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Groß Kreutz Nach Waldbrand: Neue Brunnen und Geschirr
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Nach Waldbrand: Neue Brunnen und Geschirr
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15:56 15.08.2018
Auf zwei Hektar brannte es am 5. August 2018 am Götzer Berg. Ein Löscheinsatz reichte nicht.
Auf zwei Hektar brannte es am 5. August 2018 am Götzer Berg. Ein Löscheinsatz reichte nicht. Quelle: Julian Stähle
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Götz

In der Nähe des Götzer Berges sind im nächsten Jahr noch ein oder zwei Brunnen für die Löschwasserversorgung geplant. Sollten bei Bränden natürliche Wasservorkommen in der Nähe sein, wie zum Beispiel die Havel, wird der zügige Aufbau einer Schlauchstrecke parallel zum Löschangriff mit Tanklöschfahrzeugen favorisiert. Das sind einige der Schlussfolgerungen aus den jüngsten Bränden im knochentrockenen Kiefernbestand an den Hängen des 108 Meter hohen Götzer Berges.

Dank an Feuerwehrleute

Bei der Sitzung des Bauausschusses der Gemeindevertretung von Groß Kreiutz (Havel) in dieser Woche sprach Bürgermeister Reth Kalsow (CDU) allen beteiligten Kameraden ein „dickes Dankeschön“ aus. Auch die Versorger, die sich um Essen für die Feuerwehrleute kümmerten, schloss der Bürgermeister in seine lobenden Worte ein. Kalsow würdigte ebenso die Hilfe der Firmen Meab und Wessels. Bei einer Ortswehrführerberatung am 30. August soll der Einsatz im Detail ausgewertet werden.

Als Grund für das Feuer kann Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Die Forstverwaltung hat Anzeige erstattet. Quelle: Julian Stähle

„Wir haben als Verwaltung überlegt, was die Gemeinde an vorbeugende Maßnahmen für ähnliche Fälle tun kann“, sagte Kalsow in seinem Bericht an den Bauausschuss. Dazu gehört zum Beispiel die Einlagerung von Einmalgeschirr. Lebensmittel oder Getränke zu bunkern, mache dagegen keinen Sinn, so der Bürgermeister. Denkbar wäre auch ein gewisser Vorrat an leeren Kanistern, um Kraftstoff nachzuführen.

Besonders gefährdet

Der Einsatz hat gezeigt, dass nicht alle Feuerlöschbrunnen in Götz dauerhaft leistungsfähig sind. Sie sollen in einigen Wochen noch einmal überprüft werden. Möglicherweise ist die lange Trockenheit schuld. Probleme gab es mit verstopften Pumpen, weil die von der Firma Wessels herangeführten Wasserwagen zuvor Gülle geladen hatten. Im Gefahrenabwehrbedarfsplan der Gemeinde wird der Bereich Götzer Berge als besonders gefährdet eingestuft. Und zwar weil die Bebauung teilweise nahe an die Waldgebiete heranreicht. Die Brandursache ist weiterhin unklar.

Von Frank Bürstenbinder