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Potsdam-Mittelmark Der Elch ist zurück im Hohen Fläming
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Elch ist zurück im Hohen Fläming
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14:08 26.02.2018
Auch in einem Waldgebiet bei Coswig ist im Februar bereits ein Elch gesichtet worden. Quelle: dpa
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Groß Marzehns

Der Elch, der seit gut einer Woche im Hohen Fläming in aller Munde ist, hat sich wieder rar gemacht. Nachdem sich am späten Sonnabendnachmittag ein privater Videomitschnitt in Windeseile über die sozialen Netzwerke verbreitet hatte, folgten weitere Sichtungen.

An jeweiligen Beweisfotos, die die Stippvisite des wahrscheinlich aus Osteuropa über die Oder eingewanderten Tieres beweisen, fehlt es jedoch.

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Ein 30-sekündiges Video ist aufgetaucht

Und so ist der knapp 30 Sekunden lange Film einer dreiköpfigen Familie, die das Tier in Autobahnnähe bei Groß Marzehns als Erste vor Augen bekam, der bislang einzige Nachweis geblieben. Die Szene endet mit den Worten eines kleinen Mädchens: „...er kommt zu uns.“

Dann startet ein Auto und der Paarhufer entschwindet aus dem Bild – und machte sich scheinbar gänzlich aus dem Staub. Auch die Familie setzte ihre Reise fort. Jedenfalls endeten alle Versuche ergebnislos, die Augenzeugen ausfindig zu machen.

Letzter Elch 2016 gesichtet

Waidmann Thomas Schäl erfuhr von dem ungewöhnlichen Zusammentreffen ebenfalls über die sozialen Netzwerke. „Als ich vor Ort ankam, war vom Elch nichts mehr zu sehen“, so der Groß Marzehnser über die besondere aber dennoch nicht einmalige Begegnung. „Vor etwa 15 Jahren zog bereits einmal ein Elch hier durch. Eine weitere Sichtung gab es 2016“, erklärt er.

Groß Marzehns’ Ortsvorsteher Ralf Rafelt ereilte die Nachricht des Elch-Stelldicheins ebenfalls über die sozialen Netzwerke. „Es hat mich nicht sonderbar überrascht, weil es nicht der erste Elch ist, der hier gesehen wurde“, bemerkt Rafelt. Mit Blick auf die jeweils mit Begeisterung geteilte Nachricht sagt er: „Der Elch ist scheinbar beliebter als der Wolf.“

Elche gelten in Deutschland als ausgestorben

Von Groß Marzehns aus muss das Tier weiter in Richtung Niemegk getrabt sein. In der Nacht von Sonntag zu Montag wurde der nordische Riese von der Besatzung eines Streifenwagens der Autobahnpolizei gesichtet – zwischen A 9 und B 102 unweit des Ortseingangs von Niemegk. Natürlich zückten auch die Beamten sofort ihre Handys, um ein Foto parat zu haben.

Doch die Momentaufnahmen blieben hinter den Erwartungen zurück und Jürgen Wildemann von der Autobahnpolizei konnte über das Erlebnis seiner Kollegen nur berichten. Danach soll der Elch noch einmal bei Grabow gesichtet worden sein. In eine Fotofalle ist er aber auch dort nicht getappt.

Eine weitere Elch-Sichtung gab es Mitte Februar in einem Waldgebiet bei Coswig (Sachsen-Anhalt). Nach Informationen des Landesamtes für Umweltschutz wurde ein Tier über eine Wildkamera aufgenommen. Ob es sich dabei um die gleiche Elchkuh handelt, die vor gut vier Wochen bereits im Raum Petkus/Jüterbog auftauchte, ist nicht geklärt.

Elche gelten in Deutschland als ausgestorben. Gelegentlich streifen die Tiere jedoch das Land und machen aus dem beschaulichen Brandenburg ein wildes Brandenburg.

Von Christiane Sommer