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Potsdam-Mittelmark Erfolgskonzept fortgeschrieben
Lokales Potsdam-Mittelmark Erfolgskonzept fortgeschrieben
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16:21 13.03.2018
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Treuenbrietzen

Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer Sitzung am Montagabend ein entsprechendes Konzept für die Jahre bis 2023. Stadtförster Dietrich Henke hatte Anfang Juni in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr eine insgesamt positive Bilanz zur ersten Dekade seiner 2002 begonnenen Arbeit im Dienste der Kommune gezogen. Demnach wirft der Wald, der zuvor stets einen Zuschuss der Kommune von jährlich bis zu 150000 Euro nötig machte, inzwischen Gewinn ab. Summiert auf die erste Dekade belaufe sich dieser bei einem Umsatz von 2,6 Millionen Euro auf 500 000 Euro.

Diese Tendenz sei auch für die Zukunft zu erwarten, schätzte Wolf-Henning von der Wense, Dekan der forstlichen Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde im Juni ein (MAZ berichtete). Mit der Ausbildungsstätte für Forstexperten, die anfangs auch den Aufbau ihres ersten Wirtschaftsplanes begleitet hatte, will die Stadt wieder stärker kooperieren. Harald Torges (SPD) stellte dazu am Montag die Kosten zur Diskussion. "Wenn wir einen ausgewiesenen Experten haben, der bewiesen hat, dass er seine Arbeit versteht, müssen wir nicht noch weitere Fachleute bezahlen."

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Bürgermeister Michael Knape (parteilos) verteidigte dieses Vorhaben. "Es geht einerseits um fachliche Kontrolle, die von Abgeordneten oft auch gefordert wurde." Andererseits sollen künftig Studenten im Stadtwald Praktika absolvieren, Abschlussarbeiten erstellen und unterstützende Arbeiten erledigen, sagte der Verwaltungschef. Denn die Kommune will künftig auf reine Waldarbeiter verzichten und entsprechende Arbeiten stärker an Dienstleister vergeben. Schon heute ist der allein verbliebene Forstarbeiter vorwiegend im Bauhof beschäftigt.

Stadtförster Henke strebt mit dem beschlossenen Wirtschaftsplan für das nächste Jahrzehnt die Fortführung der naturgemäßen Waldwirtschaft und bis 2024 ein entsprechendes Zertifikat für den Forstbetrieb an. Zu den Prinzipien gehören neben der Einheit von Ökonomie und Ökologie ein Verzicht auf Kahlschläge sowie der Aufbau eines Mischwaldes in Anlehnung an die natürliche Waldgesellschaft. Dazu soll die natürliche Verjüngung stärker genutzt und eine für den Wald verträgliche Regulierung von Schalenwild über die Jagd erfolgen.

Zu dem Thema, das in den zurückliegenden zehn Jahren häufig zu Diskrepanzen zwischen angestammten Jägern und dem Stadtförster geführt hatte, hat die CDU-Fraktion am Montagabend ihren früheren Antrag auf Bildung eines Vermittlungsausschusses zurückgezogen. "Wir haben den Eindruck, dass eine Befriedung eingetreten ist", sagte Fraktionschef Otto-Wilhelm Pöppelmeier.

Beim Holzeinschlag hält die Kommune laut Konzept am bisherigen Hiebsatz von durchschnittlich 7600 Festmetern im Jahr fest. Diese Menge gilt als nachhaltig, schätzte auch Wolf-Henning von der Wense im Juni ein. Der Stadtforst sei trotz der dort noch dominierenden Kiefernkultur "hoch produktiv", sagte der Professor.

Von Thomas Wachs

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