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Potsdam-Mittelmark Der Radtourismus wird immer wichtiger
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Radtourismus wird immer wichtiger
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18:12 13.07.2017
Radwart Hannes Niendorf (links) und Treuenbrietzener Bürgermeister Michael Knape haben den neu gebauten Abschnitt der Radstrecke schon getestet und für gut befunden. Quelle: Christin Iffert
Treuenbrietzen

Radfahrer haben auf der Radfernroute „Tour Brandenburg“ zwischen Treuenbrietzen und Lüdendorf künftig bessere Bedingungen. Ein weiterer Bauabschnitt der Route 4, die Städte mit historischen Stadtkernen verbindet, ist abgeschlossen. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark bewilligte dazu 100 000 Euro Fördermittel.

Der Ausbau ist Teil des Radwegekonzeptes. „Das Netz im Kreis ist gut – die Strecken insgesamt gut befahrbar. Um so auffälliger, wenn das Angebot stellenweise Einschränkungen hat“, erklärt Helga Brandt, die in der Kreisverwaltung für die Entwicklung der touristischen Radwege zuständig ist. Fahrradfahrer, vor allem Touristen, könne man jedoch besser zum Abzweigen bewegen, wenn die Wege intakt seien.

Betonspuren statt Asphalt sorgen für weniger Unterhaltungskosten

Insgesamt 750 Meter der Trasse wurden deshalb bereits im vergangenen Jahr ausgebaut, die kurz hinter dem Ortsausgang Treuenbrietzen in der Neuen Hufenstraße beginnt und bis zum Abzweig Reichelmsteich reichen. Nun sind noch einmal rund 800 Meter Radstrecke direkt angeschlossen worden und reichen bis Höhe Selterhof. Drei Monate haben die Arbeiten des zweiten Teilstücks beansprucht. Statt auf Asphalt fiel die Wahl auf Betonplatten, um die Unterhaltungskosten zu minimieren. Die Platten haben ein wenig Spiel und halten dadurch unterschiedlichen Witterungsverhältnissen besser stand, heißt es. Da die beiden Betonspuren auf dem Waldweg beispielsweise auch durch Holztransporter oder das ein oder andere Auto genutzt werden, müssen sie zudem langfristig eine hohe Traglast aushalten. Gleichzeitig drücken sich Wurzeln nach oben – Asphalt wäre aufgebrochen.

Beendet sind die Bauarbeiten damit aber noch nicht. Rund 1,6 Kilometer fehlen, die bis zur Kreisgrenze führen. „Es wäre natürlich schön, wenn wir das letzte Stück in einem Rutsch durchziehen“, sagt Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Bestenfalls erfolgen die Arbeiten daran schon im kommenden Jahr. Einzig für die Anbindung vom Johanniter-Krankenhaus bis zum bereits fertig gestellten Weg am Ortsausgang sei noch Geduld nötig, denn dort müssen derzeit noch schwere Baulaster entlangfahren.

Landkreis sucht nach weiteren Fördermöglichkeiten

Angewiesen ist die Stadt auf Fördermittel vom Landkreis. Die Zusammenarbeit hat bisher sehr gut funktioniert. Gespräche zur weiteren Finanzierung laufen. „Noch suchen wir nach Geld. Wir werden den Ausbau des Weges aber in jedem Falle unterstützen“, signalisiert Helga Brandt.

Die Tour Brandenburg

Auf 1111 Kilometer zeigt Brandenburg auf der „Tour Brandenburg“ seine Vielfalt.

Der Radweg führt rund um Berlin und durch das ganze Land Brandenburg. Es ist der längste Radfernweg Deutschlands.

Die Route 4 der „Tour Brandenburg“ verbindet 31 Städte mit historischem Stadtkern – unter anderem Treuenbrietzen.

Gleichzeitig können Radfahrer elf Naturparks, drei Biosphärenreservate und einen Nationalpark erkunden.

Wer eine Erfrischung braucht, fährt an Brandenburgs Flüssen und Seen vorbei.

In Potsdam-Mittelmark führt der Radfernweg unter anderem über Treuenbrietzen und Bad Belzig nach Lehnin, über Damsdorf, Trechwitz und Götz.

Die Route, die von Treuenbrietzen aus in Richtung Frohnsdorf führt, ist eine Alltagsstrecke – unter anderem für Schüler. „Sie führt durch eines der schönsten Naturschutzgebiete“, schwärmt Knape. Links und rechts ist der Weg von unberührter Natur im Nieplitztal gesäumt. Wichtig sei die Piste ebenfalls für Touristen oder Besucher des Johanniter-Krankenhauses. Zwei Nordic-Walking-Routen führen zum Beispiel ein Stück weit über die Strecke. Durch die Aussparung zwischen den beiden Betonspuren haben Walker die Wahl zwischen dem harten und dem weicheren Untergrund.

Verbindung zwischen Europaradweg und Fläming Skate

Hannes Niendorf, der Rad- und Wanderwegewart der Sabinchen-stadt, betont indes die Bedeutung der Querverbindung zwischen dem Europaradweg R 1, der über Bad Belzig in Richtung Berlin verläuft und dem Rundkurs „Fläming-Skate“ im Nachbarkreis Teltow-Fläming. Sie schaffe für Touristen ein wichtiges Angebot. Er fährt Radwege selbst gelegentlich ab, um die Qualität zu testen und Probleme aufzunehmen, berichtet er.
„Der Radtourismus nimmt stetig zu, da müssen die Bedingungen stimmen“, sagt Knape. Weil das Radfahren insgesamt immer stärker in den Fokus rückt, ist die Stadt Treuenbrietzen gar Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Freundliche Kommunen des Landes Brandenburg. „Dort sammeln wir wertvolle Erfahrungen, etwa, wie andere mit dem Thema umgehen“, erklärt Hannes Niendorf.

Auf dem Weg zwischen Treuenbrietzen und Lüdendorf darf indes keine Radrennstrecke erwartet werden. „Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass Radwege so glatt wie Autobahnen sind.“ Rennfahrer nutzen letztlich ohnehin keinen Waldweg. Vielmehr ist der Radweg etwas für jene, die in die Natur eintauchen wollen – wahlweise auch mit einem Besuch an den angrenzenden Forellenteichen. Die sollte laut Empfehlung von Michael Knape nämlich jeder mal gesehen haben.

Von Christin Iffert

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