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Potsdam-Mittelmark Eilige Pläne für größeren Schulcampus
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17:06 16.02.2018
Seit Jahren wird der frühere Konsum-Laden an der Grundschule Treuenbrietzen von der IKTB genutzt. Nun reicht dort der Platz nicht mehr.           Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Am liebsten soll jetzt alles ganz schnell gehen. Die Zeit drängt. Immer brenzliger wird die Raumsituation auf dem Campus der Albert-Schweitzer-Grundschule Treuenbrietzen. Darum wird nun auch über radikale Varianten nachgedacht, wie auf dem 7500 Quadratmeter umfassenden Grundstück alte Gebäude abgerissen und neue errichtet werden könnten.

Spätestens ab Schuljahr 2020/21 benötigt die heute von circa 335 Schüler besuchte Schule alle Räume im Haupthaus für den eigentlichen Unterrichtsbetrieb – auch den Trakt, der derzeit von der Integrativen Tagesbetreuung (IKTB) genutzt wird. Dann werden 425 und im Jahr darauf schon 440 Schüler erwartet. Laut dieser Prognose des Bürgeramtes aus dem Rathaus gibt es jedoch schon nach der nächsten Einschulung von circa 69 Kindern dieses Jahr Platzprobleme. Dann müsste die IKTB zwei Räume abgeben.

Immer mehr Abc-Schützen

Erwartet werden für die Grundschule Treuenbrietzen dieses Jahr 69 Einschüler. In den Folgejahren bis 2022 prognostiziert sind sodann 66, 63, 82 und 72 Abc-Schützen.

Das Schulgrundstück ist 7500 Quadratmeter groß. Der Pausenhof umfasst 1800 Quadratmeter samt Spielplatz.

Das Haupthaus der Schule von 1970 hat 950 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. 26 Unterrichtsräume und 22 begleitende Räume gibt es.

Durch die IKTB genutzt werden gegenwärtig neun Räume in der Schule und vier im Nachbargebäude „Regenbogen“.

Darum geht die Stadtverwaltung jetzt in die Offensive. Erste Termine mit einem Bauplaner gab es in dieser Woche. Allerdings ist noch nicht gesichert, wie das auf Kosten von rund fünf Million Euro geschätzte Gesamtkonzept finanziert werden kann. Die finanziell angeschlagene Kommune ist da auf Zuschüsse angewiesen. Zugesagt ist bisher nur eine Förderung von rund 1,3 Million Euro, um die Elektroanlage der gesamten Schule zu erneuern.

„Wir haben aber keine Zeit, darauf zu warten, ob wir aus irgendeinem Fördertopf irgendwann das dringend benötigte Geld auch zur Lösung der Raumprobleme bekommen könnten“, sagte Bauamtsleiter Christoph Höhne im Ausschuss für Stadt- und Ortsteilentwicklung. „Wir müssen jetzt handeln.“

Klausurtagung soll Finanzen klären

In der im Februar anstehenden Klausur mit den Fraktionen der Stadtverordneten soll über Finanzierungsmöglichkeiten debattiert werden. Dazu hat Bürgermeister Michael Knape (parteilos) bereits neue Wege angekündigt. Die Stadt müsse bereit sein, „Vermögen für Vermögen“ einzusetzen, sagte Knape kürzlich der MAZ, ohne Details nennen zu wollen.

Angestrebt wird eine für die nächsten Jahrzehnte tragbare Lösung. Sie soll jedoch auch flexibel sein, um auf Schwankungen der Schülerzahlen reagieren zu können. „Wir können nicht darauf vertrauen, dass der aktuell starke Zuwachs bei den Kinderzahlen auch langfristig anhält, sagte Christoph Höhne. Erwogen werden daher teilweise auch preiswertere Container-Lösungen, die helfen sollen, vorübergehende Spitzen abzufangen.

Bauliches Sorgenkind auf diesem Campus ist vor allem das Gebäude der Aula mit der noch bis Jahresende extern vermieteten Schulküche. In dem gesamten Haus sieht die Verwaltung erheblichen Sanierungsrückstau. Ein Abriss werde daher erwogen. Das gilt ebenso für das alte Heizhaus sowie den früheren Konsum-Laden, der seit einigen Jahren als zweiter Standort der IKTB genutzt wird.

Auch für das IKTB-Haus an der Grundschule wird ein Abris erwogen, um Platz für den Schulbusverkehr zu Schaffen.     Quelle: Thomas Wachs

„Dann können wir auf dem freien Gelände völlig neu denken und ebenerdig moderne Gebäude errichten, die auch behindertengerecht sind“, sagte Christoph Höhne am Donnerstag der MAZ.

Neue Route für Schulbusse

Gelöst werden soll in diesem Zusammenhang auch die Problematik des Schülerverkehrs rund um die Grundschule. Dafür gibt es Chancen zur Finanzierung aus dem bereits geförderten Pilotprojekt „Vision Zero“ zur Reduzierung von Unfallzahlen im Stadtgebiet, kündigte der Bauamtsleiter an. Er geht davon aus, dass bis März die Finanzen geregelt, im September erste Übergangsquartiere geschaffen und ab Herbst die Vorbereitungen für die Neubauten getroffen werden könnten. Sie sollen spätestens im Jahr 2021 betriebsbereit sein.

Von Thomas Wachs

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