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Potsdam-Mittelmark Feuerwehr rückt nach Küchenbrand an
Lokales Potsdam-Mittelmark Feuerwehr rückt nach Küchenbrand an
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16:37 30.11.2016
Völlig verkohlt: Am Herd des Blockhauses brach am Dienstag Feuer aus. Die geborstene Wasserleitung darüber verhinderte wohl Schlimmeres.
Völlig verkohlt: Am Herd des Blockhauses brach am Dienstag Feuer aus. Die geborstene Wasserleitung darüber verhinderte wohl Schlimmeres. Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Die Vorbereitungen für die kleine Geburtstagsfeier von Rico Menkenhagen haben gerade begonnen, als am Dienstagnachmittag die kleine Küche im Holzgartenhaus in Flammen steht.

Kurz darauf rücken gegen 14.20 Uhr in der Schillerstraße 6 der Berliner Siedlung zu Treuenbrietzen 30 Feuerwehrleute an und löschen das Küchenfeuer. Die Besatzungen von drei Rettungswagen sowie ein Notarzt kümmern sich um die zwei Bewohner des Siedlungshauses und ihre beiden Gäste. „Wir haben wohl drei leicht verletzte Personen“, sagt Einsatzleiter Holger Meyer von der Feuerwehr Treuenbrietzen.

In der Schillerstraße rücken 30 Feuerwehrleute mit sieben Wagen an. Quelle: Thomas Wachs

Brandursache ist offenbar ein auf einem Herd angesetzter Topf mit Butter. Unter Atemschutz tragen Feuerwehrleute den Tiegel sowie eine verkohlte Arbeitsplatte, eine Mikrowelle sowie verbrannte Regale aus der verkohlten Küche des Blockhauses. Es hätte noch schlimmer kommen können. „Ein Glück war es wohl, dass durch die Hitze des Feuers eine Wasserleitung geplatzt ist, die direkt über der Arbeitsfläche mit Herd und Spüle verlief“, erzählt Holger Meyer. Auch die Hausbewohner selbst hatten bereits einen Großteil der Feuers mit Hilfe von Wasser aus Gartenschläuchen gelöscht.

Doch Glutnester schwelen noch in dem Holzbau, der vorerst unbewohnbar ist. „Er wird von uns versiegelt, am Mittwoch kommen Kriminaltechniker“, erzählt ein Polizist am Einsatzort. Mehrfach messen Feuerwehrleute mit einer Wärmebildkamera die Hitze an der Brandstelle in der Mini-Küche. Von 100 Grad geht die Temperatur auf 80 und nach 45 Minuten auf 40 Grad herunter. „Das Feuer ist also aus und keine Gefahr mehr“, protokolliert Holger Meyer.

Einsatzleiter Holger Meyer inspiziert die verschmorte Küchenausrüstung aus dem Garten-Blockhaus. Quelle: Thomas Wachs

Weil bei der zentralen Rettungsleitstelle in Brandenburg an der Havel ein großer Gebäudebrand gemeldet worden ist, werden Feuerwehren nicht nur aus Treuenbrietzen und den Ortsteilen alarmiert. Insgesamt sieben Wagen sind bald vor Ort. Sie kommen aus Treuenbrietzen, Frohnsdorf, Marzahna sowie aus Buchholz.

„Wir haben Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist“, sagt Rico Menkenhagen nach dem Einsatz und pafft zur Beruhigung an seiner E-Zigarette.

„Meine Mutter wollte mir einen Kuchen backen“, erzählt der 31-Jährige Jubilar. Doch als die beiden in der Küche des Vorderhauses noch kurz auf einen Kaffee zusammensitzen und schwatzen, ist der hinten auf dem Herd im Gartenhaus angesetzte Topf mit Butter schnell vergessen. „Es brennt, rief meine Mutter dann bloß noch, als sie in das Gartenhaus zurückkam“, erzählt ihr Sohn. Die 51-Jährige wird zunächst vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Als gegen 15.30 Uhr die letzten Feuerwehren abrücken, fahren vor dem kleinen Siedlungshaus weitere Partygäste vor. Für Rico Menkenhagen bleibt dieser Geburtstag besonders unvergesslich.

Von Thomas Wachs