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Groß Kreutz Gemeinde beschließt Betreuungsgebühr
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Gemeinde beschließt Betreuungsgebühr
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15:56 20.06.2019
Bildungsstätte mit einem großen Namen: die Erich-Kästner-Grundschule in Groß Kreutz. Quelle: Luise Fröhlich
Groß Kreutz

Die Erich-Kästner-Grundschule Groß Kreutz wandelt sich zu einer Ganztagsschule. Damit muss die Schule künftig eine Nachmittagsbetreuung anbieten. Das haben die Gemeindevertreter von Groß Kreutz (Havel) bereits im Oktober 2018 beschlossen. In der ersten Gemeinderatssitzung nach den Kommunalwahlen haben die Kommunalpolitiker nun eine Gebührensatzung verabschiedet für die schulergänzenden Betreuungsangebote im Rahmen des Ganztagsbetriebes. „Damit werden die Kinder dort genauso behandelt wie in Jeserig“, sagte Bürgermeister Reth Kalsow (CDU). Die Satzung solle nun auf beide Schulen ausgedehnt werden, damit an beiden Einrichtungen gleiche Bedingungen herrschten.

Hintergrund: In Jeserig wurde der Ganztagsbetrieb vor zehn Jahren eingeführt. Weil wegen der integrierten Nachmittagsbetreuung der Ansturm auf diese Schule vorhält, sah der Schulträger keine andere Möglichkeit, als das Konzept der zweiten Grundschule in der Gemeinde anzupassen. Auch sie ist nun eine verlässliche Halbtagsgrundschule mit integrierter Kindertagesbetreuung. Ab 13.30 Uhr starten die Arbeitsgemeinschaften und von 14.45 bis 17 Uhr der Hort für dort angemeldete Kinder.

Gebührenmaßstab laut Satzung ist das Elterneinkommen im vorausgehenden Schuljahr. Die monatlichen Gebühren sind sozial gestaffelt und reichen von 10 Euro für Hartz-IV-Empfänger bis 65 Euro bei einem jährlichen Brutto-Einkommen ab 50.000 Euro.

Schulleiterin Cordula Marten zufolge beginnt der Ganztag nach den Sommerferien. „Die Gebühren werden künftig sozialverträglicher sein als bisher im Hort“, sagt sie. „Ich bin total stolz darauf, dass der Plan schon steht.“ Sie hoffe, „dass alle, die einen Platz möchten, auch einen bekommen“.

Im Gemeinderat entbrannte zu dem Tagesordnungspunkt eine rege Debatte. Nico Faupel (SPD) kritisierte die Gebühren, weil die AGs derzeit kostenlos seien. Auch die Feuerwehr bietet an der Schule eine AG an. „Wenn Feuerwehr etwas kostet, kann ich als Jugendwart sagen, dass wir sie gleich sterben lassen können. Feuerwehr kann nichts kosten“, sagte Faupel. Die Situation vieler Eltern bezüglich der Umstrukturierung der Schule nannte der SPD-Gemeindevertreter: „Nebelstochern“. Er sehe sich als Interessenvertreter der Eltern.

„Bezahlt wird die Gebühr für Bildung und Hort, nicht für die Feuerwehr“. Kurz, der Besuch der einzelnen AGs sei davon unabhängig. Der Betrag wird gezahlt und das Kind kann sich eine AG aussuchen. Kalsow sagte weiter, der Ganztag müsse sich entwickeln: „Manche Sachen sind fertig, manche werden noch entstehen.“

Thorsten Roksch (CDU), Vater von vier Kindern, erzählte von seinen Erfahrungen: „Alle Eltern haben es mit dem Betreuungsvertrag besser gefunden.“ Letztlich segneten die Gemeindevertreter die neue Satzung mit zehn Ja- und sieben Nein-Stimmen ab.

Von Marion von Imhoff

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