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Potsdam-Mittelmark Bushidos Tor muss wieder her
Lokales Potsdam-Mittelmark Bushidos Tor muss wieder her
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12:55 12.04.2018
Bushido und Tor. Quelle: dpa, MAZ-Archiv
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Kleinmachnow

Radikale Rodungen, das abgerissene denkmalgeschützte Eingangstor und ein Brand im Dezember 2013 hatten bereits mehrfach für Aufregung im Zehlendorfer Damm gesorgt. Der Berliner Rapper Bushido steht im Visier der Behörden. Die Verwaltung bekundet, nichts gegen den als Skandalrapper bekannten Familienvater zu haben und diesem auch keine Steine in den Weg legen zu wollen. Natürlich müsse auch er sich an alle gesetzlichen Regelungen halten.

Deshalb sei er auch verpflichtet, das Eingangstor nach Beendigung der Baumaßnahmen wieder so herrichten zu lassen wie es war. Das sagte Bauamtschefin Barbara Neidel jüngst in der Sitzung des Bauausschusses. Einen konkreten Termin gebe es nicht. Bedenken von Ausschussmitgliedern, dass der Zeitraum für die Baumaßnahmen dehnbar sei und damit die Wiedererrichtung des Tores in weite Ferne oder sogar aus den Augen gerate, versuchte Neidel zu beruhigen: Wenn ein längerer Stillstand bei den Bauarbeiten zu beobachten sei, werde der Eigentümer von der Denkmalpflege auf Fortgang und Erledigung aufgefordert.

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Außerdem informierte Neidel darüber, dass man hinter den derzeit ausgehobenen Erdmassen auf dem Grundstück keine unlauteren Aktionen vermuten dürfe. "Es gab zwei alte Poolanlagen, die ausgehoben wurden, und jetzt wird der Bau einer Tiefgarage vorbereitet", erklärte die Bauamtschefin. Die Erdmassen würden wieder verbaut oder abgefahren, auch Bäume würden nicht beschädigt werden. "Es besteht kein Handlungsbedarf", meinte Neidel.

Zuletzt war das Bushido-Anwesen mit Bauplänen zweier großer Schwimmbecken im April dieses Jahres Thema im Bauausschuss gewesen. Da hatten sich die Gemeindevertreter der vorherigen Legislaturperiode mit zwei geplanten Schwimmbecken für das Rapper-Anwesen befassen müssen. Mit je einer Grundfläche von 75 Quadratmetern waren sie als zu groß befunden worden.

Der gebürtige Berliner Bushido hatte das etwa 16 000 Quadratmeter große Grundstück in Kleinmachnow 2011 erworben. Manche Bewohner waren durch die Neuansiedlung verunsichert worden, weil sie in deren Gefolgschaft Unannehmlichkeiten für den Gemeindefrieden in Kleinmachnow befürchteten.

Von Claudia Krause

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