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Potsdam-Mittelmark Große Bühne für die Landpartie in Trechwitz
Lokales Potsdam-Mittelmark Große Bühne für die Landpartie in Trechwitz
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18:09 10.06.2018
Erntekönigin Sarah Rodig, Milchkönigin Lina Kersten ( r.), dahinter Landrat Wolfgang Blasig, Minister Jörg Vogelsänger und Gastgeber Timo Wessels, Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner und (v. l.).
Trechwitz

Mit der Kuh auf du und du ist die Brandenburger Milchkönigin Lina Kersten sowieso. Im schicken Kleid war die Hoheit am Samstag mit der Erntekönigin Sarah Rodig zur Eröffnungsveranstaltung der 24. Brandenburger Landpartie auf dem Biohof zum Mühlenberg von Timo Wessels in Trechwitz zu Gast. Über das Wochenende besuchten etwa 2800 Gäste den Hof und noch einmal 800 am Samstagabend zum Tanz.

Angeführt wurde die prominente Delegation am Samstagvormittag, zu der auch die Vorstandsvorsitzende des Verbandes pro agro Hanka Mittelstädt, der Präsident des Landesbauernverbandes Henrik Wendorff, sowie der Landrat von Potsdam-Mittelmark Wolfgang Blasig gehörten, vom Brandenburger Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger.

Die Eröffnung der 24. Brandenburger Landpartie auf dem Biohof zum Mühlenberg in Trechwitz

250 Betriebe in 191 Orten beteiligen sich an der Landpartie

Zusammen mit Bauer Wessels trat Vogelsänger auf der Bühne ans Mikrofon und eröffnete den großen Ausflug aufs Land offiziell. Zwischen Lausitz und Prignitz haben etwa 250 Betriebe in 191 Orten für ein ganzes Wochenende ihre Hof- und Stalltüren geöffnet, um den etwa 100.000 erwarteten Besuchern einen Einblick in das Brandenburger Landleben zu geben.

Minister Vogelsänger durfte im neunten Jahr in Folge den offiziellen Startschuss setzen und betonte seine Freude über die vielen landwirtschaftlichen Betriebe im ganzen Land Brandenburg, die sich an der Veranstaltung beteiligen. „Es geht vor allem auch darum, mit den Besuchern der Landpartie ins Gespräch zu kommen, weil sie vor Ort erleben können, wie viel Arbeit in den Lebensmitteln steckt, die aus unserer Region kommen“, so Vogelsänger.

Ein Shuttle zum Damsdorfer Kuhstall und zurück

Diesen Aspekt der Landpartie hob der Landesbauernpräsident hervor. „In welchem Wirtschaftszweig kann man mit solcher Regelmäßigkeit hinter die Kulissen schauen“, fragte Wendorff in die Runde. Die Besucher des Biohofes bekamen dazu reichlich Gelegenheit.

Auf dem zum Betrieb gehörenden Reiterhof im Kloster Lehniner Ortsteil Trechwitz wurde gefeiert. Auf der Bühne gab es den ganzen Tag über Musik, unter anderem von der Märkischen Schalmeienkapelle Brandenburg, und am Samstagabend einen zünftigen Bauerntanz zu eingängigen Schlagerhits.

Auf dem Reitplatz zeigte der Nachwuchs zu Pferd in einem Geschicklichkeitsparcours was in den regelmäßigen Lektionen gelernt wurde. Technikfreude durften sich beim Baggerfahren ausprobieren und die kleinsten Besucher tobten sich unter anderem auf dem Wasserspielplatz des Reiterhofes aus.

Landfrauen aus Netzen zeigen Handarbeiten

Die Landfrauengruppe aus Netzen zeigte an Spinnrad und Klöppelkissen alte Handarbeitstechniken. Zudem durfte gebastelt und selbst aus frischen Körnern das Frühstücksmüsli für den nächsten Morgen zusammengestellt werden. Die Nahmitzer Landfrauen standen in einer überdimensionalen Milchkanne und schenkten selbstgemachte Milchshakes aus.

Wie das Grundnahrungsmittel seinen Weg ins Glas beginnt, konnten die Landpartie-Besucher im Kuhstall des Biohofes sehen. Mit einem Shuttle ging es vom Festplatz zum großen Stall in Damsdorf. 550 Milchkühe sind dort unter den Vorgaben der biologischen Landwirtschaft untergebracht.

„Bei uns hat jede Kuh auch einen eigenen Namen“, sagte Timo Wessels. Dass eine Kuh namens Ella sein absoluter Favorit ist, verriet der Bauer zum Glück außer Hörweite seiner Kühe. Nicht das es am Ende noch zu Auseinandersetzungen am Futtertrog kommt.

Von Christine Lummert

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