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Brück Zukunftstag: So vielseitig ist das Handwerk
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück Zukunftstag: So vielseitig ist das Handwerk
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17:57 28.03.2019
Daniel Gutschmidt ist Kfz- und Gerätemechatroniker und erklärt den Schülern in der Gerätewerkstatt, wie bei der LSTE Leitern geprüft werden. Quelle: Josephine Mühln
Borkheide

 Wie vielseitig und abwechslungsreich der Beruf eines Kfz-Mechatronikers sein kann, haben die Teilnehmer des Zukunftstages in der Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) in Borkheide erfahren.

Standortleiter Maurice Kuhnert hat neun Schülern am Donnerstag einen Einblick in den Arbeitsalltag vor Ort gegeben.

Erstmals wieder seit längerer Zeit hat sich die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz in Borkheide am Zukunftstag beteiligt. Neun Schüler haben einen Einblick in den Arbeitsalltag der Einrichtung bekommen und sich über die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker informiert.

„Bei uns hat nach längerer Pause erstmals wieder ein Zukunftstag stattgefunden“, sagt Maurice Kuhnert. „Wir wollen auf die Ausbildung in der Dienststelle aufmerksam und den Beruf bekannter machen.“

Bereits seit den 1990er-Jahren seien in Borkheide Kfz-Mechatroniker ausgebildet worden – bis diese Ausbildungsmöglichkeit für den öffentlichen Dienst nicht mehr bestanden habe, erläutert Kuhnert. „Wir sind deshalb froh, dass wir dieses Jahr wieder zwei Lehrstellen besetzen können – und mittlerweile müssen auch die Arbeitgeber für sich werben.“

Begeisterung für Technik und Handwerk sowie technisches Verständnis sollten Bewerber mitbringen. „Denn die Technik hat sich stetig weiter entwickelt und ist in der Vergangenheit anspruchsvoller geworden“, sagt Maurice Kuhnert weiter.

„Außerdem wünschen wir uns, dass die Auszubildenden sich mit ihrer Persönlichkeit einbringen und verstehen, dass wir an besonderen Fahrzeugen arbeiten, die zum Leben retten gedacht sind.“

Bewerbungsfrist noch mal verlängert

Die Bewerbungsfrist sei noch einmal verlängert worden – bis Ende April, sagt Kuhnert. „Die Bewerberlage ist überall schwierig und das macht sich erst recht bei körperlichen Berufen bemerkbar. Unser Vorteil ist meiner Meinung nach aber, dass wir vielseitig und speziell sind, einen sicheren Job im öffentlichen Dienst bieten und die Arbeit bei uns mit lebenslangem Lernen und Weiterbildungen verbunden ist.“

Egal ob die Überprüfung und Wartung von Atemschutzgeräten, die Wartung von Funk- und Messtechnik oder von Leitern und Feuerlöschern – all das und mehr passiert auf dem Gelände in der Karl-Marx-Straße. Der größte Teil des Zukunftstages war deshalb auch ganz der Praxis gewidmet.

753 geöffnete Türen

Zur Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz gehört neben dem Borkheider Standort auch die Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt sowie das Katastrophenschutzlager in Beeskow.

Am diesjährigen 17. Zukunftstag des Landes Brandenburg haben laut Bildungsministerium fast 7500 Schüler teilgenommen – und damit rund 1000 mehr als im vergangenen Jahr.

Insgesamt 753 Betriebe, Unternehmen, Hochschulen, Krankenhäuser, Behörden und andere Einrichtungen hatten ihre Türen geöffnet.

Der Zukunftstag wird mit 57.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Bildungsministerium betreut.

Zunächst ging es für die Schüler in die Atemschutzwerkstatt, wo Maurice Kuhnert die Funktionsweise der Atemschutzgeräte erklärte und die ausschließlich männlichen Teilnehmer testen konnten, wie schwer ein solches Gerät auf den Schultern wiegt.

Über die Funkwerkstatt führte der Weg zur größten Werkstatthalle, in der mehrere Rettungsfahrzeuge beispielsweise auf eine Reparatur, einen Reifenwechsel oder einen neuen Schriftzug warteten.

Selbst einmal Hand anlegen

So richtig selbst Hand anlegen durften die Schüler dann schließlich in der Gerätewerkstatt bei Daniel Gutschmidt. Der Kfz- und Gerätemechatroniker gehört seit 1994 zum Team der Borkheider LSTE.

Er ließ die Jugendlichen die Belastbarkeit von tragbaren Leitern überprüfen und Rettungs- sowie Arbeitsleinen auf schadhafte Stellen untersuchen.

Technik. die Menschen rettet

Die letzte Station war die Prüfwerkstatt für hydraulische Rettungsgeräte, die zum Beispiel benötigt werden, um eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugen zu befreien.

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Die Schüler haben die aktionsreichen Schnupperstunden überzeugt. „Es war sehr informativ“, resümiert Jonas Hartmann, der die Oberschule in Brück besucht. „Am besten war, dass wir so viel selber ausprobieren konnten“, ergänzt Mark Pirschel, der zusammen mit Jonas Mitglied der Brücker Jugendfeuerwehr ist.

Beide können sich ebenso wie Philip Kruschke vom Kleinmachnower Weinberg-Gymnasium vorstellen, ein Praktikum bei der LSTE zu absolvieren.

Von Josephine Mühln

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