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Brück Wasserschaden in der Grundschule entdeckt
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Wasserschaden in der Grundschule entdeckt
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17:45 02.08.2018
In der Brücker Grundschule hat es einen Wasserschaden gegeben. Hausmeister Andreas Welsch zeigt die Ausmaße. Quelle: Andreas Koska
Brück

Die Tapete hängt in Fetzen herunter, Teile der Deckenabdeckung sind durchweicht, die Schülerschränke – alle aus Spanplatte – sind ausgeräumt, stehen offen, haben Wasser gezogen und sind kurz gesagt hinüber. Die Geräusche der Luft-Trockner sind im ganzen Gebäude zu hören.

„Zum Glück müssen die Wasserbehälter nicht ausgetauscht werden, die Feuchtigkeit wird direkt in den Abfluss geleitet“, sagt Hausmeister Andreas Welsch. Nur durch einen Zufall konnte ein noch größerer Schaden an der Grundschule Brück verhindert werden. Am 22. Juli sind Hausmeister Lothar Pohle ein aus der Schuleingangstür tretendes Wasserrinnsal und eine kleine Pfütze aufgefallen. Pohle war Urlaubsvertretung für Welsch im Einsatz. Als er die Schule daraufhin betrat, bemerkte er, dass der Speisesaal und die Flure unter Wasser standen.

Lose und undichte Wasserleitung war schuld

Die Ursache war schnell gefunden: Im ersten Obergeschoss war eine Leitung am Waschbecken in der Jungentoilette lose und undicht – und dort trat das Wasser aus. Lothar Pohle stellte sofort die Wasserzufuhr ab und alarmierte die Feuerwehr. Die Brücker Kameraden rückten an und pumpten das Nass ab.

Die notwendigen Gerätschaften dafür mussten über Privatpersonen besorgt werden, da sie im Gerätepark der Wehr nicht vorhanden sind. Dabei standen ihnen ein Nasssauger der in Brück ansässigen Fliesenleger-Firma Jens Hüther sowie einige Flachsaugpumpen zur Verfügung. Mit im Einsatz waren auch drei Schüler der Schule, die der Jugendwehr in Brück angehören.

In der Brücker Grundschule hat es einen Wasserschaden gegeben. Im ersten Obergeschoss war eine Leitung am Waschbecken in der Jungentoilette lose und undicht und dort trat das Wasser aus. Quelle: Andreas Koska

Das Wasser lief durch die Decke entlang der Leitungsschächte in den Speisesaal, der vorerst unbenutzbar ist. Der Feuerwehreinsatz dauerte rund drei Stunden, dann waren die Räume wieder ohne Wasser und begehbar. „Ich halte den Schaden für immens groß“, schätzt Bürgermeister Matthias Schimanowski ein. Der Stadtchef war sofort vor Ort. Er befürchtet, dass alle Schülerschränke unbrauchbar sind und erneuert werden müssen, da das Wasser in den Fluren etwa vier Zentimeter hoch stand.

Das Linoleum hatte sich ebenfalls schon gewölbt. „Wir dürfen die Gebäude trotz des geplanten Neubaus nicht vernachlässigen“, betont deshalb der Bürgermeister. Andreas Welsch hat Baupfusch vor 40 Jahren als eine der Schadensursachen festgemacht. „Das Gefälle in dem Sanitärraum stimmt nicht, statt in die Entwässerung neigt sich der Boden zur Tür“, hat Welsch bemerkt.

Auch der Fußboden muss nach dem Wasserschaden erneuert werden. Quelle: Andreas Koska

Ein Gutachter hat erst am 1. August den Schaden in Augenschein genommen. „Solange mussten wir mit der Vergabe der Reparaturarbeiten warten, die Firmen stehen in den Startlöchern“, sagt Hauptamtsleiter Lars Nissen auf MAZ-Anfrage. Erst wenn das Gutachten vorliegt, wird man den Schaden beziffern können.

Es müssen auf jeden Fall die Deckenelemente ausgetauscht werden, dazu muss der Fußboden, der zentimeterhoch unter Wasser stand, erneuert werden. Den Schaden trägt zwar die Versicherung, aber es muss schnell gearbeitet werden, denn am 18. August ist Einschulung. „Bis dahin sind wir fertig“, ist Lars Nissen überzeugt. Matthias Schimanowski dankte derweil der Feuerwehr für die Hilfe und lobte Hausmeister Pohle, der den Schaden entdeckt hat.

Mensa kann nicht mehr genutzt werden

Die Kinder, die die Ferienbetreuung in der Schule besuchen, müssen jetzt improvisieren. Die Mahlzeiten werden nicht mehr in der Mensa, sondern im Kreativraum gegenüber eingenommen. „Ab der kommenden Woche essen wir in der Oberschule“, sagte Carolin Hauer. Die Hort-Leiterin ist froh über das gute Wetter. „Wir haben uns bislang immer unten aufgehalten, jetzt können wir öfter ins Schwimmbad – morgens und nachmittags.“ Hauer und ihre Kolleginnen machen das Beste aus der Situation. „Hauptsache ist, dass zum Schulanfang alles in Ordnung ist“, sagt sie.

Von Andreas Koska

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