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Potsdam-Mittelmark Der Duft von frischem Brot: Andrang beim Deetzer Backofenfest
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Duft von frischem Brot: Andrang beim Deetzer Backofenfest
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15:45 02.05.2018
Besucher beim Backofenfest in Deetz. Quelle: Christine Lummert
Deetz

Unter dem gerade aufgestellten Maibaum feiern – das gibt es in vielen Orten der Region. Die Deetzer gestalteten den Feiertag in ihrem Dorf allerdings ein bisschen anders. Anstelle des traditionellen Symbols versammeln sich alle Einwohner und deren Gäste am großen Backofen, der seit fünf Jahren dem Gemeinschaftssinn im Ort einen neuen Treffpunkt gegeben hat.

Georg Hamann mit einem Brotlaib frisch aus dem Deetzer Backofen. Quelle: Christine Lummert

„In der Walpurgisnacht haben wir zwar auch in den Mai gefeiert und getanzt, nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die Feuerwehr, die extra einen Tanzboden auf dem Festplatz ausgelegt hatte“, erklärte Chris Rappaport, der Vorsitzende des Deetzer Heimatvereins.

Am Nachmittag des 1. Mai ging es nach einer langen Nacht dagegen am gleichen Ort etwas ruhiger zu. Zwar waren wieder etwa 100 Menschen in die Alte Dorfstraße gekommen, diesmal aber vor allem die ältere Generation, um in gemütlicher Runde Kaffee und Kuchen zu genießen.

Mit etwa 40 Kuchen für das Fest haben die Deetzer Frauen ihre Backkünste bewiesen. Vor allem die Klassiker wie Käsekuchen und Bienenstich waren am schnellsten vom meterlangen Kuchenbuffet verschwunden.

Helga Kreysler schenkte frischen Holunderblütensaft aus. Quelle: Christine Lummert

Wer es herzhafter mochte, bestellte am Grill des Deetzer Sportvereins, wonach das Herz begehrte oder probierte eine leckere Schmalzstulle. Frischen Holunderblütensaft und selbst gemachte Marmelade aus Früchten des eigenen Obstgartens hatte zudem Helga Kreysler in zahlreichen Geschmacksrichtungen im Angebot.

Zügig gingen auch die kleinen Brotlaibe, die frisch aus dem Backofen kamen, über die Verkaufstheke. „Dafür arbeiten wir seit einigen Jahren mit der Götzer Bäckerei Fischer zusammen, die den Teig knetet und die Brote schon in einem ersten Backgang soweit vorbereitet, dass wir sie in unserem Ofen nur noch in knapp 15 Minuten fertigbacken müssen“, sagte Georg Hamann.

Er hatte seinerzeit mitgeholfen, den Backofen zu bauen. „Die Idee zum Backofenfest existierte bereits, bevor unser Ziegelsteinbackofen überhaupt fertiggestellt war“, erklärte Fischer weiter. Zu den ersten beiden Backofen-Festen wurde deshalb die mobile Variante aus Trechwitz ausgeliehen.

Deetzer sind Backexperten geworden

Inzwischen sind die Deetzer selbst zu Experten geworden. Genug Übung hat die Backgruppe, die unter dem Dach des Heimatvereins organisiert ist. „Mitmachen kann aber jeder, der Interesse hat“, versicherte Hamann.

Zumal der Ofen von Mai bis August an jedem ersten Samstag im Monat angefeuert wird. Dann darf jeder Deetzer vorbeibringen, was gebacken werden soll. Vom Kuchen bis zum Wildschweinbraten war schon alles dabei. „Besonders beliebt ist Pizza, aber die kommt meist nicht weit“, erklärte Hamann schmunzelnd.

Der Deetzer Dorfbackofen erfreut sich nämlich besonders an Backtagen großer Beliebtheit und wer vorbeikommt, möchte natürlich auch etwas Heißes probieren, was dann gerade so vom Backschieber gerutscht ist.

Von Christine Lummert

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