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Potsdam-Mittelmark Brück tritt Genossenschaft bei
Lokales Potsdam-Mittelmark Brück tritt Genossenschaft bei
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19:47 11.10.2014
Energieträger Holzhackschnitzel
Energieträger Holzhackschnitzel Quelle: Bernd Settnik
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Die Stadt Brück tritt der Genossenschaft „Baitzer Heizer“ bei. Das beschlossen die Stadtverordneten am Donnerstagabend. Damit wird gewährleistet, dass auch das kommunale Gemeindehaus im Dorf an das künftige Nahwärmenetz angeschlossen werden kann. Dieses will die Genossenschaft nächstes Jahr aufbauen und bis zum Winter in Betrieb nehmen. 26 von 67 Haushalten hätten für ihren Anschluss inzwischen Interesse angemeldet, sagte Dietmar Bölke vom Vorstand der Genossenschaft kürzlich im Ausschuss für Infrastruktur und Stadtentwicklung.

Damit ließe sich das mit Kosten von rund 830.000 Euro kalkulierte und umfangreich geförderte Projekt wirtschaftlich gestalten. Von Landesbehörden zugesagt sei nun auch der Anschluss der im ehemaligen Dorfgasthaus angesiedelten Naturschutzstation. Sie ist einer der größten Wärmeabnehmer im Dorf und daher wichtig für das Gemeinschaftsprojekt der Bürger.

Wie berichtet, plant die im Juli gegründete Genossenschaft den Bau eines mit Holzhackschnitzeln betriebenen Heizwerkes sowie eines Wärme-Rohrnetzes zu den Häusern im Ort. Dafür müssen Anschließer einen Genossenschaftsbeitrag von einmalig 1500 Euro und mindestens rund 3500 Euro Baukostenzuschuss zahlen. So auch die Stadt Brück. „Jedoch ist auch unsere Heizung im Gemeindehaus ohnehin erneuert werden“, sagte Christian Großmann vor den Abgeordneten. „Zudem sollte die Kommune das Bürgerprojekt zur alternativen Energieversorgung unterstützen“, so der Amtsdirektor.

Daher beschlossen die Stadtverordnete zudem den Verkauf eines kommunalen Grundstückes von 1370 Quadratmetern Größe an die Genossenschaft. Am Ortsrand von Baitz soll darauf das Heizhaus entstehen. Die Stadt erhält für die bislang zum Preis von 30 Euro pro Jahr als Weideland verpachtete Fläche nun einmalig 10.000 Euro. Christian Großmann fürchtet aber nach jüngsten Gesprächen mit dem Landkreis, dass der Zeitplan der Genossenschaft ins Wanken geraten könnte.

Derzeit sei die Rede davon, dass sich der Ausbau der Kreisstraße im Ort um ein Jahr verzögern werde. „2016 ist für die Genossenschaft aber zu spät, die mit dem Straßenbau ihre Leitungen verlegen wollte“, so der Amtschef: „Wir sollten uns dafür einsetzen, dass nächstes Jahr gebaut wird, sonst springen der Genossenschaft womöglich Interessenten für den Anschluss ab.“

Von Thomas Wachs

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