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Potsdam-Mittelmark Digitale Nomaden planen das „Cocolab“
Lokales Potsdam-Mittelmark Digitale Nomaden planen das „Cocolab“
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11:55 25.10.2018
Der Coworking-Space „Coconat“ will expandieren und eine moderne Werkstatt errichten. Quelle: Nadja Bülow
Görzke

Bezahlbar und für alle nutzbar soll der am Wiesenburger Bahnhof geplante 9-Loch-Golfplatz sein, der 2020 in Betrieb gehen soll. Das Projekt wurde bei einer Arbeitsgruppe der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel (LAG) im Handwerkerhof Görzke vorgestellt.

Es ist eines von insgesamt 46 eingereichten Projekten, die sich um die europäische Leader-Förderung bewerben und insgesamt ein Fördervolumen von zehn Millionen Euro haben. Für das jetzt anstehende achte Auswahlverfahren stehen jedoch nur drei Millionen Euro zur Verfügung. „Daran sieht man, dass nicht alle gefördert werden können“, sagte der LAG-Geschäftsführer Heiko Bansen.

Golfplatz will mit guter Anbindung punkten

Jan Johannsen und Robin Weber wollen rund 400 000 Euro in den Golfplatz in Wiesenburg investieren, ein Viertel davon erhoffen sie sich als Förderung zu erhalten. Zwischen Bahnhof und Schlosspark soll die naturnahe, bei Erhaltung der Biotope neun Hektar große Anlage entstehen. „Der Golfplatz ist kein kommerzielles Projekt“, sagte Jan Johannsen bei der Vorstellung.

Eine Runde soll 15 Euro kosten. Eine Jahresmitgliedschaft liegt bei 200 Euro – das wäre für eine komplette Golfanlage und verglichen mit der Konkurrenz ein unschlagbar günstiger Preis. Die Anlage soll von Februar bis November an drei bis vier Tagen in der Woche öffnen.

Die Betreiber rechnen im Durchschnitt mit 60 Gästen täglich und bauen sowohl auf die günstige Erreichbarkeit mit der Bahn als auch auf Kooperationspartner in der Umgebung. Zum einen wären das die Bahnhofsbetreiber. Dort soll Indoor-Golf möglich sein und im Keller eine Schwarzlicht-Golf-Bahn entstehen. Dazu soll es eine Modellfahrzeug-Erlebniswelt geben.

Coconat will expandieren

„Auf dem Gelände wollen wir zudem einen Skulpturenpark errichten und damit eine Verbindung zum Kunstwanderweg schaffen“, sagte Johannsen. Die Ideen sind also vielfältig. Ein weiterer Partner sollen das Coconat-Kollektiv aus Klein Glien und Architekt Steffen Schindler werden. Coconat will sich demnach in den Nebengebäuden des Gutshauses Werkstätten einrichten.

Dort könnten 3-D-Drucker, eine Tischlerei, eine Nähstube, eine Töpferei und eine Siebdruckerei entstehen. Rund 77 000 Euro soll der Ausbau kosten und Cocolab heißen. „Von der Kopfarbeit zum Hände-Werk“ lautet hier das Motto.

Wer bewirbt sich um eine Förderung?

14 weitere Projekte aus dem Hohen Fläming haben sich um einen Zuschuss beworben – sechs aus Wiesenburg, fünf aus Brück, vier aus Ziesar und zwei aus Bad Belzig.

Darunter die Hüllensanierung des Dorfgemeinschaftshauses in der alten Schule in Hohenlobbese und des Il-18 Flugzeugs in Borkheide. Auch das Mehrgenerationenzentrum in Oberjünne und das Multifunktionszentrum Borkwalde hoffen auf Förderung.

Auf der Burg Eisenhardt sollen die Galerie und der Festsaal verbunden werden, auf dem Flugplatz in Damelang soll die Startbahn gepflastert werden, ein Musikzentrum in Görzke entstehen, der Sportplatz in Ziesar und die Schulsportanlage in Borkheide erneuert und verändert werden, die Schlamauer Straße in Wiesenburg ausgebaut und das im Volksmund "Rote Villa" genannte historische, denkmalgeschützte Gebäude im Wiesenburger Zentrum saniert werden.

Schindler will in dem ehemaligen Bahnbedienstetenhaus am Wiesenburger Bahnhof Ferienwohnungen einrichten. „Ich habe mich in das Haus auf der Durchfahrt verliebt“, sagte der Berliner. Im Erdgeschoss sollen die Räume für Mobilitäts- und Sehbehinderte nutzbar sein. „Es wird ein Fühlsystem geben“, sagte Schindlers Partnerin Ramona Lemnitz.

Insgesamt 46 Projekte bewerben sich um Geld

„Probleme sehen wir noch beim Denkmalschutz. Wenn wir uns nicht einigen, könnte das das Todesurteil für das Haus bedeuten“, sagt Schindler.

Die weiteren 29 Projekte aus der Havel- und der Nuthe-Nieplitz-Region werden in zwei weiteren Arbeitsgruppentreffen vorgestellt: am Donnerstag, 25. Oktober, um 16 Uhr auf dem Jacobs-Hof in Schäpe und am Donnerstag, 1. November, um 16 Uhr im Bürgerhaus Schmerzke.

Von Andreas Koska

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