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Potsdam-Mittelmark Grundschüler fit für Straßenverkehr gemacht
Lokales Potsdam-Mittelmark Grundschüler fit für Straßenverkehr gemacht
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14:24 01.06.2018
Revierpolizist Thomas Lau, Olivia Frauendorf, Leon Armes, Lisa Schumann und Revierpolizistin Daniela Tepper (von links). Quelle: Johanna Uminski
Borkheide

Sichtlich aufgeregt stehen 18 Grundschüler mit ihren Fahrrädern in einer Reihe und hören aufmerksam Daniela Tepper zu. Die Revierpolizistin und ihr Kollege Thomas Lau aus Bad Belzig erklären den Kindern den genauen Ablauf der bevorstehenden Fahrradprüfung. Um ihnen die Aufregung ein wenig zu nehmen, lassen die Beamten den Kindern für ihre Aufgaben genügend Zeit und zeigen viel Feingefühl.

„Wir sind auch etwas aufgeregt, weil wir das heute zum ersten Mal machen“, sagt die Polizistin. Etwas erleichtert und freudig schauen die Kinder Daniela Tepper nach diesem Eingeständnis an. Nachdem die Grundschüler mit den Polizisten den Weg zunächst ohne Fahrräder abgelaufen sind, geht es nach einer kleinen Probe an die eigentliche Prüfung.

Vor der Prüfung steigt die Aufregung

Erleichtert zeigt sich Leon Armes kurz nach der bestandenen Fahrradprüfung. „Bei der Probe hatte ich noch Angst, dass ich es nicht schaffe“, erzählt der 10-Jährige, der viel mit seinem Fahrrad unterwegs ist. „Ich fahre mit dem Rad zur Schule.“ Viel mit dem Drahtesel unterwegs ist auch Olivia Frauendorf. „Ich fahre zu meinen Freunden und zur Schule“, sagt die 9-Jährige, für die die Prüfung ein Muss ist. „Es wäre mir sonst peinlich, wenn ich nicht mit dem Fahrrad fahren dürfte und nicht die Verkehrsregeln kennen würde.“

Auch wenn Lisa Schumann nicht ganz so viel mit dem Fahrrad fährt, ist es der 9-Jährigen wichtig, dass sie sich richtig im Straßenverkehr verhält „Ich habe vor der Prüfung richtig gezittert, aber nach der Probe wusste ich, dass es doch nicht so schwer ist“, resümiert die Grundschülerin.

Viele Kinder können nicht die Spur halten

Ziele der Radfahrprüfung sind das selbstständige und sichere Radfahren, das Kennenlernen grundlegender Normen und Regeln und das an die verschiedenen Verkehrssituationen angepasste normgerechte Verhalten mit dem Fahrrad im Straßenverkehr.

Laut einer Untersuchung der Verkehrswacht und der Unfallforschung der Versicherer (UDV) weisen Grundschulkinder zunehmend Schwächen auf.

Mängel treten etwa bei der Einhaltung der Spur während des Blicks zur Seite oder dem Schulterblick auf.

Mehr unter www.polizei.brandenburg.de und www.verkehrswacht-medien-service.de.

Ein ganzes Jahr lang haben sich die Viertklässler auf die Prüfung vorbereitet. „Das ist Teil des Lehrplanes im Sachunterricht“, erklärt Klassenlehrerin Marion Naumann. Neben dem Erkennen der Verkehrszeichen, dem sicheren Händeausstrecken beim Abbiegen und dem richtigen Verhalten bei Fußgängerüberwegen muss auch das richtige Aufsteigen auf das Rad funktionieren. Nur wer die theoretische Prüfung im Unterricht bestanden hat, durfte an der praktischen Fahrradprüfung teilnehmen. Für die Pädagogin ist wichtig, dass die Kinder alle sicher Fahrrad fahren können. „Ich hoffe, dass es heute alle schaffen – wir planen vor den Sommerferien eine Radtour nach Klaistow.“

Bevor sich die Grundschüler auf ihren Zweirädern in die praktische Fahrradprüfung stürzen, kontrollieren die Revierpolizisten noch die technische Sicherheit der Fahrräder wie Beleuchtung und Bremsen. „Außerdem schauen wir uns an, wie die Fahrradhelme sitzen – diese sollten auch die Stirn verdecken“, erklärt die Polizistin.

Sichtlich aufgeregt: Nach der Ankunft der Revierpolizisten Daniela Tepper und Thomas Lau wurde es ernst für die Viertklässler der Borkheider Grundschule. Quelle: Johanna Uminski

Geübt wurden neben dem Anfahren auch der Schulterblick und das richtige Verhalten an Fußgängerüberwegen und Stoppschildern. „Die Aufgaben der Fahrradprüfungen werden für jede Schule je nach Gegebenheiten individuell erstellt“, erklärt Daniela Tepper, die die aufgeregten Grundschüler immer wieder beruhigt. „Manche verwechseln vor Angst auch mal rechts und links“, so die Polizistin. „Aber der Plan ist schon, dass heute alle Kinder glücklich nach Hause gehen können.“

Wenn jemand doch zu aufgeregt wäre, dann würden die Beamten zur erneuten Fahrradprüfung wiederkommen. Das war aber nicht nötig, denn alle Kinder der Klasse 4a hielten am Ende Fahrradpass und Prüfsiegel in der Hand. „Die Kinder fahren in dem Alter viel alleine – da ist es wichtig, dass sie sich selbst sicher im Straßenverkehr bewegen“, ergänzt Revierpolizist Thomas Lau.

Von Johanna Uminski

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