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Brück Peta bleibt bei Kritik an „Titanen der Rennbahn“
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Peta bleibt bei Kritik an „Titanen der Rennbahn“
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13:12 28.06.2019
Zugleistungsprüfung bei vergangenen „Titanen der Rennbahn“ in Brück. Quelle: Peter Tendler
Brück

Trotz der vom Veranstalter und dem Veterinäramt des Landkreises zugesicherten Maßnahmen zum Wohl der Pferde, hält die Tierschutzorganisation Peta die Durchführung der „Titanen der Rennbahn“ am Wochenende in Brück für unverantwortlich. Das hat Peter Höffken, Fachleitung Peta-Kampagnenteam, am Freitag noch einmal deutlich gemacht.

Wie berichtet, hatten die Tierschützer in einem offenen Brief an das Veterinäramt gefordert, die Veranstaltung „wegen der enormen Hitzebelastung“ abzusagen.

>>> Mehr zum Thema: Tierschützer fordern Absage von „Titanen der Rennbahn

„Es handelt sich hierbei um eine Unterhaltungsveranstaltung, bei der das Wohl der Pferde rein aus finanziellen Interessen gefährdet wird“, sagt Peter Höffken. „Es stehen diverse Wagenrennen und Zugleistungsprüfungen auf dem Programm – beispielsweise werden Pferde mit druckvollen Mitteln dazu gebracht, eine ausgebremste Kutsche über einen Rasen zu ziehen.“

Das sei eine völlig sinnfreie Übung. Freiwillig würden Pferde nicht auf die Idee kommen, das zu tun – denn sie seien nicht dazu da, schwere Lasten zu ziehen, sagt Peter Höffken weiter. „Schon gar nicht für Showzwecke und bei 38 Grad. Bei diesen Extremtemperaturen gehören Pferde nur an einen Ort: auf eine grüne Wiese, wo sie Schattenplätze haben und ausruhen können.“ Alles andere sei der Tiergesundheit und dem Tierschutz abträglich.

Schutzmaßnahmen reichen nicht aus

Der Senior-Fachreferent verweist zudem auf eine Studie des kanadischen Veterinärs und Sportmediziners, Michael Lindinger, derzufolge Pferde bei hohen Temperaturen zehn Mal schneller erhitzen würden, als Menschen – und auch bei kürzeren Belastungen deutlich anfälliger für Hitzestress seien.

„Die beschriebenen Maßnahmen wie Dusch- und Schattenplätze sind eine Selbstverständlichkeit und keine besondere Tierschutzerrungenschaft, mit der sich die Veranstalter schmücken sollten“, sagt Peter Höffken weiter. „Diese Maßnahmen reichen nicht aus, um das Wohlergehen der Tiere zu garantieren.“

Rennen wie diese gehören fest zum Programm bei „Titanen der Rennbahn“. Quelle: Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück

Mit Blick auf künftige Veranstaltungen setze sich Peta grundsätzlich dafür ein, dass Tiere nicht zu Unterhaltungszwecken benutzt würden. „Pferde sind nicht dafür da, uns zu unterhalten“, macht Peter Höffken klar. „Unabhängig von den Wetterbedingungen rufen wir Tierfreunde daher dazu auf, solche Veranstaltungen zu meiden.“

Er wolle jedoch auch betonen, dass Peta das Veterinäramt Potsdam-Mittelmarks in der Vergangenheit bei verschiedenen Fällen als sehr engagiert für das Tierwohl erlebt habe. „Daher sind wir froh, dass Mitarbeiter von Beginn an vor Ort sein werden und auch bereits im Vorfeld bestimmte Maßnahmen zum Tierwohl ergriffen wurden.“

Amt und Veranstalter wollen Tierwohl gewährleisten

Er habe sich am Donnerstag länger telefonisch mit dem Veterinäramt ausgetauscht und auch am frühen Freitagmorgen schon mit den Mitarbeitern in Kontakt gestanden, schließt Peter Höffken.

Die Behörde hatte zügig auf den Brief der Tierschützer reagiert und am Donnerstag gemeinsam mit dem Veranstalter der „Titanen der Rennbahn“, dem Brücker Kaltblut Zucht- und Sportverein rund um Vereinschef Thomas Haseloff, Maßnahmen erarbeitet, um das Wohl der Tiere am gesamten Wochenende zu gewährleisten.

Wilder Westen ist Thema

Die Veranstaltung findet bereits in ihrer 18. Auflage statt und lockt regelmäßig Besucher aus nah und fern in die Titanen-Arena. Das übergeordnete Thema ist diesmal der Wilde Westen mit Showeinlagen von Cowboys und Indianern.

Von Josephine Mühln

Die bundesweite Tierschutzorganisation Peta hat in einem offenen Brief an das mittelmärkische Veterinäramt gefordert, die „Titanen der Rennbahn“ abzusagen. Die hohen Temperaturen seien eine Gefahr für die Pferde. Der Landkreis hat reagiert.

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