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Potsdam-Mittelmark Polizeieinsatz wegen Handgranaten-Attrappe im Wald
Lokales Potsdam-Mittelmark Polizeieinsatz wegen Handgranaten-Attrappe im Wald
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17:27 22.01.2020
Eine täuschend echt aussehende Handgranaten-Attrappe hat im Wald bei Treuenbrietzen für Wirbel gesorgt. Dieses Foto sorgte auf Facebook für Zorn. Quelle: Privat
Treuenbrietzen

Für Angst und Schrecken hat am Dienstagvormittag eine vermeintliche Handgranate gesorgt, die jemand an einen Baum im Wald bei Treuenbrietzen gebunden hat. Ein Zeuge alarmierte um 10.40 Uhr die Polizei.

Nach Angaben von Oliver Bergholz, Sprecher der Polizeidirektion West in Brandenburg an der Havel, alarmierte die Einsatzleitung den Munitionsbergungsdienst in Potsdam. Dieser rückte aus – und gab schließlich Entwarnung: Bei dem Gegenstand handelte es sich glücklicherweise lediglich um eine Handgranaten-Attrappe.

„Dennoch haben wir Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz aufgenommen“, sagte Bergholz. Ob tatsächlich eine Straftat vorliege, stehe noch nicht fest.

Große Empörung

Wer den schlechten Streich verübte, ist gegenwärtig noch vollkommen unklar. In den sozialen Netzwerken ist die Rede von einer scharfen Waffe. Der Tatort ist „fernab jeder Zivilisation“, sagte Bergholz. Die Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes röntgten die täuschend echt aussehende Attrappe und sprengten sie anschließend. Das teilte Dienstgruppenleiter Carsten Eichmüller mit. Die Scheinwaffe sei vermutlich sowjetischer Herkunft, so Eichmüller.

Ein Post auf Facebook hat heftige Reaktionen in dem sozialen Netzwerk hervorgerufen. Quelle: Privat

Anja Schmollack, Vorsitzende der CDU Treuenbrietzen, postete ein Foto der Scheinwaffe auf Facebook: „Manchen reicht es wohl nicht allein aus, dass unsere Wälder voller Munition sind und Waldbrände auslösen“, schreibt sie. „Nein, es gibt Idioten, die entweder Krieg spielen wollen, Menschen gefährden oder mutwillig wieder einen Brand auslösen wollen“. Irrtümlich setzt sie hinzu: „Das Ding war übrigens scharf!“ Auch behauptete sie, dass die Granate habe gesprengt werden müssen, was nicht stimmte.

Zu dem Fund schreibt Jürgen Teichmann schreibt: „Unbegreiflich.“ Rainer Zaliukas Wenning meint: „Das sieht leider ziemlich professionell aus.“ Rüdiger H. Otto: „Melde das bitte der Polizei. Das dies Fundmunition ist, ist eher ausgeschlossen.“ Er sollte recht behalten.

Von Marion von Imhoff

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