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Potsdam-Mittelmark Allzeithoch am Grundstücksmarkt Potsdam-Mittelmarks
Lokales Potsdam-Mittelmark Allzeithoch am Grundstücksmarkt Potsdam-Mittelmarks
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14:31 09.04.2018
Bauland ist gefragt im Kreis. An der Albert-Baur-Straße in Bad Belzig entsteht ein kleines Wohngebiet mit neuen Eigenheimen. Bauarbeiter der Firma Friedrich und Parthier aus Lütte sind dort tätig.         Quelle: Thomas Wachs
Bad Belzig

Der Grundstücksmarkt im Hohen Fläming verzeichnet teilweise stärkere Preisanstiege als im Norden des Landkreises Potsdam-Mittelmark der Speckgürtel der Metropolen Berlin und Potsdam. Das geht aus der jetzt vom Gutachterausschuss des Kreises präsentierten Auswertung der Verkaufspreise für unbebaute Grundstücke des vorigen Jahres hervor.

„Auch im weiteren Metropolenraum gibt es nun signifikante Steigerungen. Prozentual gesehen haben wir teilweise Zuwächse um mehr als 40 Prozent registriert“, sagt Wilk Mroß, der Vorsitzende des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Potsdam-Mittelmark. So stieg der Quadratmeterpreis zum Beispiel in der Ortslage von Borkwalde von 28 auf 40 Euro. Das ist ein Plus von 42 Prozent. Im Wohnpark Ortszentrum werden gar 49 Euro fällig. Im benachbarten Borkheide liegt der Spitzenwert bei 55 Euro für die Breite Heide.

Brücker „Gänsematen“ teuerste Lage im Hohen Fläming

Bauland bleibt allgemein gefragt. So hat der Ausschuss für 2017 „im Landkreis ein Allzeithoch registriert, sowohl was die Anzahl der Verkäufe als auch die Höhe der gezahlten Preise angeht“, sagt Wilk Mroß der MAZ. Der höchste Durchschnittswert im Hohen Fläming ist für das neue Brücker Wohngebiet „Gänsematen“ quittiert worden. Dort zahlten Käufer rund 75 Euro pro Quadratmeter, während der Schnitt im übrigen Stadtgebiet bis zu 49 Euro beträgt.

In der Kreisstadt Bad Belzig bleiben die Puschkinstraße, die Kurparksiedlung sowie das Areal an Kiefernweg und Lärchenweg die teuersten Lagen. Dort wurden die Richtwerte mit 60 Euro festgelegt. Die Ortsteile indes rangieren mit Werten zwischen fünf Euro in Werbig und 14 Euro in Lütte eher im preiswerten Bereich. Ähnlich stellen sich auch die Preise in den übrigen dörflichen Lagen im Hohen Fläming dar.

Jeder kann Richtwerte einsehen

Öffentlich bekannt gemacht werden der Bodenrichtwerte in den Verwaltungen der Städte und Ämter des Landkreises.

Die Bodenrichtwerte sind im Portal „Boris“ des Landes Brandenburg unter der Internetadresse www.boris-brandenburg.de zur allgemeinen Information frei zugänglich.

Ebenso kann jedermann bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in Teltow Auskunft über Bodenrichtwerte erhalten. Telefonische Auskünfte sind gebührenfrei, schriftliche kosten in der Regel 15 Euro.

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ist zu erreichen unter 03328 / 318-314 oder -313.

In der Treuenbrietzener Kernstadt liegen die Richtwerte in der Spitze bei 35 Euro. Niemegker Ortslagen wurden mit 28 Euro notiert. In der Gemeinde Wiesenburg liegt der Spitzenwert für Wiesenburg Ost bei 23 Euro und damit drei Euro höher als im Jahr 2016.

Fast überall im Landkreis Potsdam-Mittelmark zeigt die Tendenz mehr oder weniger stark nach oben. Lediglich 20 der 347 notierten Bodenrichtwerte sind um einen bis zehn Euro gesunken. Angehoben wurden dagegen 175 Werte – und zwar um bis zu 140 Euro pro Quadratmeter. Die höchste Steigerung mit einem Plus von 63 Prozent verzeichnete dabei Stahnsdorf. Dort ging es nördlich der Potsdamer Allee von 240 auf 380 Euro pro Quadratmeter.

Spitzenreiter im Landkreis bleibt Kleinmachnow. Dort gab es Steigerungen in allen Wohnlagen. Die teuerste Lage des Kreises ist dort jetzt die Medonstraße mit einem Richtwert von 690 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr zuvor lag er dort noch 15 Prozent niedriger bei rund 600 Euro.

Speckengürtel zieht anderen Metropolen nach

Im engeren Metropolenraum um Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf ziehe nun „Normalität ein im Vergleich zu westdeutschen Metropolen, wo die Preise zum Teil noch deutlich höher liegen“, schätzt Wilk Mroß ein.

„Zunehmend gefragt ist vor allem auch der mittlere Metropolenraum rund um die Stadt Beelitz und in der Gemeinde Nuthetal“, erklärt der Chefgutachter. So wurde in Beelitz eine „dramatische Steigerung um 50 Prozent registriert“. Dort ging es im Schnitt von 60 Auf 90 Euro je Quadratmeter. In bestimmte Wohngebieten dort sind nun aber auch 120 Euro ausgewiesen.

Bodenwerte werden weiter steigen

„Im Berliner Umland werden die Grundstückspreise weiter steigen und im weiteren Metropolenraum werden sie nicht sinken“. Das hatte Wilk Mroß schon vor einem Jahr so prognostiziert. Die aktuellen Zahlen bestätigen ihn in dieser Einschätzung. Sie hält der Experte auch für die nahe Zukunft aufrecht.

Der von ihm geleitete Gutachterausschuss legt die Preise nicht fest. „Vielmehr werten wir die von Notaren eingereichten Verkaufszahlen aus und ermitteln Durchschnittswerte“, erklärt Mroß der MAZ.

Neben den Bodenrichtwerten für baureife Grundstücke hat der Gutachterausschuss nun auch wieder solche für landwirtschaftlich genutztes Ackerland und Grünland sowie für Forsten ermittelt. Ackerland verteuerte sich demnach um neun Prozent von 66 Cent auf 72 Cent je Quadratmeter. Grünland sank im Wert um zehn Prozent von 57 auf 52 Cent je Quadratmeter. Forstwirtschaftliche Flächen liegen im Wert mit rund 49 Cent pro Quadratmeter nahezu unverändert.

Von Thomas Wachs

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