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Potsdam-Mittelmark Frauen lenken in Streitfällen eher ein
Lokales Potsdam-Mittelmark Frauen lenken in Streitfällen eher ein
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17:00 25.03.2013
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arbeiten Sie im Amt Brück als ehrenamtliche Schiedsfrau?

Ines Gerdessen: Seit acht Jahren.

Ist unparteiisches Verhandlungsgeschick manchmal schwer?

Gerdessen: Im Grunde nicht. Man muss die Leute nur davon überzeugen, vom eigenen Standpunkt etwas abzurücken, um sich dann in der Mitte zu treffen. Wir versuchen einen Vergleich zu erzielen, mit dem jeder gut leben kann. Daran sind alle interessiert.

Haben sich die Streitthemen im Amt Brück während der Zeit Ihrer Tätigkeit verändert?

Gerdessen: Nein, es sind die gleichen geblieben. Meist sind es nachbarschaftliche Streitigkeiten über bellende Hunde oder Bäume, Hecken und Sträucher, die zu dicht an der Grundstücksgrenze wachsen oder über diese hinwegreichen sowie leider auch Beschimpfungen.

Hat die Bereitschaft zum Streit zugenommen?

Gerdessen: Nein, die Entwicklung ist konstant. Ich habe als Schiedsfrau im Durchschnitt neun Angelegenheiten pro Jahr zu schlichten.

Sind Frauen oder Männer im Streitfall einsichtiger und welches Geschlecht bittet die Schiedsleute nach Ihrer Erfahrung eher um Hilfe?

Gerdessen: Die Eheleute erscheinen meist zusammen zum Vorgespräch, daher kann ich nicht mit Gewissheit sagen, wer von beiden den Anstoß gegeben hat, Hilfe in der Schiedsstelle zu suchen. Doch während der Schlichtungsverhandlung sind die Frauen diejenigen, die eher einlenken und zum Kompromiss bereit sind.

Wann und wo können Interessenten für eine Schlichtung Sie erreichen?

Gerdessen: Sprechtag ist jeden zweiten Dienstag im Monat ab 18 Uhr oder nach Absprache im Amtsgebäude Brück.

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