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Groß Kreutz Die schlimmsten Bürgersteige von Deetz
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21:56 20.09.2019
David Bertz und die beiden Groß Kreutzer Gemeindevertreter Reinhard Keding und Frank Birkholz (v. l.) bei einem Vorort-Termin an der Alten Dorfstraße in Deetz. Der Fußweg ist voll mit Stolperfallen. Quelle: Marion von Imhoff
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Deetz

Manche Fußwege haben diesen Namen wohl nicht mehr verdient: Die schlimmsten Bürgersteige von Deetz jedenfalls wohl kaum noch. Sie verlaufen entlang der Groß Kreutzer Straße und der Alten Dorfstraße. Die beiden Gemeindevertreter Reinhard Keding und Frank Birkholz von der Interessengemeinschaft Havel haben am Freitag bei einem Vorort-Termin ihrem Unmut darüber Luft gemacht. Gemeinsam mit David Bertz, der als sachkundiger Bürger im Sozial- und Kita-Ausschuss der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) vertreten ist, zeigten sie die gefährlichen Stolperfallen auf den Fußwegen.

Fußgroße Löcher klaffen im Bürgersteig der Groß Kreutzer Straße. Quelle: Marion von Imhoff

Wie gefährlich solche Bürgersteige sind, zeigt ein Fall in Viesen: Dort war eine 64-jährige Frau 2017 auf dem Gehweg so schlimm gestürzt, dass sie sich schwere Kopfverletzungen zuzog. Sie erlitt mehrere Brüche im Gesicht.Sie verklagte später die Gemeinde Rosenau auf Schmerzensgeld. Nach Angaben des damaligen Bürgermeisters Hans-Joachim Probst ging der Fall an die Versicherung.

Hohes Verletzungsrisiko

David Bertz sprach den Zustand der Deetzer Bürgersteige auch in der Einwohnerfragestunde während der jüngsten Gemeinderatssitzung an. „Dort besteht für die Anwohner ein hohes Verletzungsrisiko“, sagte Bertz.

Tatsächlich steht die Sanierung der beiden Fußwege längst auf der Agenda der Kommune. Doch bisher waren die eingeholten Angebote dazu zu hoch. Darauf wies Bürgermeister Reth Kalsow (CDU) hin: Die Planung sei für beide Gehwege fertig. Auch Ausschreibungen habe es bereits gegeben. Doch die Angebote, die im Rathaus eingingen, hätten mehr als 100.000 Euro über den geplanten Kosten gelegen.

Sanierung zunächst gestoppt

Aus Rücksicht auf die Anwohner seien die Bauprojekte daraufhin gestoppt worden. Man habe die Anlieger nicht über die Straßenausbaubeitragskosten mit solch hohen Summen zur Kasse bitten wollen, so Kalsow. Jetzt, wo diese Beitragspflicht nicht mehr bestehe, sehe das anders aus.

Der Fußweg an der Groß Kreutzer Straße in Deetz stammt aus DDR-Zeiten. Hier haben Wurzeln die Platten hochgedrückt. Quelle: Marion von Imhoff

Am 13. Juni hatte der Landtag die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge beschlossen. Baumaßnahmen können daher nicht mehr auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden.

Im Rahmen der Haushaltsdiskussion könne über beide Bauprojekte gesprochen werden „und wir sehen, wie wir es 2020 realisieren könnten“, sagte Kalsow.

Häufige Bürgerbeschwerden

„In den Bürgerfragestunden kommt es immer wieder zu Bemängelungen dieser Fußwege“, sagt Frank Birkholz. „Die Beschwerden kommen von Jung und Alt. Aber natürlich geht es um die älteren Menschen, die mit Gehhilfen unterwegs sind. Aber auch als junger Mensch ist man nicht gefeit, hier hängen zu bleiben und hinzufallen.“ Der Fußweg in der Groß Kreutzer Straße führt an der Deetzer Kita vorbei.

Ein Schild „Straßenschäden“ weist auf die Gefahr hin. Quelle: Marion von Imhoff

Für die Bürgersteige ist die Gemeinde zuständig und ihr obliegt auch die Verkehrssicherungspflicht. „Es ist für uns ärgerlich, wenn sich die Gemeinde jetzt finanziell auf andere Bereiche konzentriert. Es besteht hier dringender Handlungsbedarf“, so Birkholz.

Wurzeln drücken Platten hoch

Es ist ein Betonplattenweg, einige sind von Wurzeln hochgedrückt, andere haben sich abgesenkt. In einer Einfahrt wechseln sich Kopfsteinpflaster, Schotter und Betonplatten ab. „Schotter geht sicherheitstechnisch gar nicht“, sagt David Bertz. „Die Gemeinde hat eine Verpflichtung und müsste die Instandsetzung finanzieren. Das wird seit Jahren im Gemeinderat angesprochen und man wird immer wieder vertröstet. Zumindest instand gesetzt werden müssen die Fußwege.“

Von Marion von Imhoff

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