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Potsdam-Mittelmark Einmal Kribi und zurück
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11:43 21.03.2018
Das Krankenhaus-Personal aus Gallo in der Zentralafrikanischen Republik freut sich über die aus Bad Belzig gespendete OP-Kleidung. Quelle: privat
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Bad Belzig

Ein Rückblick: Im April war eine zehnköpfige Gruppe Bad Belziger Jugendlicher nach Kamerun gereist. Gemeinsam mit acht Franzosen besuchten sie die Hauptstadt Yaoundé und die Hafenstadt Kribi. Von ihren Begegnungen berichteten sie zwei Monate später im Bürgerhaus von Bad Belzig.

Begleitet wurde die Jugendgruppe im April unter anderem von Silvia Kuntz. Die Vorsitzende des Vereins „Echo Kamerun“ verbrachte zwölf Jahre ihrer Kindheit in Zentralafrika und ist um die Intensivierung des Austauschs bemüht. Den Aufenthalt wollte Kuntz zudem nutzen, um das Nachbarland Zentralafrikanische Republik zu besuchen und eine Spende zu übergeben. Im Frühjahr hatte der Verein in Bad Belzig für ein Krankenhaus in dem „extrem zerrütteten Land“, wie Kuntz sagt, gesammelt. OP-Kleidung, Sachgegenstände und 250 Euro kamen zusammen. Eine persönliche Übergabe in der zentralafrikanischen Stadt Gallo ließ die Sicherheitssituation aber nicht zu, sagte Kuntz: „Von einer Einreise wurde mir dringend abgeraten, weil es nach den Unruhen Ende 2013 in der Grenzregion oft Schießereien und Entführungen gab.“

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So traf sie sich mit einem Arzt des Krankenhauses im kamerunischen Garoua Boulai, 90 Kilometer von Gallo entfernt, wo sie die Spenden überreichte. „Die Sachspenden sind wohl behalten angekommen“, freute sich Kuntz rückblickend noch einmal.

Im Juli schließlich rückten die Verwaltungen von Bad Belzig und Kribi näher zusammen. Initiiert von „Echo Kamerun“ und dem Pendant in Afrika, „Echo Kribi-Belzig“, reiste eine Delegation um Kribis Bürgermeister Guy Emmanuel Sabikanda in die Kur- und Kreisstadt. Hier wurde von beiden Seiten eine Absichtserklärung für eine Städtepartnerschaft unterschrieben, den Bad Belzigs Bürgermeisterin Hannelore Klabunde positiv bewertete (siehe Interview).

Der Herbst brachte für Silvia Kuntz viel Schreibarbeit mit sich: Sie reichte Anträge beim deutsch-französischen Jugendnetzwerk ein, damit eine Wiederauflage des Jugendaustausches möglich wird. Kuntz hofft, dass 2015/16 auch die Jugendlichen aus Kamerun die Chance haben, nach Deutschland und Frankreich zu kommen. Aufgrund von Visa-Bestimmungen hatten sie in der ersten Runde nicht teilnehmen können.

Um offensiv für den Austausch zu werben, will Kuntz im April 2015 mit nach Kribi reisen. Dann ist der Gegenbesuch einer Bad Belziger Delegation in der Hafenstadt geplant.

Von Mischa Karth

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