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Brück Festtafel im Pfarrhaus: Niemand ist Weihnachten allein
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Festtafel im Pfarrhaus: Niemand ist Weihnachten allein
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11:10 26.12.2019
Weihnachten im Golzower Pfarrhaus mit einer Tischgemeinschaft anlässlich der Einladung: „Niemand is(s)t Weihnachten allein“ mit Famulus Oliver Notzke (4. v. l.). Quelle: Petra Müller
Golzow

Es hat sich anscheinend noch nicht so ganz weit herumgesprochen, dass die Evangelische Gemeinde Golzow-Planebruch unter dem Motto „Keiner is(s)t an Weihnachten allein“ besonders Gemeindemitglieder und Einwohner, die Weihnachten allein verbringen müssen, am ersten Weihnachtstag ins Pfarrhaus zu einer Andacht und Tischgemeinschaft eingeladen hat. So war die Runde nur klein, die Famulus Oliver Notzke und seine Frau am Mittwochvormittag begrüßen konnten.

Der Tisch war weihnachtlich geschmückt und reichlich mit Käse, Brot, Wurst und Obst gedeckt. Einiges hatten die Besucher mitgebracht und anderes wurde von Fleischer Paul und der Bäckerei Heuer gespendet. Doch bevor gemeinsam gespeist und geplaudert wurde, lud der angehende Pfarrer die Besucher dazu ein, noch einmal die Botschaft von Weihnachten in sich aufzunehmen. Er las in Fortsetzung der Christmesse vom Vorabend Passagen aus der Weihnachtsgeschichte, sprach kurze Gebete und stimmte Weihnachtslieder an. Dabei wurden die Sänger am Klavier von Anja Wetzel, Organistin aus Michelsdorf, begleitet.

Oliver Notzke vor dem Pfarrhaus in Golzow. Quelle: Andreas Koska

Mit dabei waren auch Christel Mauldorf und ihr Mann und Rita Siebenschuh. Sie begrüßten die Initiative und haben die Einladung dankbar angenommen. Bei den Mauldorfs, die 9 Urenkel haben, kommt die ganze Familie dann am zweiten Feiertag zusammen. Auch Steffie Steinborn hatte sich mit ihrer Familie auf den Weg ins Pfarrhaus gemacht, um den Weihnachtsfeiertag gemeinsam dort zu verbringen.

Persönlicher Besuch an Weihnachten

Die Idee zu dieser Einladung entstand bereits im vorigen Jahr, als Oliver Notzke nach dem Gottesdienst am Heiligen Abend die Besucher in die Weihnachtsfeiertage verabschiedete und dabei erfuhr, dass einige Gemeindemitglieder aus verschiedenen Gründen den einen oder beide Festtage einsam verbringen werden. Für sie war dieses Angebot in erster Linie gedacht. Einige sind auch krank und können das Haus nicht verlassen. Ein Gemeindemitglied besucht der engagierte Kirchenvertreter deshalb am zweiten Weihnachtstag persönlich.

Weihnachten im Golzower Pfarrhaus: Patenonkel Michael Klenke (r.) bringt Geschenke vorbei. Quelle: Petra Müller

Oliver Notzke und seine Familie leben seit April 2019 in Golzow. Der 38-jährige Familienvater hat sich nach etlichen Jahren als Vertriebsleiter eines Wirtschaftsunternehmens und überstandener Krankheit noch einmal neu orientiert und erfüllt sich den Lebenstraum, Pfarrer zu werden. Fast 20 Jahre ist er bereits im Präsidium der Synode und im Kreiskirchenrat ehrenamtlich aktiv. So ist es nicht verwunderlich, dass er das Angebot annahm, berufsbegleitend Theologie zu studieren und gleichzeitig die Stelle des Pfarrers in der Kirchengemeinde Golzow-Planebruch, die zwei Jahre lang vakant war, als Famulus zu besetzen. Jetzt besucht er fünf Jahre lang zweimal wöchentlich die Universitäten in Heidelberg und Berlin und betreut in der anderen Zeit seine Gemeinde.

Neue Gemeindekirchenräte

Bereits in seinem ersten Jahr in Golzow hat Notzke gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat viele interessante Projekte umgesetzt. So wurden mit dem Erntedankgottesdienst in der Strohkirche in Damelang und einem Gottesdienst in Grüneiche neue Wege beschritten. Mit 30 Konfirmanden hat er im 30. Jahr des Mauerfalls das Stasigefängnis in Potsdam besucht und mit den jungen Leuten über die Erinnerungen ihrer Familien an den 9. November 1989 gesprochen.

Für 2020 gibt es schon Ideen, die die neuen Gemeindekirchenräte umsetzen wollen. Der angehende Pfarrer, der davon überzeugt ist, dass „Kirche mittenrein in den Ort gehört“, freut sich, dass mit der diesjährigen Wahl auch junge Leute Verantwortung für die Kirchengemeinde übernommen haben und so Angebote für alle Altersgruppen gemacht werden können.

Von Petra Müller

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