Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Dritte Quelle sprudelt frisch
Lokales Potsdam-Mittelmark Dritte Quelle sprudelt frisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:50 19.02.2014
Bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Brunnens. Quelle: Privat
Anzeige
Wiesenburg

Ein dritter Brunnen am Wiesenburger Wasserwerk fördert jetzt das nasse Element für die rund 3300 ans lokale Netz angeschlossenen Einwohner. „Alle behördlichen Wasseranalysen waren in Ordnung“, sagte Peter Gronemeier jetzt während der Inbetriebnahme des Bauwerkes, für das 100.000 Euro investiert worden sind. Der Betriebsleiter des Wasserversorgungsverbandes „Hoher Fläming“ hatte aus dem Anlass die an der Herrichtung beteiligten Unternehmen und Institutionen in Wiesenburg begrüßt.

Das Bohren des neuen, nun 95Meter tiefen Brunnens war notwendig geworden, weil in der Vergangenheit nur zwei Förderanlagen dieser Art arbeiteten. Jede für sich liefert rund 40 Kubikmeter Wasser je Stunde ins Netz. Höchstabnahmen, so erklärte Gronemeier weiter, von mehr als 50 Kubikmeter je Stunde seien aber schon registriert worden. So hätte es bei einem Ausfall einer der beiden Zisternen zu Engpässen kommen können. Der ursprüngliche dritte Brunnen war Anfang 2012 nach einer Betriebszeit von knapp 30 Jahren eingefallen und nicht mehr nutzbar.

Anzeige

Die Versorgungssicherheit war im Raum Wiesenburg zusätzlich gefährdet, weil ein Speicher fehlte. Denn das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark hatte Anfang 2013 den 85 Jahre alten Wasserturm mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern gesperrt, weil Keime im Wasser festgestellt worden waren.

„Der Bau eines neuen Wasserturmes wäre zu teuer. In Frage kommt, wenn überhaupt, ein Reinwasserbehälter“, sagt Michael Klenke. Der Ingenieur begleitete die Bauarbeiten und wird die Untersuchungen vornehmen, ob ein Reservoir notwendig ist. „Entscheidend wird der Sommer sein, wenn die Leute bei Hitze ihre Gärten wässern und zeitgleich die Fußball-Weltmeisterschaft im Fernsehen verfolgen“, weiß Michael Klenke. In den Halbzeitpausen würde vermehrt die Toilette aufgesucht und die Spülung betätigt. „Das sind Spitzenentnahmezeiten, in denen das Wasserwerk auf die Probe gestellt wird“, meint der Experte. Neben der Mengenanalyse würde der Energieverbrauch im Fokus stehen. Mit den Ergebnissen sei voraussichtlich erst im Herbst zu rechnen.

Indes noch nicht geklärt ist, was aus dem ausgedienten Wasserturm auf dem Krähenberg wird. „Mit der Gemeinde Wiesenburg/Mark hat es noch keine Gespräche gegeben“, sagte Peter Gronemeier. Möglicherweise komme für das imposante Bauwerk eine touristische Nutzung in Frage. Derzeit nutzt der Wasserversorgungsverband noch eine auf der Spitze montierte Funkantenne.

Von Gunnar Neubert

Potsdam-Mittelmark Schwimmtherapie für Bad Belziger Förderschulkinder - So schön ist es im Wasser
19.02.2014
Polizei Potsdam-Mittelmark: Polizeibericht vom 19. Februar - Damelanger Jugendclub geplündert
19.02.2014
Polizei Autofahrer stirbt noch am Unfallort - Tödlicher Unfall auf der B 102
19.02.2014