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Groß Kreutz Groß Kreutz (Havel) will Landesplan stoppen
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13:12 02.05.2019
Reth Kalsow (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Groß Kreutz (Havel), kämpft für mehr Entwicklungschancen der Kommune. Quelle: Marion von Imhoff
Groß Kreutz (Havel)

Die Gemeinde Groß Kreutz (Havel) fühlt sich vom neuen Landesentwicklungsplan (LEP) geknebelt. In ihrer letzten Sitzung in dieser Wahlperiode verabschiedeten die Gemeindevertreter daher eine Resolution, den Plan zu stoppen, damit Brandenburg und auch Groß Kreutz (Havel) wachsen könnten. Der Plan dürfe nicht in Kraft treten, sondern solle neu verhandelt werden, fordert die Kommune. Die Gemeindevertreter votierten einstimmig für die Resolution.

„Die von Berlin ausgehenden Entwicklungsimpulse werden nicht ausreichend ins Land getragen“, heißt es in dem Papier. „Gerade den berlinferneren Regionen wird Entwicklungspotenzial pauschal abgesprochen.“ Wachstumsmöglichkeiten würden gehemmt, weil Wohnungsbau nur auf den Siedlungskern beschränkt würde. Damit sind etwa neue Wohngebiete schwierig zu realisieren.

Bessere Entwicklungsachsen

Die Gemeindevertreter vermissen zudem eine „ambitionierte Planung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Nur mit schnelleren Zugverbindungen und einer besseren Taktung lassen sich Entwicklungsachsen bis in die ländlichen Regionen hinein etablieren.“

Die Resolution kritisiert zudem, dass die von „tausenden Bürgern, Verbänden, Kommunen“ und Firmen vorgebrachten Änderungsvorschläge weitgehend ignoriert worden seien.

Kontinuierlicher Zuzug

Groß Kreutz (Havel) reiht sich ein in viele Kommunen, die in dem Landesentwicklungsplan kaum Chancen Wachstum sehen. Trotz attraktiver Lage werde zu wenig Bautätigkeit genehmigt. Die Kommune verweist stets auf ihren kontinuierlichen Zuzug. 2015 zählte die Gemeinde 7974 Einwohner. Seitdem wächst die Zahl der Einwohner in den acht Ortsteilen wieder und liegt heute bei rund 8530.

Groß Kreutz (Havel) gilt durch die Anbindung an den Regionalexpress 1, die Nähe zu den Autobahnen A 10 und A 2 und die Bundesstraße 1, die durch die Gemeinde verläuft, als attraktiver Wohnstandort für Pendler, die in Brandenburg, Potsdam und Berlin arbeiten.

Der LEP regelt die Raumordnung in Berlin und Brandenburg. Er gibt den Kommunen Wachstumsmöglichkeiten vor. Im Sommer soll er in Kraft treten.

Von Marion von Imhoff

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