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Potsdam-Mittelmark Der „Schenkraum“ hat sich gut etabliert
Lokales Potsdam-Mittelmark Der „Schenkraum“ hat sich gut etabliert
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18:33 25.06.2018
Mary-Doreen Korn hilft beim "Schenkraum" in Borne.
Mary-Doreen Korn hilft beim "Schenkraum" in Borne. Quelle: privat
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Borne

Die ehrenamtliche Initiative „Schenkraum Fläming“ ist vor einem Jahr von Wiesenburg nach Borne gezogen. Mitarbeiterin Mary-Doreen Korn berichtet, was sich in den vergangenen Monaten getan hat und mit welchen Herausforderungen das „Schenkraum“-Team zu kämpfen hat.

Frau Korn, von welchen Fortschritten seit der Neueröffnung des „Schenkraums“ können Sie berichten?

Mary-Doreen Korn: Seit der Neueröffnung in Borne wurden die Räumlichkeiten fertig saniert und das Team hat es geschafft, den „Schenkraum“ gut im Dorf zu etablieren. Der obere Raum wurde komplett gestrichen und die Öfen wurden instand gesetzt. Dadurch konnten wir auch im Winter öffnen.

Wie wird das Angebot angenommen?

Sehr gut. An jedem Wochenende besuchen uns zwischen 50 und 150 Menschen jeder Herkunft.

Welche Anfangsschwierigkeiten mussten Sie meistern?

Neben der Instandsetzung der Räumlichkeiten waren weitere Schwierigkeiten die Werbung und die Öffentlichkeitsarbeit – damit die Nutzer uns auch wieder finden konnten. Und das Erstellen einer aussagekräftigen Internetseite war natürlich mit Kosten verbunden.

Wie groß ist das „Schenkraum“-Team aktuell?

Wir haben neun feste Teammitglieder – alles Ehrenamtler – und an jedem Wochenende einige Besucher, die uns fleißig unterstützen

Wie ist es um die finanzielle Unterstützung der Initiative bestellt?

Die Spenden decken unsere Kosten gerade so – wir starten immer wieder Aufrufe.

Welche Sachspenden braucht der „Schenkraum“ aktuell und wovon haben Sie zu viel?

Kleidung ist derzeit sehr viel vorhanden, ebenso wie Haushalswaren. Gefragt sind immer wieder gute Kinder- und Teenagerbekleidung, Schlafsäcke und jetzt natürlich Sommerbekleidung.

Welche Sachen nehmen Sie nicht mehr an?

Nicht mehr tragbare und kaputte Kleidung sowie defekte Waren. Elektroartikel nehmen wir auch nur eingeschränkt an, weil wir sie auf eigene Kosten entsorgen müssen, wenn sie nicht rausgehen.

Welche Spenden sind bei den Nutzern des „Schenkraums“ besonders begehrt und was liegt erfahrungsgemäß länger?

Kleidung, Spielzeug, Dekoartikel und Haushaltswaren gehen immer gut raus. Ladenhüter sind zum Beispiel Kindersitze fürs Auto und diverser Kleinkram.

Worauf sollte man achten, wenn man selbst etwas spenden will?

Dinge die gespendet werden, sollten unbedingt sauber und voll funktionsfähig sein. Man sollte nur abgeben, was man selbst auch gerne noch mitnehmen und nutzen würde.

Mit welchen Herausforderungen hat der „Schenkraum“ aktuell besonders zu kämpfen?

Derzeit streben wir noch an, dass der untere Raum mit einer hellen Farbe gestrichen wird – um nicht immer auf zusätzliches Licht angewiesen zu sein. Auch das Heizmaterial für den Winter muss jetzt schon wieder rangeschafft werden. Und natürlich ist es auch immer eine Herausforderung, die monatlichen laufenden zu decken.

Von Josephine Mühln