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Potsdam-Mittelmark Das Brücker Plänchen bleibt ein Sorgenkind
Lokales Potsdam-Mittelmark Das Brücker Plänchen bleibt ein Sorgenkind
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20:05 09.01.2017
Die Brücker Stadtverordneten Matthias Schimanowski und Roland Hoffmann (rechts) helfen bei der Reinigung der Kleinen Plane. Quelle: Andreas Koska
Brück

Die ersten Aktivitäten zum Erhalt der Kleinen Plane in Brück waren erfolgreich. Dennoch bleibt das Flüsschen ein Sorgenkind für die Kommune. Sie muss dieses Jahr entscheiden, wie sie die regelmäßig nötig Pflege für den historischen Wasserlauf, der einst eine Mühle versorgte, gewährleistet.

Seitdem sich der Brücker Rentner Siegfried Tangnatz seit Jahren um das von der Plane abzweigende Bächlein gekümmerte hatte, wurde daraus ein Anziehungspunkt für Spaziergänger und Ausflügler. Aus Alters- und Gesundheitsgründen kann der fast 81 Jahre alte Tangnatz jedoch nicht mehr alle Pflegearbeiten erledigen. Zur Debatte stehen daher nun eine personelle Aufstockung des Bauhofes oder eine Vergabe der Pflegearbeiten an eine externe Firma.

Die Herbstmonate über waren Mitarbeiter des Bauhofes alle zwei Tage für eineinhalb Stunden vor Ort und beseitigten die Blätter nicht nur aus dem Bachlauf. Unterstützung mit Harke und Forke lieferten zudem die Stadtverordneten Matthias Schimanowski und Roland Hoffmann (beide Pro Brück). Im Spätsommer hatten zudem Schüler und Lehrer der an die Kleine Plane angrenzenden Oberschule bei einem Arbeitseinsatz wertvolle Hilfe geleistet. „Es muss jedoch regelmäßig nicht nur das Laub aus dem Plänchen geholt werden, sondern auch von der Böschungskante und Wegen entfernt werden, damit es nicht durch Wind wieder hereingeweht wird“, erläutert Michael Lenz. Er ist in der Amtsverwaltung Brück für Grünordnung zuständig.

Als Ehrenbürger gewürdigt

Die Kleine Plane wird von den Brückern liebevoll „Plänchen“ genannt. Sie ist eigentlich ein Kanal, der im Mittelalter von Zisterzienser-Mönchen angelegt worden ist.

Der künstliche Wasserlauf zweigt an der Zickenwiese in Brück-Trebitz von der Plane ab.

Auf einer Länge von circa einem Kilometer mäandert das Flüsschen parallel zum Europaradweg R 1 bis zu einem Teich in der Nähe des Naturbades Brück.

Für sein stetes Engagement um den Erhalt und die Pflege des Flüsschens ist Siegfried Tangnatz (80) zum Ehrenbürger der Stadt Brück ernannt worden.

Der rüstige Rentner harkte Pfade oberhalb des „Plänchens“, stellte am Ufer Bänke auf, baute kleine Brücken und eine Unterstand für Wanerer. Außerdem stellte er von den Brücker Schnitzern gefertigte Holzskulpturen auf.

So soll für den vor gut 500 Jahren von Zisterzienser-Mönchen angelegten Kanal der Wasserdurchlauf gesichert werden. Das Problem bleiben jedoch die niedrigen Wasserstände schon in der Plane, die zudem immer weiter sinken. Sie lagen im Oktober bei lediglich 70 Zentimetern. Als damals bei Brück-Trebitz des Wehr gezogen wurde, versiegte das Wasser in der Kleinen Plane schon weit bevor es den Teich am Sportplatz erreichen konnte. „Aufgrund der schwankenden Wasserstände in der Plane konnte der Durchfluss in der Kleinen Plane nicht gewährleistet werden“, teilte Michael Lenz mit.

Für dieses Jahr sei nun geplant, die Höhenverhältnisse der Kleine Plane und deren Gefälle zu erfassen. Eine Einengung an der Brücke der Silberbrückenstraße soll entfernt werden. Zudem ist die dauerhafte Pflege des Flüsschens zu gewährleisten. Ob die Kleine Plane eine dauerhafte Zukunft hat, müssen die Brücker Abgeordneten spätestens in drei Jahren entscheiden. Die zur Entnahme von Wasser aus der Plane notwendige wasserrechtliche Erlaubnis läuft am 30. Juni 2020 ab. Ein Antrag auf Verlängerung müsste spätestens ein halbes Jahr vorher gestellt werden. „Ob, wie und zu welchen Kosten die Genehmigung erteilt wird, kann noch nicht abgeschätzt werden“, teilte Michael Lenz den Abgeordneten bereits mit.

„Die Kleine Plane gibt es schon seit Jahrhunderten, deren Verlauf hat sich zu einer Art Stadtpark in Brück entwickelt und es gilt, dies alles zu erhalten“, sagt Matthias Schimanowski zu seinem Engagement bei regelmäßigen Arbeitseinsätzen. Diese ehrenamtliche Pflege könne jedoch kein Dauerzustand sein? Deshalb werde für den Haushalt 2017 eine zusätzliche Stelle beim Bauhof diskutiert.

Dieser soll sich dann auch um das Plänchen kümmern. Zudem pocht der Stadtverordnete darauf, die Wasserechte zu sichern. „Dafür ist es aber nötig, dass auch wirklich Wasser fließt“, sagt Matthias Schimanowski. Mit der Oberschule werde über ein Projekt gesprochen. „Vielleicht lassen sich die Schüler von meiner und vor allem der Begeisterung von Herrn Tangnatz dauerhaft anstecken“, sagt der Abgeordnete.

Von Andreas Koska

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