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Potsdam-Mittelmark Feuerwehrleute ziehen Pferd aus Schlammloch
Lokales Potsdam-Mittelmark Feuerwehrleute ziehen Pferd aus Schlammloch
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21:58 09.01.2017
Bis zum Hals im Morast: Die Feuerwehrleute versuchten zunächst, Schläuche unter das Pferd zu legen, damit es nicht weiter versinkt.
Zauchwitz

Bei einer dramatischen Rettungsaktion haben Feuerwehrleute am Montagnachmittag mit vereinter Kraft ein Pferd aus einem Schlammtümpel bei Zauchwitz befreit. Der Tümpel war zugefroren, das Eis hielt dem Gewicht des Tieres aber nicht stand. „Als wir ankamen, schaute nur noch der Kopf heraus“, sagte der Beelitzer Stadtwehrführer Mathias Jahn, der den Einsatz leitete. Damit die eingebrochene Stute nicht noch weiter im Schlamm versinkt, legten die Feuerwehrleute Schläuche, die sie sonst zum Löschen nutzen, unter das Pferd.

Als die Feuerwehr eintraf, guckte nur noch der Kopf des Pferdes aus dem Wasser. Quelle: Julian Stähle

Die Tierretter wurden ihrerseits mit Leinen gesichert und stiegen in Watthosen in den Morast. „Sie sind teilweise bis zum Bauchnabel versunken“, erzählte Jahn. Ein herbeigerufener Tierarzt gab der Stute eine Beruhigungsspritze, bevor Seile an den Vorderläufen und an einem Hinterlauf festgebunden wurden. Dann haben die Feuerwehrleute das Tier aus dem Schlammtümpel gezogen – „mit reiner Man- and Woman-Power“, so der Einsatzleiter. An den Seilen legten sich zehn Männer und eine Frau der Ortswehren Beelitz und Zauchwitz ins Zeug.

Über eine Stunde dauerte die Rettungsaktion. Quelle: Julian Stähle

15.42 Uhr – nach einer Stunde – war das Pferd gerettet. „Als es wieder festen Boden unter den Hufen hatte, ist es von allein wieder aufgestanden.“ Es blieb auch ruhig stehen, als es von den Seilen befreit wurde. Ein Pferd aus dem Schlamm zu ziehen, sei nicht Tagesgeschäft von Feuerwehrleuten, sagte Jahn und fügte hinzu: „Pferde scheinen sehr neugierig zu sein und machen auch nicht immer das, was sie sollen.“ Der zugefrorene Tümpel, auf dem das Tier einbrach, ist eigentlich hinter Bäumen, Gras und Schilf versteckt.

Auch eine Leiter kam zum Einsatz. Quelle: Julian Stähle

Dem Pferd gehe es den Umständen entsprechend gut. Es heißt Raja – das ist arabisch und bedeutet Hoffnung. „Wir sind erleichtert und erstaunt, wie die Feuerwehrleute sie herausgezogen haben“, sagte Pferdebesitzerin Jasmin Ramelow. Sie wollte eigentlich zwei andere Pferde von der Koppel holen, als sie das Wiehern von Raja hörte, die Stute selbst aber nicht sah. Als sie das Tier im Tümpel entdeckte, unternahm sie noch den Versuch, es rauszuholen. „Es bewegte sich aber nicht mehr. Ich habe dann nur versucht, es zu beruhigen und die Feuerwehr gerufen.“

Wieder glücklich vereint: Jasmin Ramelow mit ihrem Pferd Raja, das nach der Aufregung noch etwas benommen ist. Quelle: Julian Stähle

Raja steht inzwischen in der Box im Warmen auf der Ramelow-Ranch in Zauchwitz, wie der Reiterhof der Familie heißt. Es wurde mit Stroh abgerieben und ist in zwei dicken Winterdecken eingemummelt. Am Dienstag kommt noch einmal ein Tierarzt und schaut, ob das Pferd wirklich unverletzt geblieben ist.

Von Jens Steglich

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