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Potsdam-Mittelmark Eine große Weide muss fallen
Lokales Potsdam-Mittelmark Eine große Weide muss fallen
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17:04 08.05.2014
Immer beliebter: Auf dem Deich verläuft seit 2008 der Havelradweg.
Immer beliebter: Auf dem Deich verläuft seit 2008 der Havelradweg. Quelle: F. Bürstenbinder
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Deetz

Die Hochwasserschutzanlagen bei Deetz, Schmergow und Phöben sind insgesamt gut über den Winter gekommen. So das Fazit der Fachleute bei der Frühjahrsdeichschau. Eine große Weide wird die laufende Woche allerdings nicht überleben. Wohl oder übel stimmte Reinhard Bathke von der Unteren Naturschutzbehörde einer Fällung des seit letztem Herbst immer mehr aus dem Lot geratenen Baumes zu.
Denn wenn die wasserseitig am Deich bei Deetz wachsende Weide fällt, dann sehr wahrscheinlich auf den Havelradweg, der seit 2008 auf der Deichkrone verläuft. „Hier ist Gefahr im Verzug. Nicht ausgeschlossen, dass die starke Windböe eines Sommergewitters böses Unheil anrichten kann“, meinte Kornelia Kumm. Sie ist verantwortlich für den Hochwasserschutz im Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. In dessen Auftrag pflegt und unterhält der Wasser- und Bodenverband Nauen die Deichanlagen an der Havel. Der Verband hat nun den Auftrag den Baum zu fällen, den Stubben zu roden und das Loch gut zu verbauen.

Größere Sorgen machen den Deichläufern aus verschiedenen Behörden die Zustände in einem Teil der Deetzer Anglersiedlung. Wo die Verwallung auf einem eingezäunten Privatgrundstück verläuft, wurde bis in den Deichkörper hineingepflanzt. Auch ein Schuppen steht gefährlich nah an dem Erdbauwerk. An anderen Stellen wird das Regenwasser nicht auf dem eigenen Grundstück versickert, sondern dem Deichkörper zugeleitet.

Wie es überhaupt um den Hochwasserschutz für die Anglersiedlung steht, die immer wieder mal mit Havelwasser Bekanntschaft macht, soll ein Gutachten ergeben. „Der Auftrag wird in den nächsten Wochen vergeben. Aus dem Gutachten wird ein Maßnahmeplan abgeleitet. Dann wird gehandelt“, kündigte Hochwasserexpertin Kumm an.

Im Protokoll der Deichkontrolle wird auch das Schöpfwerk Deetz festgehalten. Dort soll eine Rampe angelegt werden, um das vor dem Einlauf herausgefischte Treib- und Schwemmgut leichter abtransportieren zu können. Außerdem soll den Fahrzeugen des Wasser- und Bodenverbandes Nauen das Wenden erleichtert werden. Denn wo das Schöpfwerk steht, ist für die rollende Technik keine Durchfahrt von Deetz in Richtung Anglersiedlung möglich. In Richtung Schmergow stellt sich bei der Kontrolle heraus, dass es diverse Schadstellen an der Deichkrone gibt, wie Burkhard Hempel vom Ressort Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung berichtet. Offensichtlich gibt es tierische Verursacher. Grünes Licht hat der Wasser- und Bodenverband für eine vorgezogene Mahd der Deiche. Bei Phöben steht das Gras witterungsbedingt schon so hoch, dass es umfällt.

Von Frank Bürstenbinder

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