Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark „Der Ausblick ist eine Belohnung“
Lokales Potsdam-Mittelmark „Der Ausblick ist eine Belohnung“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:00 18.03.2013
Anzeige
ZIESAR

. Und die denken nicht im Traum daran, das langjährig zur Miete wohnende Rentnerpaar zu verunsichern. „Familie Stahl ist ein Glücksfall für dieses Haus. Sonst wäre längst der Verfall eingezogen“, sind sich die frisch gebackenen Eigentümer einig.

Für die Zukunft der Obergeschosse haben Senger und Sperling klare Vorstellungen. Dort bleibt es bei den drei vorhandenen Wohnungen, wo schon Generationen von Bahner-Familien ihr Zuhause hatten. Die Wohnungen sollen als erstes renoviert werden. Auch Mieter Klaus Stahl war einst Lokführer. Sein Arbeitsplatz stand vor der Haustür. Das ist lange her. Züge nach Görzke und Güsen fahren schon lange nicht mehr. Die Schienen sind demontiert. Das Erdgeschoss des fast 100-jährigen Empfangsgebäudes steht leer.

Anzeige

„Über die Nachnutzung der ehemaligen Wartehalle und der Gastwirtschaft ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, berichten die Eigentümer. „In diesen Räumen war jahrzehntelang Leben. Deshalb wäre es schön, wenn das Leben wieder zurückkehrt“, sagte Manfred Sperling der MAZ. Der Inhaber einer Berliner Fassadenreinigungsfirma steht auf Klinkerbauten und ist von Ziesars Bahnhofsgebäude begeistert: „Schon der Ausblick auf die freie Landschaft und die aufgehende Sonne ist eine Belohnung.“

Für 18 000 Euro hatten Michaela Senger und Manfred Sperling die Immobilie im Dezember 2012 bei einer Versteigerung des Auktionshauses Karhausen erworben. „Zur Geldanlage fürs Alter“, wie sie sagen. Wesentlich mehr wird wohl die nachfolgende Sanierung verschlingen.

Doch die neuen Besitzer wussten, worauf sie sich einlassen. Sie haben nicht nach Katalog geboten. Schon vor der Versteigerung haben die Kauffrau und der Firmenchef Ziesar besucht. Den Namen kannten sie früher nur von der Autobahn. Inzwischen haben sie die Burg besucht, sind über den Breiten Weg geschlendert. Den Bahnhof gewannen sie auf Anhieb lieb. „Ohne Gleise ist das Empfangsgebäude zur Stadtvilla geworden“, findet Michaela Senger.

Bis die neuen Besitzer für eine „behutsame Sanierung und Entwicklung“ des Gebäudes Hand anlegen können, wird noch etwas Zeit vergehen. Das Haus liegt zwar außerhalb des Sanierungsgebietes, steht aber unter Denkmalschutz. Im April wird es die erste Zusammenkunft mit der Kreis-Behörde geben. (Von Frank Bürstenbinder)

Potsdam-Mittelmark Nuthetaler entwickelten am Samstag Visionen und konkrete Projekte für ihre Gemeinde - Ein Bündnis für Pflege und radeln an der Nuthe
17.03.2013
Potsdam-Mittelmark Hustig: „Das Controlling wurde vernachlässigt“ - Experte soll Zweckverband prüfen
17.03.2013
Potsdam-Mittelmark Theresa Jakob und Jessica Naumke stärken als Nachwuchs gleich zwei Gemeinschaften in Alt Bork - Heute Landfrau und morgen „Dorfperle“
17.03.2013