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Potsdam-Mittelmark Diskussion um Feuerwehr-Neubau geht weiter
Lokales Potsdam-Mittelmark Diskussion um Feuerwehr-Neubau geht weiter
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16:14 01.03.2018
Die alte Wache in der Niemöller Straße ist zu klein.
Die alte Wache in der Niemöller Straße ist zu klein. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Die Standortfrage für die neue Feuerwache von Bad Belzig entwickelt sich zum Hauptgesprächsthema in der Stadt. Bauamtsleiter Christoph Grund hat in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses jedoch keine Hoffnung auf alternative Flächen gemacht. Mit Blick auf die für den 28. November anberaumte Anwohnerversammlung bemerkte er zudem: „Wir erwarten keine positiven Reaktionen.“

Das in Rede stehende Areal auf dem Rollberg an der Brücker Landstraße würde zwar genügend Platz für die Feuerwache bieten, jedoch keinen Spielraum für eventuelle Erweiterungen zulassen. „Wenn der Rettungsdienst mit will, dann wird es dort eng“, ergänzte Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) über eine mögliche Kooperation mit dem Landkreis, der den Neubau seiner Rettungswache plant.

Das Rollberg-Grundstück ist nach Christoph Grunds Aussage außerdem nicht im Eigentum der Stadt. Ein Kauf würde für den ohnehin bereits nahezu 4,2 Millionen Euro teuren Feuerwehrneubau zusätzliche Kosten bedeuten, die nicht abzusehen sind.

„Wir wissen nicht, was unter der Erde liegt“, so der Baumamtsleiter mit Blick auf die Vergangenheit der Fläche. Nach Kriegsende wurden die unterirdischen Anlagen des dort existierenden Verstärkeramtes gesprengt. Die unklaren Bodenverhältnisse haben seitdem zu keiner Bebauung geführt.

Der seitens der Kommune favorisierte Neubau der Feuerwehr auf dem Turnplatz an der Brandenburger Straße erhitzt immer mehr die Gemüter. Auch Hans Joachim Brauer hat sich zu diesem Thema an die MAZ gewandt. „Die Stadt würde ihren einzigen, großen Festplatz einbüßen. Wo sollten dann Zirkus, Rummel oder ähnliches gastieren?“, fragt Brauer.

„Man weiß, dass die Feuerwehr anständig untergebracht werden muss. An der Brücker Landstraße gibt es die Ruinen des ehemaligen Saatgut-Betriebes, mit dem entsprechenden Außengelände. Auch ist ein Anschluss an die Bundesstraßen B 246 und B 201 vorhanden.“ Am Verkehrsanschluss, um die Stadtteile und umliegende Gemeinden zu erreichen, würde es also nicht mangeln, sagt Brauer weiter. „Auch das nebenan gelegene Gewerbegebiet gilt als erschlossen. Somit dürfte es keine Probleme mit Wasser, Abwasser und Energie geben. Eventuell lassen sich, nach entsprechender Reparatur, die vorhandenen Anschlüsse nutzen.“ Hauptproblem sei dort eher der Abriss noch stehender Gebäude.

Von Christiane Sommer