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Potsdam-Mittelmark Die unterschätzte Kunst
Lokales Potsdam-Mittelmark Die unterschätzte Kunst
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14:30 07.02.2013
BRANDENBURG/H.

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„Das ist schon die 54. Ausstellung in diesen Räumen“, erklärt Christian Kneisel, Intendant des Brandenburger Theaters. Er spricht auch die spezielle Thematik der Ausstellung an. „Wenn man sich etwas intensiver mit Kunst beschäftigt, dann fällt auf, dass es eine große Diskrepanz zwischen der Förderung und der Wertschätzung männlicher und weiblicher Kunstschaffenden gibt“, sagt Kneisel. Um das zu ändern solle „diese Ausstellung nur der Beginn eines besonderen Jahres“ sein. In den kommenden Monaten stehe die Kunsthalle „ganz im Zeichen der weiblichen Kunst“.

Diese Worte erfreuen vor allem Uta Koch-Götze. Die Kuratorin der Galerie Futura in Berlin legt Wert auf die Gleichberechtigung der Frau in der Kunst. Deshalb bringt sie diese Ausstellung nach Brandenburg. „Ich werde immer wieder gefragt, warum ich mich so auf Künstlerinnen konzentriere“, berichtet sie. Dabei sei die Antwort ganz einfach: „Weil Frauen in der Kunst so viel Missachtung und Demütigungen ertragen mussten und auch heute teilweise noch ertragen müssen, sodass so eine Ausstellung eigentlich nötig ist.“

Man muss sich Zeit nehmen und einlassen auf die Werke, die dann auf den Betrachter wirken. Der steht dann vor ihnen: Den düsteren Acrylmalereien von Karin Christiansen, deren Werke sich mit dem Thema „Kinder und Krieg“ beschäftigen; den erinnerungsgetränkten Matratzen von verstorbenen Persönlichkeiten, in Szene gesetzt von der Südkoreanerin Jinram Kim; den Fotos von Corinna Rosteck, die sich in unvergleichlicher Art und Weise mit Tänzern und den Bewegungen im Wasser auseinander setzen.

Und dem Video von Raha Rastifard und Mehran Tizkar, in dem die Künstlerin minutenlang beim Weinen gefilmt wird. Gerade dieser Szene können sich viele Besucher der Ausstellung wohl kaum entziehen.

„Für mich stehen diese Tränen für das Leiden in der Welt“, sagt Raha Rastifard. Die junge Iranerin lässt aber auch andere Interpretationen ihres Werkes zu. „Man kann ja auch vor Glück weinen. Was die Tränen am Ende bedeuten, muss jeder Betrachter für sich selbst entscheiden. Das Video ist ja auch nur ein kleiner Denkanstoß.“

Musikalisch untermalt wird die Vernissage von Amy Green und Ellen Hüningen vom Vocalensemble Vox Nostra. Ohne Instrumente intonieren die beiden Damen stimmgewaltig klassische Gesänge aus dem 12. Jahrhundert und unterstützen damit die emotionsgeladene Wirkung der ausgestellten Exponate. „Genau deshalb habe ich diese Musik ausgesucht“, sagt Uta Koch-Götze. „Ich hoffe nur, dass die Besucher dieses Gefühl teilen.“

Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. März in der Kunsthalle Brennabor in der Geschwister-Scholl-Straße 10-13 in Brandenburg an der Havel. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 13 bis 19 Uhr. (Von Odin Tietsche)

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