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Potsdam-Mittelmark Friedensbotschaft zum Einzug
Lokales Potsdam-Mittelmark Friedensbotschaft zum Einzug
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07:55 23.12.2014
47 Flüchtlinge, vor allem aus Syrien und Serbien, zogen in die Fercher Zweigstelle der Erstaufnahme ein.
47 Flüchtlinge, vor allem aus Syrien und Serbien, zogen in die Fercher Zweigstelle der Erstaufnahme ein. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Ferch

47 Frauen, Männer und Kinder, zumeist aus Syrien und Serbien, bezogen am Montagvormittag die neue Außenstelle in Ferch (Gemeinde Schwielowsee) der Erstaufnahmeeinrichtung Eisenhüttenstadt beziehen. Begrüßt wurden sie von Werderanern und Ehrenamtlichen mit Kuchen und Friedensbotschaften auf Transparenten.

"Die Kinder haben sich gefreut, als wir ihnen zur Begrüßung zuwinkten", sagt Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU), bewegt von der ersten Begegnung. Sie sprach den Helfern vom "Netzwerk der Hilfe" ein großes Dankeschön aus. "Sie haben das Haus, ein ehemaliges Soldatenheim, für die Familien mit farbenfrohen Kindermalereien geschmückt und im Spielzimmer die Regale liebevoll gestaltet. Die Räume sind nun längst nicht mehr so kahl wie noch vor einer Woche", sagt Hoppe.

Friedensbotschaften von Ehrenamtlichen zum Empfang in Ferch. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Ehrenamtlichen wollen laut Pfarrer Frank-Michael Theuer aus Caputh auch in den nächsten Tagen aktiv bleiben, damit die schon organisierten Fußballtore noch vor Weihnachten aufgestellt werden können. Man will keine Zeit verlieren, den Familien im eher abgelegenen Haus im Gewerbegebiet Ferch Abwechslung bieten, damit sie sich wohlfühlen können. Schon zum Tag der offenen Tür in der vergangenen Woche hatten Bürger aus Werder und der Gemeinde Schwielowsee bei der Besichtigung des Heimes ihre Unterstützung zugesagt. So sind Begegnungen der Einheimischen geplant, bei denen die Familien die deutsche Sprache kennenlernen oder man gemeinsam singt. Trainer Manfred Beger aus Ferch hält leichtes Fußballtraining für Interessierte für möglich, da am Haus genug Platz zum Spielen ist.

Weil am Montag zur Ankunft soviel Trubel war, will Glindows Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm (AFB) den Familien am Dienstag einen Besuch abstatten. "Sie müssen doch wissen, wo sie sind und was sie umgibt, damit sie in Ruhe ankommen können und sich dennoch nicht allein fühlen", sagt Wilhelm.

Mehr Familien kommen

280 Asylbewerber sollen bis zum Sommer 2015 in der Erstaufnahme in Ferch einziehen. Sie werden für maximal drei Monate in dem umgebauten ehemaligen Wohnheim der Bundeswehr leben.
Die neue Außenstelle soll helfen, die angespannte Situation in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zu entschärfen. Die Erstaufnahmestelle betreut nach Ministeriumsangaben 1324 Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Ferch.

Von Regine Greiner

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