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Potsdam-Mittelmark Kritik an Scheinkandidatur: FDP verabschiedet Blasig als Landrat
Lokales Potsdam-Mittelmark Kritik an Scheinkandidatur: FDP verabschiedet Blasig als Landrat
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17:47 09.05.2019
Landrat Wolfgang Blasig (l.) nimmt Blumen von FDP-Fraktionschef Hans-Peter Goetz entgegen. Quelle: Frank Bürstenbinder
Mittelmark

Blumen regnete es für Landrat Wolfgang Blasig (SPD) auf der letzten Kreistagssitzung vor der Neuwahl am 26. Mai. Den ersten Strauß bekam der Verwaltungschef am Donnerstag im Namen des Kreistages für seinen 65. Geburtstag, den er am 31. März beging. Einen blumigen Extra-Gruß überreichte ihm die Fraktion von FDP/BiK-BiT.

„Wir danken dem Landrat für seine langjährigen Verdienste um Potsdam-Mittelmark und freuen uns ihn im Juni in den Reihen der neuen Kreistagsabgeordneten wiederzusehen. Wie wir erfahren durften, tritt Wolfgang Blasig zur Kreistagswahl als Spitzenkandidat seiner Partei im Wahlkreis 1 an“, sagte Fraktionschef Hans-Peter Goetz vor 45 anwesenden Abgeordneten.

Immer wieder Scheinkandidaturen

Mit seiner vermeintlichen Charme-Offensive geißelte der FDP-Mann das System der Scheinkandidaturen, von dem bei Wahlen parteiübergreifend Gebrauch gemacht wird. Beim Volk beliebte Männer und Frauen stehen auf den Wahlzetteln, haben aber in Wahrheit nie vor, ihr Mandat anzunehmen. Prominentes Beispiel aus einem anderen Lager ist Reth Kalsow (CDU), hauptamtlicher Bürgermeister von Groß Kreutz (Havel), der für die Christdemokraten im Wahlkreis 4 auf Listenplatz 2 kandidiert, um mit seinem guten Namen Stimmen zu ziehen.

Mit knapper Mehrheit lehnte der Kreistag auf seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl eine Aufkündigung des gemeinsamen Landesentwicklungsplans mit Berlin ab. Quelle: Frank Bürstenbinder

Natürlich hat auch Blasig nicht vor seinen Job als Landrat für einen Sitz im Kreistag aufzugeben. Aber die SPD setzt auf ihn als Zugpferd, um bei der Kreistagswahl von seiner Bekanntheit zu profitieren. Der Landrat machte gute Miene zu den zweideutigen Dankesworten, enthielt sich aber eines Kommentars. Dafür monierte SPD-Fraktionschef Dietmar Otto den angeblich hochkommenden Wahlkampf beim Kreistagsfinale.

Letzte Kampfabstimmung

Nach kritischen Worten von Henry Liebrenz (Bündnis 90/Die Grünen) über die personellen und räumlichen Unzulänglichkeiten bei der Ausländerbehörde in Werder erinnerte Otto daran, dass der Landkreis schuldenfrei sei. „Unsere Verwaltung arbeitet vorbildlich“, so der SPD-Fraktionschef. Elke Seidel (Bündnis 90/Die Grünen) forderte kurz vor Toresschluss eine personelle Aufwertung des Kreistagsbüros, das sich zusätzlich um die organisatorische Betreuung des Jugendhilfeausschusses kümmern soll.

CDU-Antrag abgelehnt

Eine der letzten Kampfabstimmungen im alten Kreistag war ein Votum über einen CDU-Antrag. Danach sollte sich der Landrat dafür einzusetzen, den gemeinsamen Landesentwicklungsplan mit Berlin zu stoppen und neu zu verhandeln. Der Antrag wurde mit knapper Mehrheit von 22 zu 18 Stimmen abgelehnt.

Von Frank Bürstenbinder

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