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Potsdam-Mittelmark Dispute beim Einbau
Lokales Potsdam-Mittelmark Dispute beim Einbau
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20:08 04.02.2014
Umrüstung: Viele Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst müssen mit Digitalfunk ausgestattet werden.
Umrüstung: Viele Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst müssen mit Digitalfunk ausgestattet werden. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Mittelmark

Der Einbau neuer Kommunikationstechnik in Feuerwehrautos und Rettungswagen steht unmittelbar bevor. Den Anfang machen ab Anfang März die 55 Einsatzfahrzeuge der Stadt Brandenburg mit ihren Ortsteilen. Im Haushalt stehen dafür 70 000 Euro bereit. Die Aktion ist Teil der landesweiten Umstellung auf den digitalen Funkverkehr. Für eine Eingewöhnungsphase verbleiben die analogen Funkanlagen in den Autos. „Es gibt einen Zeitplan, wann welche Fahrzeuge an der Reihe sind. Ich bleibe optimistisch, dass parallel mit dem Ende der Technikumstellung im Juli auch die Leitstelle digital funken kann“, sagte Detlef Wolf, städtischer Amtsleiter Feuerwehr und Rettungswesen, der MAZ.

Für die Kameraden an der Basis sind dagegen einige Fragen offen. Der Einbau selbst zum Beispiel. Dort, wo jetzt noch die analogen Geräte installiert sind, ist kein Platz. In der Regel unter den Sitzen oder hinter dem Armaturenbrett. Deshalb ist für jedes Fahrzeug eine Basisplatte aus Metall vorgesehen, auf der die Sendeeinheit samt Anschlusskabel vormontiert ist. „Doch wohin mit der Platte“, fragt sich zum Beispiel Beetzsee-Amtswehrführer Jan Lehnhardt. „Wir beschaffen moderne Fahrzeuge für 300 000 Euro und müssen dann mit solchen fragwürdigen Lösungen leben“, monierte Lehnhardt bei der jüngsten Sitzung des Brandausschusses im Amt Beetzsee. Ziesars oberster Feuerwehrmann Manfred Neumann sieht die Sache ebenso kritisch: „Schön ist das alles nicht.“

Potsdam-Mittelmarks Kreisbrandmeister Herbert Baier versteht den Unmut nur bedingt. „Mit jedem Träger des Brandschutzes werden vor der Installation Einbaugespräche geführt. Dort wird festgelegt, wo sich ein geeigneter Platz für jeden Fahrzeugtyp befindet. Die Bedienung bleibt natürlich vorn“, so Baier. In anderen Kreisen, wie Elbe-Elster, hätte der Einbau zu keinen Problemen geführt.

Die Feuerwehren des Amtes Beetzsee werden in der Leitstelle der Brandenburger Berufsfeuerwehr ihre neue Technik erhalten. Dafür sorgen Dienstleister, die im Rahmen der landesweiten Technikausschreibung tätig sind. Die anderen Einbaustandorte für rund 450 mittelmärkische Feuerwehrautos sind Werder, Beelitz-Heilstätten, Treuenbrietzen, Golzow und Ziesar. Die Einbauplatten sind nicht als Provisorium gedacht. Auch nach dem späteren Ausbau der Analoggeräte verbleiben sie auf ihrem Platz. Kreisbrandmeister Baier ist auch der Diskussion um Zubehörteile, wie Kartenlesegeräte und USB-Kabel, entgegengetreten. Diese waren nicht Bestandteil der Ausschreibung und könnten nachträglich die Kosten für die Träger des Brandschutzes erhöhen. Laut Baier sei dieses Zubehör für den Betrieb des Digitalfunks nicht zwingend notwendig.

Von Frank Bürstenbinder

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