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Potsdam-Mittelmark Gestatten, hier kommt „Luthers Perle“
Lokales Potsdam-Mittelmark Gestatten, hier kommt „Luthers Perle“
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17:47 11.09.2017
Jetzt wirds prickelnd: Bodo Höhne gießt seiner Frau Astrid einen Schluck von „Luthers Perle“ ein. Die Apfelkreation wurde auch schon aus Amerika und Asien angefragt. Quelle: Christiane Sommer
Niemegk

Martin Luthers Perle war Katharina von Bora. Ob er sie jemals so nannte, ist natürlich nicht überliefert. Auch nicht zweifelsfrei, ob das berühmte Zitat „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, wirklich aus Luthers Mund stammt. Ungeachtet dessen hat der Niemegker Getränkeproduzent Bodo Höhne seine neueste Kreation den beiden gewidmet und sie auf den Namen „Luthers Perle“ getauft.

Seit kurzem ist der süße Schluck aus dem Fläming erhältlich und hat mit dem verheißungsvollen Namen bereits Eindruck hinterlassen und so manchen Gaumen verzückt. Wer die Perle trinkt, schmeckt Apfelsaft ohne Zuckerzusatz, der mit Kohlensäure versetzt ist. Wohlbemerkt, es ist keine Apfelschorle.

„Appletiser“ – fast ein Nationalgetränk

Die Idee für „Luthers Perle“ brachte Bodo Höhne von einer Reise nach Südafrika mit heim. Zu seinem 50. Geburtstag bekam er den Trip dorthin geschenkt, der geschmackliche Begegnungen mit dem in Südafrika beliebten „Appletiser“ nach sich zog. Der Drink gehöre dort zu den beliebtesten Durstlöschern und gleiche einem Nationalgetränk, berichtet Höhne. Allerdings wird das prickelnde Getränk dort aus Apfelsaftkonzentrat hergestellt und in Dosen vermarktet.

Schon vor dem Heimflug hatte er die nächste berufliche Herausforderung für sich klar umrissen. Ein „Appletiser“, gemacht in Niemegk sollte kreiert werden. Aber Apfelsaftkonzentrat? „Das widerstrebt unserer Philosophie“, erklärt Ehefrau Astrid Höhne. Also haben sie darauf verzichtet. Wieder daheim, wagten sie sich an das Experiment. Fünf lange Jahre nahm die Entwicklung des alkoholfreien Durstlöschers, mit dem der Unternehmer noch Großes plant, in Anspruch.

„Luthers Perle“ besteht aus regionalen Äpfeln und Kohlensäure. Sie wird bald auch in die USA verschifft. Quelle: Christiane Sommer

Mit „Luthers Perle“ will sich Bodo Höhne im kommenden Jahr auf der Grünen Woche in Berlin um den ausgelobten Marketingpreis bewerben. Bis dahin soll der mit Kohlensäure versetzte Apfelsaft dann auch noch in naturtrüber Version erhältlich sein.

Regional bedeutet Unterschied im Geschmack

„Ganz wichtig ist uns bei der Herstellung der regionale Bezug“, macht Astrid Höhne deutlich. Bedenkt man die roten, gelben oder grünen Äpfel, die in der Region an den Bäumen hängen, müsse man auch die erwarteten Geschmacksvariationen berücksichtigen. Schließlich sind das Äpfel unterschiedliche Sorten.

Mit Blick auf das Lutherjubiläum mussten die Eheleute nach erreichter Produktreife ihrer neuesten Getränkekreation nicht lange nach einem passenden Namen suchen. Mit dem Apfel als wichtigsten Rohstoff aus der Region fiel der passende Name scheinbar vom Himmel - so suggeriert es zumindest das Flaschenetikett. Da sitzt der große Reformator Martin Luther nicht mürrisch sondern fröhlich dreinblickend, seiner Perle gegenüber: Katharina von Bora. Unter einem Apfelbaum natürlich. Die Äpfel lachend über ihren Köpfen, die fruchtige Lutherperle prickelnd in den Bechern.

Anfragen aus Amerika und Asien

In der gut sortierten Wittenberger Gastronomie - und nicht nur dort - hat „Luthers Perle“ in den zurückliegenden Monaten bereits viele Liebhaber gefunden. „Es gibt erste Anfragen aus den USA“, sagt Bodo Höhne. Eigentlich wollte er nur das Bier dorthin exportieren.

Nun aber sieht es danach aus, als ob demnächst mit dem Fläminger Bier und der roten Brause aus Niemegk auch „Luthers Perle“ in die Vereinigten Staaten verschifft wird. „Die Welt ist eben globaler geworden“, bemerkt der Unternehmer. Er lacht und erwähnt dabei ganz nebenbei, dass auch die ersten Anfragen aus Asien eingetroffen sind.

Darum ist es keine Apfelschorle

Luthers Perle“ vom Getränkeproduzenten Bodo Höhne ist keine Apfelschorle. Der Unterschied besteht in der Zusammensetzung.

Zu 100 Prozent besteht das Getränk aus Apfelsaft. Dabei wird kein Zucker zugesetzt. Das Getränk ist mit Kohlensäure versetzt und nur leicht prickelnd. Apfelschorle hingegen ist eine Mischung aus Apfelsaft und Mineralwasser.

Zur Herstellung werden regionale Äpfel verwendet, weshalb der Geschmack je nach verwendeter Apfelsorte variieren kann.

Die bekannteste Marke, die diese Art des Getränks verkauft ist weltweit „Appletiser“. Allerdings gibt es das hierzulande kaum zu erstehen.

Von Christiane Sommer

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