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Potsdam-Mittelmark Große Solidarität mit den Flüchtlingen in Ferch
Lokales Potsdam-Mittelmark Große Solidarität mit den Flüchtlingen in Ferch
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12:04 16.01.2015
Mit den gespendeten Rädern macht den Familien aus Syrien und Serbien der Ausflug mehr Spaß. Quelle: Regine Greiner
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Die Kleiderkammer in der Erstaufnahme für Asylbewerber in Ferch ist viel zu klein für all die Spenden, die eintreffen. "Wir tun, was wir können, aber mit den Mengen ist das Netzwerk gegenwärtig überfordert, das Sortieren und Ausgeben ist gegenwärtig sehr schwierig", sagt Pfarrer Frank-Michael Theuer vom Netzwerk der Hilfe aus Caputh auf Anfrage der MAZ. Die Sicherheitsfirma Boss als Betreiberin sei bemüht, dass zusätzlich zwei große Kellerräume genutzt werden können, doch die baurechtliche Genehmigung liege dafür bisher nicht vor.

Peter Handel von Boss lobt das große Engagement der Bürger aus der Region, um bei der Betreuung der Flüchtlinge zu helfen. "Die Solidarität vor Ort hat all unsere Erwartungen übertroffen. So eine Willkommenskultur erleben wir viel zu selten", sagt Handel der MAZ. Nach den Worten von Theuer würde im Heim für die Kinder noch Spielzeug gebraucht, aber auch Bastelmaterial, große Handtücher und kleine Teppiche sind willkommen.

Große Freude haben die gespendeten Fahrräder ausgelöst. Damit können die Familien kleine Ausflüge in die Umgebung machen. Jetzt wird sogar die Einrichtung einer kleinen Fahrradwerkstatt geprüft. Die Arbeitsgruppe Mobilität vom Netzwerk der Hilfe kümmert sich darum, dass einmal in der Woche ein Fahrdienst zum Einkaufen eingerichtet wird. Sie macht sich auch für eine bessere Busanbindung stark. "Wir freuen uns über die Zusage von der Havelbusgesellschaft, dass ab 9. Februar die Linie 633 auch am Wochenende die Station in unmittelbarer Nähe des Heims anfährt", sagt Theuer. Es gebe auch eine große Bereitschaft, eine vergünstigte Tageskarte für die Flüchtlinge anzubieten. Einzelheiten würden noch geklärt.

Weitere Flüchtlinge kommen

  • 280 Asylbewerber sollen bis zum Sommer in der Erstaufnahme in Ferch einziehen. Sie werden für maximal drei Monate in dem ehemaligen Wohnheim der Bundeswehr leben. Der Einzug im Herbst 2014 hatte sich verzögert, weil es für die Unterbringung noch keine Genehmigung gab.
  • Die neue Außenstelle , als Übergangslösung angelegt, soll helfen, die Situation in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) zu entschärfen. Die Erstaufnahmestelle betreut mehr als 1500 Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Ferch.
  • 44 Gemeinschaftsunterkünfte in Kommunen mit 4600 Flüchtlingen gibt es im Land Brandenburg. Darüber hinaus sind 2200 Menschen in 885 Wohnungen untergebracht.

Zu einem Konzert mit anschließender Kaffee-Runde hatte die Arbeitsgruppe Kultur des Netzwerkes die Asylbewerber in dieser Woche eingeladen. Und weil das Programm bei den Familien gut ankam, soll es schon bald eine nächste kulturelle Begegnung geben.

Im Heim in Ferch gab es auch schon die ersten Deutschstunden. "Dafür haben unsere Helfer in der Arbeitsgruppe Sprache spezielle Unterrichtsbausteine entwickelt, die allen zur Verfügung stehen", sagt Theuer. Zunächst richte sich das Angebot an Erwachsene, es sollen aber auch Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Gleich zur ersten Deutschstunde hatten sich mit Unterstützung des Betreuers zwölf Erwachsene und acht Kinder im kleinen Speiseraum des Hauses eingefunden. Beim Spielen wurde mit den Kindern das Sprechen geübt, während die Erwachsenen konzentriert lernen konnten. Die Schüler kommen aus Syrien, Palästina, Serbien und dem Tschad. Aufgefallen war, dass die Familienväter fehlten. Sie sollen künftig besonders berücksichtigt werden. Alle Teilnehmer des Unterrichts konnten schreiben und machten aktiv mit. Manchen fiel es leichter, anderen schwerer. Zwei junge Männer gaben zu verstehen, sie hätten gerne noch mehr gelernt. Die nächste Stunde ist schon fest eingeplant.

Von Regine Greiner

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