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Potsdam-Mittelmark So lief die Saison auf dem Campingplatz
Lokales Potsdam-Mittelmark So lief die Saison auf dem Campingplatz
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16:40 12.11.2018
Fritz Lintow ist der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins „Niemegker Land“ und Platzwart auf dem Campingplatz Rädigke. Quelle: Christiane Sommer
Rädigke

Der Fremdenverkehrsverein „Niemegker Land“ betreibt seit April auch den Campingplatz in Rädigke. Er ist der kleinste im Land Brandenburg und zugleich der einzige im Hohen Fläming. Verpächter ist die Gemeinde Rabenstein/Fläming. Fritz Lintow – Vereinsvorsitzender und Platzwart – zieht Bilanz der zu Ende gegangenen Campingsaison.

Herr Lintow, wie fällt Ihr Fazit für die Saison aus?

Fritz Lintow: Sie war hervorragend und die Entscheidung des Vereins, den Platz zu betreiben, ist richtig gewesen. Seine Lage direkt am R1 ist ideal und Radwandern ist immer mehr im kommen. Man glaubt gar nicht, wie viele Leute über den R1 durch die Region kommen. Jetzt fehlt nur noch eine Art Pilgerweg, der hier entlang führt. Der Platz hat auf jeden Fall noch Potenzial. In diesem Sommer hat einzig ein kleiner Badepool gefehlt. Kein Wasser zum schwimmen in der Nähe zu haben, ist eigentlich unser einziger Minuspunkt.

Was heißt das in Zahlen?

1368 Menschen haben auf dem Campingplatz übernachtet. 235 in mitgebrachten Zelten. Die Bungalows wurden 108 Mal vermietet. Gut angefragt waren auch die Caravanstellplätze. Ein Wohnwagen steht sogar immer noch hier. Es sind Dauercamper, ein älteres Ehepaar aus Dessau, das sich noch nicht ganz verabschieden konnte. Sie hatten ihren Wohnwagen über die gesamte Saison hier stehen. Ich kann schon jetzt sagen, dass wir keine roten Zahlen geschrieben haben – im Gegenteil.

Wird der Fremdenverkehrsverein den Pachtvertrag also verlängern?

Ich denke, ja. Der Vorstand kennt die durchweg positiven Zahlen bereits. Deshalb gehe ich fest davon aus, dass die Vereinsmitglieder auch nichts dagegen haben.

Von wo kamen all die Camper?

Eigentlich von überall. Ich habe Gäste aus Australien, Kanada, den USA, Frankreich, Norwegen, Schweden, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und aus allen Ecken Deutschlands begrüßen können. Es war ein wirklich spannender Sommer – auch für mich. Anders kann ich es nicht bezeichnen.

Als Platzwart waren Sie von April bis Oktober täglich vor Ort und Mann für alle Fälle. Bleibt es im kommenden Jahr dabei?

Na klar, ich wohne doch gleich im Nachbardorf, direkt am R1, und mir hat es großen Spaß gemacht. Mit dem Moped bin ich jeweils schnell hier. Da ist es auch kein Problem, wenn Camper manchmal erst sehr spät anreisen. Jetzt steht im November aber erst einmal mein Urlaub an. Vorher muss der Platz natürlich noch Winterfest gemacht werden. Damit ist noch einmal viel Arbeit verbunden.

Sind mit Blick auf den Fortbestand des Pachtvertrages Veränderungen geplant?

Eigentlich nicht. Im Sanitärbereich sollen die Fliesen erneuert und für die Küche nach Möglichkeit eine neue Spülmaschine angeschafft werden – die wissen die Camper sehr zu schätzen. Wir wollen den Platz natürlich weiter bekannter machen und den Info-Punkt ausbauen. Wenn der Platz jetzt in der Winterruhe liegt, werde ich mit einem Infostand auf dem Weihnachtsmarkt im Naturparkzentrum in Raben präsent sein. Beim Drachenfest in Locktow und bei der Aktion „48 Stunden Fläming“ habe ich das auch schon so praktiziert. Auch im nächsten Jahr wird es für unsere Gäste auf dem Platz wieder einen kleinen Verkaufsbereich mit frischen Brötchen, Dingen des täglichen Bedarfs und Getränken geben.

Gab es ein ganz besonderes Erlebnis?

Auf jeden Fall. Ein Pärchen aus Berlin, das seit einem Jahr mit dem Fahrrad unterwegs ist. Auf den Tag genau vor einem Jahr, an dem sie in Sri Lanka gestartet waren, übernachteten sie mit Ziel Berlin hier auf dem Platz in Rädigke.

Interview: Christiane Sommer

Von Christiane Sommer

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