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Potsdam-Mittelmark Steigende Bauland-Preise auch jenseits des Speckgürtels
Lokales Potsdam-Mittelmark Steigende Bauland-Preise auch jenseits des Speckgürtels
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15:12 11.06.2019
Grundstücke in Seenähe – wie hier in Wusterwitz – sind begehrt und durchschnittlich 50 Prozent teurer als in anderen Lagen. Quelle: Dirk Fröhlich
Mittelmark

Die Zahl der Grundstücksverkäufe in Potsdam-Mittelmark ist im vorigen Jahr leicht zurückgegangen. Das geht aus dem neuen Grundstücksmarkt-Bericht des Landkreises Potsdam-Mittelmark für 2018 hervor. Lag die Zahl im Vorjahr bei 3.796 Verträgen, zählte die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses 2018 noch 3.452 Kaufverträge. Dennoch hat sich der Geldumsatz um acht Prozent oder fast 56 Millionen Euro auf 738 Millionen Euro erhöht. Die höchsten Verkaufserlöse erzielten die Eigentümer von bebauten und unbebauten Grundstücken. Im Speckgürtel stiegen die Bodenpreise für Bauland um 23 Prozent und im Berlin ferneren Gebiet um neun Prozent. Trotz der leicht zurückgegangen Zahl der Kaufverträge: Die verkaufte Fläche wuchs auf 3.207 Hektar und damit um acht Prozent.

Riesige Preisspannen

Doch weiterhin sind die Unterschiede zwischen Metropolenraum und den Regionen um Bad Belzig und Stadt Brandenburg (Altkreis Brandenburg) erheblich. In Kleinmachnow zahlten die Käufer pro Quadratmeter Bauland zwischen 280 und 790 Euro. In Wiesenburg kostete der Quadratmeter Bauland im vorigen Jahr zwischen 5 und 23 Euro. Nur im Amt Ziesar ist Bauland noch günstiger mit vier bis 20 Euro pro Quadratmeter. Am meisten kostete das Bauland in diesem sogenannten weiteren Metropolenraum in Wusterwitz und Groß Kreutz (Havel).

In Wusterwitz legten Grundstückskäufer zwischen 6 und 125 Euro pro Quadratmetern hin und in Groß Kreutz (Havel) zwischen 21 und 75 Euro pro Quadratmeter. In der Gemeinde Kloster Lehnin sind es zwischen acht und 80 Euro pro Quadratmetern. In Treuenbrietzen zahlt der künftige Häuslebauer 5 bis 44 Euro je Quadratmeter Bauland. Im Amt Brück kostet der Quadratmeter je nach Lage zwischen acht und 85 Euro.

Baden im nahen See

„Generell kann man sagen, dass Seenähe den Preis um 50 Prozent teurer macht“, sagt Kai-Uwe Schwinzert, Sprecher des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Auffällig ist der Unterschied auch bei den Kaufsummen für Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen Speckgürtel und abgelegeneren Regionen im Fläming und rund um Brandenburg an der Havel.

27 Prozent der Häuser im Speckgürtel, die im vorigen Jahr den Eigentümer wechselten, kosteten mehr als 500.000 Euro. Bei zwölf Prozent lagen die Kaufpreise zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Diese beiden Preislagen brachten lediglich je ein Prozent der Kaufverträge im strukturschwächeren Raum fernab der Metropole Berlin auf.

Die Renner auf dem Land

53 Prozent der Häuser in der Peripherie kosteten die Käufer im vorigen Jahr zwischen 300.000 und 400.000 Euro. 27 Prozent der Verträge umfassten dieses Preissegment in den Altkreisen Brandenburg und Belzig. Mit 37 Prozent Anteil an den Kaufverträgen gingen die meisten Häuser, die verkauft wurden, für unter 100.000 Euro weg. Bis zu 200.000 Euro kosteten 34 Prozent der verkauften Häuser im westlichen Teil Potsdam-Mittelmarks.

Berlin-fern wurden 158 Kaufverträge über Ackerland abgeschlossen und 43 im Speckgürtel. Insgesamt sank die Zahl der Kaufverträge für Ackerland um zehn Prozent. Die Preisspanne reicht von 17 Cent pro Quadratmeter bis 1,50 Euro.

Stadt Werder führt

Die Stadt Werder führt weiterhin die Zahl Grundstücksverkäufe an mit 370 Abschlüssen im vorigen Jahr, gefolgt von Teltow und dem Amt Brück mit immerhin auch 279 Verkäufen.

Von den 738 Millionen Euro Gesamtumsatz beziehen sich mit 60 Prozent die meisten Verträge auf bebaute Grundstück. 18 Prozent der Summe stammt aus dem Verkauf von Bauland und damit fast so viel wie durch Wohnungseigentum mit 17 Prozent. 4,5 Prozent stammen aus dem Verkauf land- und forstwirtschaftlicher Flächen. Bei der Fläche sieht es naturgemäß genau umgekehrt aus: 80 Prozent der verkaufen Fläche waren land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, Bauland fünf Prozent und bebaute Grundstücke zwölf Prozent.

Von Marion von Imhoff

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