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Potsdam-Mittelmark Ein Radweg mit Herausforderungen
Lokales Potsdam-Mittelmark Ein Radweg mit Herausforderungen
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19:59 12.02.2019
Entlang der alten Industriebahn in Teltow. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Zweieinhalb Millionen Euro Kosten, mehrere Jahre Bauzeit und herausfordernde Auflagen der übergeordneten Behörden – das sind einige Ergebnisse des Prüfauftrages, ob ein Radwanderweg entlang der alten Teltower Industriegleise machbar wäre. Die Anbindung würde vom südlichen Zweig der Trasse an der Flugplatzstraße erfolgen und dann bis zur Dürerstraße, weiter südlich des GPG Immergrün-Geländes bis zur ersten Problemstelle führen, der Querung der Ruhlsdorfer Straße, erklärte Lars Müller, Teltows Fachbereichsleiter Tiefbau/Grün. „Das wird verkehrstechnisch eine Herausforderung.“

Die Landesstraße habe immer Vorrang und für eine Ampel werde voraussichtlich der Radverkehr nicht ausreichen. Weiter gehe es am Teltomat-Gelände vorbei, dann nach dem Schenkendorfer Weg Richtung Norden. Eigentlich führt die Trasse bis zur Biomalzfabrik, doch sie ist durch einen Parkplatz unterbrochen, sodass der Radverkehr über den Buschweg zur Iserstraße geführt werden soll.

Insgesamt spricht Müller von einem Radwanderweg mit 4225 Metern Länge und einer Breite von drei Metern – damit handle es sich immerhin um 1,2 Hektar befestigte Fläche, betonte er. Bautechnisch sei dies eine Herausforderung, weil man nur an wenige Stellen heranfahren könne. Die Baufahrzeuge müssten die schmale Trasse entlangfahren, arbeiten und dort auch wieder wenden. „Das ist auf jeden Fall eine Maßnahme für mehrere Jahre“, stellte Müller fest. Unter drei Jahren sei das Vorhaben sicher nicht zu realisieren.

Er schlug als Variante vor, dass der Radwanderweg in sinnvolle Abschnitte unterteilt und in Etappen errichtet werden könnte. Müller hat sich wegen der Genehmigungsfähigkeit bereits mit den zuständigen übergeordneten Behörden in Kontakt gesetzt. „Alte Gleisanlagen haben ein Problem: Mögliche Verunreinigungen durch die früheren Bahnschwellen“, schilderte er.

Der verbliebene Schotter würde laut der Unteren Abfallbehörde aber erst dann zum Abfall, wenn er entfernt werde, so Müller. Daher müsse er liegen bleiben und über Zumischungen standhaft gemacht werden. Der Schotter sei hart, nicht porös, und es gebe keine Bedenken, dass er als Basis verwendet werden könne. Eine 100-prozentige Versiegelung werde jedenfalls gefordert, damit es zu keinen Ausschwemmungen kommen könne. Das Problem an dieser Forderung: „Es handelt sich dabei aber um ein Trinkwasserschutzgebiet, da darf man nicht versiegeln.“ Also hat Müller auch die Untere Wasserbehörde dazu befragt. Diese erklärte daraufhin, das sei kein Problem, solange die Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten eingehalten würden. „Die gelten aber für alles, außer für Radwege“, so Müller. „Ich gehe aber davon aus, dass es analog zu sehen ist.“

Von der Unteren Naturschutzbehörde gibt es unterdessen noch keine Stellungnahme. Es werde aber noch eine Begehung der gesamten Trasse geben, kündigte der Fachbereichsleiter an. „Und ich gehe davon aus, dass sich sicher die eine oder andere Zauneidechse im Schotterbett sonnen wird.“ Neben dem Artenschutz ist auch noch das genaue Ausmaß der Versiegelungsfläche und damit ihr Ausgleich unklar, sowie, ob sich das Abfallrecht vielleicht doch noch ändert – diese Punkte könnten die Kosten noch negativ beeinflussen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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