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Potsdam-Mittelmark Heimatstube nicht am geplanten Ort
Lokales Potsdam-Mittelmark Heimatstube nicht am geplanten Ort
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18:43 23.02.2014
Vereinschef Christian Marthe sucht Mitstreiter und Historisches für seine Ausstellung.
Vereinschef Christian Marthe sucht Mitstreiter und Historisches für seine Ausstellung. Quelle: G. Neubert
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Niemegk

Die lang geplante Heimatstube in der Großstraße 61 (ehemals Buchner) ist als Fehlgeburt geendet. Der Förderverein für historische Bauten hatte das Vorhaben schon seit einiger Zeit umsetzen wollen. Als es ernst werden sollte, hat er aber das Vorhaben fallen gelassen.

„Es ist richtig, dass wir Gespräche mit der Stadt führten, um eine Heimatstube zu etablieren“, bestätigt Vereinschef Christian Marthe. Der erste, vorgelegte Pachtvertrag für das Ladengeschäft neben der Bibliothek sei nicht akzeptabel gewesen. „Wir sollten 100 Euro Pacht im Monat zahlen, hatten aber kein Geld“, erklärt der Vorsitzende. Der in Eigenregie vorgesehene Ausbau der Heimatstube erschien ebenfalls nicht realisierbar. „Bei den Vereinsmitgliedern handelt es sich um alte Herren. Da können wir uns nicht solch ein Vorhaben aufbürden“, so der 49-Jährige.

Wann diese Erkenntnis im Verein genau gereift ist, kann Thomas Hemmerling nicht mit Gewissheit sagen. „Erst im Herbst habe ich den Mitgliedern den Vertragsentwurf erläutert“, berichtet der Amtsdirektor. Dabei habe er den Eindruck gehabt, dass ausgenommen Hans-Joachim Urmann alle anderen Anwesenden sehr überrascht von den Einzelheiten waren. Die Mehrheit der Herrschaften, so der Verwaltungschef weiter, wollte eher abwarten, bis vielleicht irgendwann bezugsfertige Räume im historischen Rathaus zur Verfügung stehen würden.

Im Vorfeld dieser Vereinssitzung hatte tatsächlich Hans-Joachim Urmann maßgeblich die Verhandlungen mit der Amtsverwaltung zur Pacht des Ladengeschäfts neben der Bibliothek geführt. Insbesondere wollte der 67-Jährige Fördermittel akquirieren. Schon damals hatte Thomas Hemmerling, wie er jedenfalls berichtet, dem Initiator gegenüber betont, dass der Abschluss eines Pachtvertrages keinen Sinn mache, wenn das Vorhaben nicht gefördert werde und der Verein es alternativ aus eigener Finanzkraft nicht stemmen könne. Seinerzeit habe Hans-Joachim Urmann erklärt, Förderanträge bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und beim Landkreis Potsdam-Mittelmark gestellt zu haben. Die Stärkung der touristischen Infrastruktur sei das Ziel gewesen. Mit der Umsetzung rechnete er optimistisch im Jahr 2013.

Es kam aber anders. Wie sich Thomas Hemmerling erinnert, habe Hans-Joachim Urmann während der Stadtratssitzung im Mai des vergangenen Jahres gegen die Volksvertreter und die Amtsverwaltung „gepoltert“. Ohne einen Pachtvertrag, so behauptete Urmann, würden keine Zuwendungen bewilligt. Deshalb forderte er das Papier ein. „Ich war ziemlich überrascht, weil sich Herr Urmann nicht einmal vorher gemeldet hatte“, sagte der Rathauschef jetzt.

Derweil will sich der Förderverein für historische Bauten in Niemegk mit der Situation arrangieren. In Marthes ehemaliger Konsum-Verkaufsstelle werden dem interessierten Publikum historische Gegenstände aus dem ehemaligen Ackerbürgerstädtchen gezeigt. „Gern nehmen wir weitere Exponate für die Ausstellung entgegen“, sagt Christian Marthe.

Von Gunnar Neubert

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