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Potsdam-Mittelmark Eine naheliegende Lösung
Lokales Potsdam-Mittelmark Eine naheliegende Lösung
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16:38 28.04.2015
Reno Richter bei der Arbeit. Die Königsblau-Töpferei lädt in ihr provisorisches Domizil auf dem Gut Schmerwitz ein. Quelle: D. Fröhlich
Schmerwitz

Nach Aussage des Scarabäus-Geschäftsführers ist die Herrichtung einer Scheune als Keramikwerkstatt bis zum Sommer nächsten Jahres und dann die Modernisierung des jetzt provisorisch genutzten Nebengebäudes bis zur Brandenburger Landpartie im Juni 2017 vorgesehen. Nach MAZ-Informationen ist ein siebenstelliger Betrag dafür kalkuliert.

Zur Erinnerung: Die seit den 90er-Jahren in der Ortsmitte etablierte Manufaktur, samt Café und Küche, war in der Nacht zum 12. Juni 2014 ein Raub der Flammen geworden. Ein Brand nach Blitzschlag, so haben es die Ermittlungen der Sachverständigen bestätigt, hatte das einst als Geflügelstall auf- und später aufwendig umgebaute Gebäude zerstört. Davon bleibt nichts mehr übrig. Vielmehr wird die Grundfläche – direkt neben schon bestehenden Beeten – urbar gemacht und künftig von den Gärtnern unter den aktuell etwa drei Dutzend stationär betreuten Klienten beackert.

Thomas Rottenbücher verweist darauf, dass mit Keramik-Werkstatt und Töpfer-Café gerade die zwei einigermaßen kostendeckenden Zweckbetriebe betroffen waren. Dort seien die betreuten Personen, die auf dem Weg in ein selbstbestimmtes drogen-, nikotin-, alkohol- und gewaltfreies Leben sind, regelmäßig sinnvoll beschäftigt. „Darauf ist das Prinzip der Suchthilfe maßgeblich aufgebaut“, sagt der 63-Jährige. Immerhin konnte es nicht zuletzt dank der Solidarität des Umfeldes nach der Brandkatastrophe bewahrt werden. Zwar waren sowohl Eigentümer mit einer Gebäude-, als auch Nutzer mit einer Inventar- und Betriebsunterbrechungsversicherung versichert, doch musste zu jene Zeit überbrückt werden, bis nun die ersten Abschlagszahlungen geflossen sind, erklärt der Vereinsgeschäftsführer.

Billiger Jakob

Die Königsblau-Töpferei veranstaltet einmal mehr den „Billigen Jakob“, einen Sonderverkauf preiswerter Keramik – Sonnabend und Sonntag, jeweils von 12 bis 18 Uhr auf dem Gut Schmerwitz.
Ein jeder kann den Handwerkern beim Drehen an der Scheibe zusehen. Oder selbst Hand anlegen und den eigenen Becher oder Teller bemalen.
Das Töpfer-Café hat geöffnet und es erklingt jeweils nachmittags Livemusik. Die Jazzfreunde sind wieder zu Gast. Die fünf Musiker aus Berlin und Brandenburg sind mit Instrumenten von Akkordeon bis Waschbrett ausgerüstet und haben Impulse in aller Welt gesammelt. Der Eintritt ist frei.

Mehr noch freut er sich darüber, dass ihm das Publikum die Treue hält. „Die Zahl der Besucher hat sogar zugenommen“, berichtet Thomas Rottenbücher. „Sie haben den neuen Standort schon ins Herz geschlossen.“ Am Wochenende gewähren er und seine Mitstreiter beim so genannten „Billigen Jakob“ wieder besondere Einblicke ins Handwerk. Dabei gehört zur Wahrheit auch, dass die königsblauen Glasuren noch nicht wieder wie früher aussehen. Das liege unter anderem daran, dass bis voriges Jahr im Gasofen gebrannt worden sei. „Jetzt kommt ein Elektroofen zum Einsatz“, so Rottenbücher. So soll es nicht zuletzt aus Kostengründen bleiben. Darum probiert er alternative Rezepturen aus.

Die künftige Töpferei wird ihr Domizil in einer Feldsteinscheune erhalten. Mike Enzmann aus Bad Belzig ist mit der Planung befasst, damit die Umnutzung des Denkmals gelingt. Licht muss es darin werden, ein Sozialtrakt soll ebenfalls Raum bekommen. Vor allem ist freilich die Holzkonstruktion des Dachstuhls sanierungsbedürftig. Ist dieses Vorhaben realisiert, soll die jetzige Bleibe aufgehübscht werden. Sie soll dann ausschließlich für Café und Verkauf genutzt werden. Wahrscheinlich nicht nur der Tonwaren von Scarabäus, sondern auch der Produkte, die vom Öko-Gut und seinen Partnern hergestellt werden.

Von René Gaffron

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