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Potsdam-Mittelmark Honigspende gegen die Einsamkeit
Lokales Potsdam-Mittelmark Honigspende gegen die Einsamkeit
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20:11 12.12.2019
Siegfried Kluge (l.), Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann und Bodo Wackrow geben gerne Honig aus der Region an Bedürftige. Quelle: Gesine Michalsky
Teltow

Seine erste Weihnachtsfeier führte den neuen Pfarrer der St. Andreaskirche, Arndt Klemp-Kindermann, gleich mittenrein ins Gemeindeleben. Beim traditionellen Adventsnachmittag in der Teltower Siedlungskirche hörten gut 50 Senioren bei Stollen und Kaffee schmunzelnd seine humorige Andacht über weiße Weihnachten und die fünfte Kerze.

42 Gläser übergeben

Zuverlässiger als der Schnee an Heiligabend schauten beim vorweihnachtlichen Beisammensein zwei Vertreter des Imkervereins der Region zur Spendenübergabe vorbei. „Eine kleine Bereicherung für alle, die am Heiligabend einsam sind“ – mit diesen Worten übergaben der Vereinsvorsitzende Bodo Wackrow und der ehemalige Teltower Bürgermeister Siegfried Kluge 42 Gläser Honig an Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann. Ein Geschenk, das Bedürftige an Heiligabend bei der Weihnachtsfeier „Engel und Mensch“ auspacken dürfen. Der Pfarrer bedankte sich und unterstrich: „Ein Löffelchen Honig am Tag muss sein.“ Dafür gab es den ersten Applaus, schließlich gehört zur Weihnachtszeit die Besinnlichkeit und das Denken an Menschen, die es nicht so leicht haben und die am Heiligen Abend alleine sind.

Allein sein müssen sie allerdings nicht: Pfarrerin Ute Bindemann lädt am Heiligabend alle, die gemeinsam feiern wollen, um 17.30 Uhr zur Christvesper in die Teltower Friedhofskapelle ein. Die anschließende Feier mit Singen und Geschichten erzählen findet um 18.30 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule statt. Das Evangelische Diakonissenhaus und die Bäckerei Neuendorf sorgen für das leibliche Wohl. Die Honigspende ermöglichen jedes Jahr die rund 80 Mitglieder des Imkervereins der Region Teltow.

Glück gehabt: Faulbrut breitete sich nicht aus

Für Menschen, die gerne Honig essen, hatten die Imker auch eine gute Nachricht: Die Faulbrut hat sich in TKS nicht weiter ausgebreitet. In diesem Frühjahr mussten sie zum ersten Mal die nur für Bienen ansteckende, aber für ein ganzes Bienenvolk tödliche Krankheit in der Region feststellen. „Alle Untersuchungen haben bisher aber ergeben, dass es bei dem einen Imker geblieben ist“, berichtete Wackrow.

Und so fiel die Bilanz der Honigernte der fleißigen Bienen für 2019 nicht schlecht aus, auch wenn die Imker die Veränderungen des Klimas direkt spüren. „Die Linden und Robinien haben stark, aber viel kürzer geblüht, andere Trachten sind ganz ausgefallen“, berichtet der Vereinsvorsitzende über das sich für die Honigbienen verändernde Angebot zum Nektar-Sammeln.

Zum Glück gibt es aber sehr engagierte Bienenfreunde wie Siegfried Kluge, der seit mehr als 50 Jahren in Teltow imkert. Dem ehemaligen Stadtoberhaupt gelingt tatsächlich eine Spezialität: Er vermag den Bienenbaum Euodia hupehensis zu züchten, „eine Nektar spendende Rarität“, berichtete Bodo Wackrow stolz. Die tropische Pflanze ist wegen ihrer sehr üppigen Blüte ausgesprochen beliebt bei Bienen, lässt sich aber nur schwer vermehren – was den erfahrenen Imker aber nicht davon abhält seine erfolgreich neu gezogenen Pflanzen zu verschenken. Natürlich an Imker der Region.

Von Gesine Michalsky

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