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Groß Kreutz Tempo 30 für Straßen in Deetz und Schenkenberg gefordert
Lokales Potsdam-Mittelmark Groß Kreutz Tempo 30 für Straßen in Deetz und Schenkenberg gefordert
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19:03 24.06.2019
Die Kirschenallee in Groß Kreutz Ortsteil Schenkenberg soll künftig eine 30 Zone werden. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Groß Kreutz (Havel)

In der Gemeinde Groß Kreutz (Havel) wird die Verwaltung prüfen, in welchen Ortsteilen und welchen Straßen Tempo 30 wünschenswert wäre. Anlass dafür ist die Beschlussvorlage, für fünf Straßen in Schenkenberg Tempo 30 beim Straßenverkehrsamt des Landkreises zu beantragen. Es geht um die Bruchstraße, den Heiderosenweg, die Heidestraße, die Fliederstraße und die Kirschenallee. Sollte diese abgelehnt werden, hält die Verwaltung das Tempolimit in der Waldstraße für wünschenswert. Die Kirchenallee, die Richtung Trechwitz führt, ist eine Kreisstraße, daher ist die Verwaltung skeptisch, Tempo 30 zu erreichen.

Tempo 30 solle den Verkehr beruhigen und die „Wohn- und Aufenthaltsqualität verbessern“, heißt es in dem Beschlussantrag.

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Süring stößt Debatte an

Im Gemeinderat entstand bei dem Tagesordnungspunkt eine Debatte, angeregt durch Burghard Süring (IG Havel), Ortsvorsteher in Deetz, deren anfängliche Schärfe der Gemeindevertretervorsitzende Franz Herbert Schäfer (CDU) sofort dämpfte.

„Wenn sich der Schenkenberger Ortsbeirat für Tempo 30 ausspricht, kommt es sofort auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung“, so Süring. In Deetz setze sich der Ortsbeirat schon seit längerer Zeit für dieses Tempolimit für bestimmte Straßen ein, ohne dass es auf die Tagesordnung im Gemeinderat käme, kritisierte Süring. Er vermute, dass liege daran, „dass gewisse Leute in Schenkenberg wohnen“. Dies war eine Anspielung auf die Tatsache, dass Bürgermeister Reth Kalsow (CDU) Schenkenberger ist. Kalsow widersprach dem sofort.

Schäfer pocht auf Zusammenhalt

Auch Schäfer wies das zurück. „Wir haben hier zehn Jahre sehr gut zusammengearbeitet“. Es ginge hier nicht um die einzelnen Interessen der Ortsteile, sondern um Zusammenarbeit im Sinne aller Ortsteile. Er sprach damit die Situation vor Jahren an, in denen die Gemeindevertretung beziehungsweise davor der Amtsausschuss von Emster-Havel zeitweise heftig zerstritten war.

Burghard Schröder (SPD), Gemeindevertreter aus Deetz, verwies auf die Gefährlichkeit in der Götzer Straße in Deetz. „Die ist nicht mal fünf Meter breit, wenn sich da zwei Lastwagen begegnen, muss einer auf den Fußweg ausweichen.“ Dort sei Tempo 30 dringend nötig. Gleiches gelte für den August-Bebel-Platz bis zur Ecke Kleine Bergstraße, sagte Schröder weiter.

Kritik am Landkreis

Kritik kam auf, dass die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises sehr zögerlich bei dem Erlass von Tempo 30 sei.

In jedem Ortsteil gebe es Straßen, wo Tempo 30 nötig sei, sagte Andreas Gohlke, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat. „Tempo 30 will ja niemand zum Spaß haben, sondern es hat einen Grund.“

Frank Birkholz (IG Havel) warf ein, er könne einem Antrag auf Tempo 30 nicht zustimmen. „Ich kann den Sinn nicht sehen.“ Er enthielt sich anschließend in der Abstimmung, die jedoch mit 16 Ja-Stimmen zugunsten des Tempo 30 ausging. Letztes Wort hat der Landkreis. Die Gemeinde kann nur einen Antrag stellen.

Von Marion von Imhoff

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