2006 ins Leben gerufen.

Bernd Laufenberg und Christiane Varrelmann aus Borkheide fahren zum ersten Mal mit. Die Vorbereitungen und die Tour selbst dokumentieren sie auf Instagram unter dem Namen „belaubanjul“. Wenn Sie das Team mit Spenden unterstützen wollen, können Sie sich an per Mail an belaubanjul@web.de wenden.

Der Startschuss fällt am 7. März in Dresden. Mehr Infos zur Rallye gibt es unter www.rallye-dresden-dakar-banjul.com.

Von Hannah Rüdiger

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